Reporter Eutin
02. Dezember 2016 | Allgemein

Die Weihnachtsaktionen der Ahrensböker Tafel

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Ahrensbök (ed). Für die meisten von uns fällt es am Ende nicht ins Gewicht, weder auf dem Kassenbon noch im Portemonnaie: Das zusätzliche Paket Nudeln, Reis, Mehl, Zucker, Tee, die Konservendose oder die Tafel Schokolade, das Kartoffelpüree oder das Paket Kaffee – für Menschen, die immer nur ganz knapp über die Runden kommen, wenn überhaupt, aber schon. Da fehlt das Geld für das Paket Nudeln, für die Tafel Schokolade ohnehin. Dabei tut es gerade in der Vorweihnachtszeit so gut, mal nicht jeden Cent umdrehen zu müssen. Deshalb lädt die Ahrensböker Tafel an den beiden Adventssamstagen am 3. und 17. Dezember herzlich ein zur „Einkauf-Spenden-Aktion“ im Ahrensböker sky-Markt ein, Hier stehen die Tafel-Helfer mit Einkaufswagen bereit, Lebensmittelspenden entgegen zu nehmen. Bekannt ist diese Aktion unter „Kauf eins mehr“, denn wenn jeder Kunde nur ein Teil doppelt kauft und das zweite Teil am Ende in den Einkaufswagen der Tafel legt, unterstützt das die Arbeit der Ahrensböker Tafel ungemein. „Lebensmittel mit sehr langer Haltbarkeit werden leider sehr selten gespendet“, bedauert Hans-Werner Dohse aus dem Vorstand der Ahrensböker Tafel, „dabei brauchen wir sie dringend.“ Denn nur so können sie den Weg in die Pakete für die Tafel-Kunden finden. Wer also beim Einkaufen die Möglichkeit hat, nur ein Teil doppelt zu kaufen und es der Tafel zu schenken, ist herzlich willkommen – „ganz einfach beim Einkaufen spenden“, schmunzelt Hans-Werner Dohse, auf unkomplizierte Weise Gutes tun. Wer lieber Kindern sehnlich gehegte Wünsche erfüllen möchte, hat auch dazu noch reichlich Gelegenheit, denn der Wunschzettelbaum der Tafel isteht nun in der Königlich Privilegierten Apotheke. „Und es hängen noch gut 50 Wünsche am Baum“, so Hans-Werner Dohse, „die sehr gern erfüllt werden dürfen.“ Die Wünsche kosten allesamt bis etwa 20 Euro – und ob es der kleine Junge mit seinen zwei Jahren sein soll, der mit Kleidung in Größe 116 beschenkt werden soll, oder das siebenjährige Mädchen, das sich so sehr „Baby Born Bath“ wünscht oder auch der Achtjährige, der so gern die Lego Polizei hätte, die Wünsche kommen bestimmt da an, wo sie sonst nicht erfüllt würden. „Die Wünsche werden im Haus für Jugend und Familie gesammelt“, so Hans-Werner Dohse, „und es sind alles Kinder, deren Familien nicht die Möglichkeit haben, diese Wünsche zu erfüllen.“ Wer einen Wunsch abpflückt und erfüllt, gibt das Päckchen dann bis zum 16. Dezember bitte im Haus für Jugend und Familie wieder ab. Von hier aus gelangen die Geschenke dann an die richtige Adresse – pünktlich zu Weihnachten natürlich. Sollten Wünsche übrig bleiben, so werden auch diese erfüllt, denn der Kiwanis Club Ahrensbök ist mit 500 Euro in die Bresche gesprungen, damit auch wirklich unter jedem Baum ein erfüllter Wunsch liegt. „Darüber freuen wir uns sehr“, sagt Hans-Werner Dohse, „denn es soll kein Wunsch unerfüllt bleiben, und dabei unterstützt uns diese Spende des Kiwanis Clubs großartig.“ Für die Ahrensböker Tafel hat sich bereits jetzt ein großer Wunsch erfüllt: “Wir konnten endlich ein Kühlfahrzeug anschaffen”, freut sich Hans-Werner Dohse, “so können wir auch gekühlte Lebensmittel abholen, ohne die Kühlkette zu unterbrechen.” Denn große Spenden von Molkereien oder Lebensmittelmärkten durften bisher nicht oder nur mit der Hilfe befreundeter Tafeln angenommen werden, die dann mit ihrem Kühlfahrzeug einsprangen und die Tour für die Ahrensbböker Tafel übernahmen. Dank zahlreicher Spender, vieler Ahrensböker Firmen, die mit ihrer Werbung auf dem Auto unterstützen, und dank der Lidl Stiftung und der Deutschen Tafeln, die mit 10.000 Euro einen großen Beitrag leisteten, kann die Ahrensböker Tafel nun noch flexibler Lebensmittelspenden annehmen und ihre Tafel-Kunden noch besser versorgen. “Das war ein wirklich großer Wunsch”, so Hans-Werner Dohse, “und wir bedanken uns herzlich bei allen, die das möglich gemacht haben. Denn das Geld von den Deutschen Tafeln und der Lidl Stiftung haben wir nur bekommen, weil wir den Rest selbst aufbringen konnten – und das ging nur dank der Unterstützung unserer Spender.”


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