Reporter Eutin
03. Februar 2017 | Allgemein

„Eine der schönsten Lagen Eutins” In der berühmtesten Baulücke Eutins entsteht das Voß-Haus neu

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Eutin (ed). Nahezu auf den Tag genau elf Jahre ist es her, dass das Voß-Haus bis auf das Fundament niederbrannte – immer wieder gab es seither Gerüchte, Hoffnungen, das Haus werde wieder aufgebaut. Schließlich gilt es, Eutins berühmteste Baulücke zu schließen, in der man seit Jahr und Tag lediglich dem Unkraut beim Wachsen zuschauen konnte. Kein noch so nett gestalteter Bauzaun konnte darüber hinwegtäuschen, dass an dem Ort, an dem vor mehr als 200 Jahren der Dichter und Pädagoge Johann Heinrich Voß (1751-1826) lebte, nur noch eine überaus hässliche Baulücke gedieh. Kurz nach dem Brand hatte der damalige Eutiner Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz gesagt, dass man alles dafür tun werde, damit hier wieder ein Voß-Haus steht. Sämtliche Bemühungen aber scheiterten. Die Grundstückseigentümerin und Bauherrin Barbara Rülander hatte bereits vor zwei Jahren dem Eutiner Architekten Stephan Barnstedt den Auftrag erteilt, ein neues Voß-Haus zu planen. Und jetzt, nach nachbarschaftlichen Konflikten und genehmigungsrechtlichen Belangen hinsichtlich der Überwegung, ist die Baugenehmigung erteilt. Er habe das Haus so umgeplant, dass beide Fluchtwege nach vorn verlaufen und die Bauherrin auf die Genehmigung der Nachbarn nicht mehr angewiesen ist, erklärt Stephan Barnstedt. So kann an historischer Stelle nun ein Hotel Garni mit neun Zimmern und einer Eigentumswohnung im Erdgeschoss, darüber hochwertige Eigentumswohnungen entstehen. “Ich freue mich, dass es nach so langer Zeit endlich losgeht”, sagt Barbara Rülander, “es ist schön, dass hier wieder ein Hotel stehen wird.” Acht dieser Eigentumswohnungen an derart exponierter und renommierter Stelle zu vermarkten, haben die Immobilienexperten der Sparkasse Holstein, Thorsten Drews und Niels Evers bekommen – “und wir haben schon jetzt eine lange Liste mit rund 30 Interessenten”, so Thorsten Drews. Eutiner ebenso wie Gäste, die das Bauschild gesehen haben und sich nach den Wohnungen erkundigt haben. “Das Interesse ist riesengroß”, so der Immobilienexperte – vor allem Best-Ager locke dieses Immobilienangebot, verbunden mit den landschaftlichen und kulturellen Reizen Eutins und seiner Umgebung. eine große Rolle aber spiele auch die Architektur des neuen Voß-Hauses. Denn das Haus soll ein Schmuckstück werden wie es das alte war – er habe die Aufgabe gehabt, erklärt der Architekt, die historische Bausubstanz des alten Hauses und der Umgebung zu berücksichtigen und sie in der gegenwärtigen Formsprache zu interpretieren. Und das hat, betrachtet man die Visualisierung des Bauplanes, perfekt geklappt. Das neue Voß-Haus gleicht dem alten, aber nicht zu sehr – es erfüllt die Anfordernisse heutiger Zeit und verbindet sie mit dem historischen Gebäude, das rund 300 Jahren an dieser Stelle stand, erfüllt die Ansprüche der Eutiner an “ihr” Voß-Haus. Das Hotel im Erdgeschoss mit seinen neun Doppelzimmern wird – ohne Restauration – von der Eigentümerin selbst bewirtet, ebenso wird eine der Wohnungen in ihrem Eigentum verbleiben. Darüber aber entsteht Wohneigentum schönster und hochklassiger Art, von innen wie von außen. Natürlich sei es auch für ihn etwas Besonderes, das Voß-Haus wieder aufzubauen, sagt Stephan Barnstedt, “es bedeutet den Eutinern unheimlich viel, die Ansprüche sind an das neue Voß-Haus sind hoch.” So öffnet sich die Rückseite des Hauses in lockerer Architektur und mit großen Fenstern zum See hin – “wir haben mit dieser Gestaltung viel Licht in die Wohnungen geholt”, so Stephan Barnstedt. Alle Wohnungen – in Größen zwischen 42 und 153 Quadratmetern – werden hochwertig gestaltet und ausgestattet sein, selbstverständlich barrierearm, sechs davon haben Seeblick, die meisten Balkon oder Dachterrasse. Nur die zwei kleinsten Wohnungen gehen zur Straße hin. Parkplätze lassen sich in der Tiefgarage nebenan dazukaufen, eine weitere Besonderheit in der Eutiner Innenstadt. “Solche Wohnungen sind im Zentrum sehr rar”, gibt Thorsten Drews zu Bedenken, “und die Nachfrage ist groß, deutlich größer als der Bestand. Es ist eine der schönsten Lagen Eutins.” Noch in diesem Jahr soll der erste Spatenstich gesetzt werden – die Baugenehmigung ist da, das Bauschild steht und “wir können starten, wenn 50 Prozent der Wohnungen verkauft sind”, so Niels Evers. Die Bauzeit werde dann auf 16 bis 18 Monate geschätzt. Wer an den Eigentumswohnungen interessiert ist, meldet sich gern bei Thorsten Drews und Niels Evers bei der SIG Holstein unter 04521-8575716.


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