Reporter Eutin
27. Juli 2017 | Allgemein

Eutin – eine Stadt für alle

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Bürgermeister Carsten Behnk begrüßte die engagierten Bürger und machte sich für den Aktionsplan stark.

Bürgermeister Carsten Behnk begrüßte die engagierten Bürger und machte sich für den Aktionsplan stark.

Eutin (fs). „Alle Menschen sollen in gleicher Weise an der Gesellschaft teilnehmen können.“ So formuliert Jutta Harter, Inklusionsbeauftragte der Stadt Eutin, das Ziel für den Aktionsplan Inklusion. Er dient der Umsetzung der 2008 beschlossenen UN-Behindertenrechtskonventionen, in denen Deutschland sich verpflichtet hat, die Rechte und Möglichkeiten von Menschen mit Behinderung zu stärken. Im März wurde der erste Entwurf des Aktionsplanes mit dem Motto „Eutin – eine Stadt für alle“ von den Stadtvertretern beschlossen. Seitdem haben die Fachdienste Vorschläge eingereicht, ebenso wie der Senioren –und der Behindertenbeirat. Vergangene Woche lud die Stadt zur Bürgerbeteiligung – zahlreiche Vertreter von Verbänden und Vereinen aber auch interessierte Bürger erschienen und unterbreiteten der Stadt Vorschläge. „Wir haben schon gute Vorarbeit geleistet“, ist sich Bürgermeister Carsten Behnk sicher. Der Entwurf biete eine gute Arbeitsgrundlage. In drei Arbeitsgruppen beschäftigten die Teilnehmer sich mit dem Aktionsplan. Das „Mehr-Generationen-Wohnen“ stieß auf großen Anklang, ebenso wie mehr Piktogramme in der Öffentlichkeit, um Analphabeten und Fremdsprachlern das Leben zu erleichtern. Der Inklusionsplan berücksichtigt nämlich nicht nur Menschen mit Behinderung. Auch Alter, Geschlecht, Religion oder Sprache können Hindernisse im Alltag darstellen. „Wir wollen Barrieren abbauen und Vorurteile bekämpfen“, so Bürgermeister Behnk. Einiges wurde auch schon umgesetzt. An zentralen Punkten in der Stadt stehen Reliefbilder um Sehbehinderten die Orientierung zu erleichtern, große Veranstaltungen werden von Gebärdendolmetschern begleitet und im öffentlichen Bereich sind immer mehr Informationen in leichter Sprache verfügbar. „Im nächsten Jahr werden wir Seminare für die Stadtvertreter anbieten“, erzählt Jutta Harter. Für die Mitarbeiter der Stadtverwaltung sind Fortbildungsangebote angedacht. Die Vorschläge von der Bürgerbeteiligung werden nun der Politik vorgelegt. „Der Plan soll dann Ende des Jahres verabschiedet werden“, so Harter. Jedes Jahr soll die Umsetzung des Aktionsplanes kontrolliert werden und neue Ziele hinzukommen. „Das wird nicht auf einen Schlag passieren, wir haben einen längeren Weg vor uns“, ist Behnk sich sicher. „Aber wir gehen in die richtige Richtung.“



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