Reporter Eutin
19. Juli 2017 | Allgemein

Friedenskreis Eutin lädt Bundestags-Kandidaten zum 14. Juli in die Kreisbibliothek

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Erwarten wieder – wie vor der letzten Bundestagswahl – reges Besucher-Interesse zur Kandidaten-Befragung (v.l.): Beate Sieweke (Kreisbibliothek) sowie Lutz Tamchina, Sylvia Zanella,  Andreas Schulze Sellschopp und Peter Bethke vom Friedenskreis Eutin.

Erwarten wieder – wie vor der letzten Bundestagswahl – reges Besucher-Interesse zur Kandidaten-Befragung (v.l.): Beate Sieweke (Kreisbibliothek) sowie Lutz Tamchina, Sylvia Zanella, Andreas Schulze Sellschopp und Peter Bethke vom Friedenskreis Eutin.

Eutin (wh). Lutz Tamchina vom Friedenskreis Eutin spricht Klartext: „Der ‚Marschall-Plan‘ ist eine faustdicke Lüge“. Damit meint er, dass dieses für Afrika gedachte Hilfsprogramm nicht der Bevölkerung, sondern hauptsächlich dem Profit ausländischer Geldgeber diene. Ähnliche Klartext-Sätze - zur globalen (Un)Gerechtigkeit, zum Aufblähen der Wehr-Etats, zum legalen und illegalen Export von leicht zugänglichen Kleinwaffen - waren in einer Pressekonferenz des Friedenskreises Eutin zu hören. Es ging um eine für den 14. Juli geplante Befragung von Bundestags-Kandidaten zur Wahl zugelassener Parteien aus dem Kreis Ostholstein. Der Eintritt zu dieser Gemeinschaftsveranstaltung von Friedenskreis und Kreis-Bibliothek ist frei. Um eine Spende wird gebeten. An jenem Freitag, ab 19.30 Uhr, werden Bettina Hagedorn (SPD), Jakob Brunken (Bündnis 90/Grüne), Dr. Joachim Rinke (FDP) sowie Lorenz Gösta Beutin MA (Die Linke) in der Kreisbibliothek unter der Moderation von Achim Krauskopf (Ostholsteiner Anzeiger) für sich und ihre Parteien drei komplexe Fragen beantworten, die ihnen bereits schriftlich zugegangen sind. Sie werden diese Fragen in jeweils begrenzten Zeitrahmen und ohne Diskussion untereinander beantworten und sich im Anschluss Fragen aus dem Publikum stellen. – Der CDU-Kreisverband hat zwar grundsätzlich eine Beteiligung an dieser Veranstaltung zugesagt, bis jetzt aber noch keinen Vertreter benannt. Von einer Einladung der AfD wurde unter anderem wegen „Vorbehalten“ vonseiten des Kreises (des Trägers der Kreisbibliothek als Veranstaltungsort) abgesehen, erklärte Peter Bethke vom Friedenskreis. Die Kandidaten-Befragung als Form des Wahlkampfs fand vor vier Jahren zum ersten Mal in Eutin statt. Sie diente in erster Linie der Information der Wähler/innen und wurde auch von diesen und fast allen Kandidatinnen und Kandidaten hinterher als eine besonders gelungene und sinnvolle Veranstaltung bezeichnet. Diesmal werden den Volksvertreter/innen in spe folgende Fragen gestellt: Erstens: Wie stehen Sie zur geplanten Erhöhung – fast Verdoppelung – des Wehr-Etats von derzeit 36,6 Milliarden Euro auf 64 Milliarden Euro bis 2024? Sehen Sie Alternativen (zum Beispiel Förderung ziviler Konfliktlösungen) zu weiterer Aufrüstung, und für welche setzen Sie sich ein? Zweitens: Setzen Sie sich im Falle Ihrer Wahl dafür ein, dass der Export von Kleinwaffen und sonstigen Rüstungsgütern, sowie Lizenzvergaben an Drittstaaten, grundsätzlich verboten und dieses Verbot in Artikel 26, Absatz 2 des Grundgesetzes festgeschrieben wird? Drittens: Durch welche konkreten und überprüfbaren Maßnahmen kann Ihrer Meinung nach erreicht werden, dass die ärmsten Länder, unter anderem Afrika, ökonomisch und ökologisch nicht durch Import- und Exportinteressen Deutschlands und anderer EU-Staaten geschwächt, sondern gestärkt werden, um Krieg, Vertreibung, Hunger und Flucht aus der Armut zu verhindern?



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