Reporter Eutin
03. Juni 2016 | Allgemein

Wenn ganz Malente Flohmarkt macht...

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Michael Kühn von der Malenter Wirtschaftsvereinigung freut sich: Rund 120 Stände laden am kommenden Samstag in ganz Malente zum Bummeln, Stöbern und Schnäppchenjagen ein.

Michael Kühn von der Malenter Wirtschaftsvereinigung freut sich: Rund 120 Stände laden am kommenden Samstag in ganz Malente zum Bummeln, Stöbern und Schnäppchenjagen ein.

Malente. Ganz Malente macht wieder Flohmarkt – die Malenter haben ihre Keller und Dachböden, ihre Garagen und Schuppen, ihre Scheunen, Kleiderschränke und Kommoden aufgeräumt und etliches Schöne, Praktische, Skurrile, Lustige, Zauberhafte, lang Gesuchte, endlich Gefundene, Dekorative, Kleidsame, Sportliche, Elegante und Witzige gefunden. Das wird am kommenden Samstag, dem 4. Juni wieder in unvergleichlich netter Atmosphäre in Garagen, auf dem Rasen, auf Auffahrten und Höfen, in Vorgärten und auf Terrassen verkauft, denn Malente lädt von 10 bis 18 Uhr ein zum Juniflohmarkt in Höfen. Gärten und Wendehammern. Zum Stöbern, Feilschen, Schätzesuchen und Schätzefinden, zum Freuen, Schnacken, Kuchenessen und dazu, einen tollen Tag zu verbringen, denn beim Malenter Juniflohmarkt ist großartige Stimmung garantiert. Dafür sorgen allein die Malenter mit ihrer unglaublichen Vielfalt an Ständen, an Kulinarischem, an Gastfreundschaft und lustigem Flohmarktwaren-Angebot an 120 Ständen in insgesamt 25 Straßen. „Wir schenken den Malentern und ihren Gästen diesen Tag gern“, so Michael Kühn von der Malenter Wirtschaftsvereinigung, „weil die Resonanz einfach so unglaublich groß ist und die Leute sich so freuen, das wiederum freut uns natürlich sehr.“ Im letzten Jahr habe gleich in der Woche nach dem Juniflohmarkt eine Malenterin angerufen und gefragt, wann der nächste denn stattfinde, um den Urlaub so zu planen, dass sie den Flohmarkt keinesfalls verpasse. „Solche Anrufe sind großartig. Auch, dass fast niemand glauben kann, dass es nichts kostet.“ Denn schließlich macht die Wirtschaftsvereinigung nicht nur Werbung für den Flohmarkt sondern lässt auch Plakate, Flyer und Pläne drucken, damit die Besucher wissen, wo die Stände sie erwarten. „Wir freuen uns einfach, dass es so gut ankommt.“ Telefonfee Maren Schmitz nimmt die Anmeldungen entgegen und trägt sie ein, damit im Plan später keiner fehlt – sie war es übrigens, die nach bei einem Spaziergang durch Kiel-Holtenau auf einen Flyer stieß, der auf einen Hof- und Gartenflohmarkt hinwies. „Den brachte sie mir und fragte, ob wir hier sowas nicht auch machen wollen“, erinnert sich Michael Kühn, „und ich habe gesagt: Das versuchen wir.“ Schon der erste Versuch war ein voller Erfolg mit 80 Ständen und zahllosen Besuchern – jetzt hat sich die Zahl etwa bei 120 offiziellen Ständen eingependelt, es gebe aber eine stattliche „Dunkelziffer“, schmunzelt Michael Kühn.So stößt der Bummler auch an nicht verzeichneten Ecken auf überraschende Stände – und überall auf Musik, denn schon zum zweiten Mal findet der Juniflohmarkt zeitgleich mit dem Internationalen Musikfest in Malente statt. „Eine tolle Symbiose“, findet Michael Kühn, „das befruchtet sich gegenseitig – und es sind so viele Menschen auf der Straße, das ist einfach toll.“ Zu Fuß oder mit dem Rad, alles andere geht nicht, denn auch an diesem Samstag wird in Malente Ausnahmezustand herrschen: Juniflohmarkt-Ausnahmezustand. Jedem sei geraten, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen oder mit dem Fahrrad. Schwierig wird es nur, wenn es doch das Surfbrett, der Ess-Tisch oder der ausgemusterte Retro-Kühlschrank sein soll. Aber in der Regel findet sich auch da eine Lösung. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen, aber das tut es in der Regel an diesem speziellen Wochenende: „Wir haben jetzt dreimal Glück gehabt“, sagt Michael Kühn, „und hoffen, dass uns der Wettergott auch ein viertes Mal hold ist.“ Das Fest im Fest: Der Rothensander Weg ist ein Event für sich Die Anwohner im Rothensander Weg sind Juni-Flohmarkt-Teilnehmer der Stunde null – sie wissen, wie man Flohmarkt und daraus ein Fest macht. Wer auf seinem Flomarkt-Bummel hier landet, bleibt erstmal, bekommt eine Waffel oder eine Wurst mit Kartoffelsalat, Kaffee und Kuchen. Und darf in einer Fülle toller Dinge stöbern – hier gibt es von Briefmarken und Antiquitäten über Bilderrahmen und Türbeschläge, Kinderspielsachen, Klamotten, Deko, Omas Hausrat bis hin zu Geschirr, Büchern, CDs und Filztaschen alles, was das Herz begehrt. Im Vordergrund steht den „Rothensandern“ aber der Spaß an der Sache: „Uns geht es einfach um die Nachbarschaft“, sagt Anwohner Mathias Blohm, „um das Gefühl und die Stimmung. Der Verkauf wird da fast zur Nebensache, wir haben Spaß daran, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. Wir haben Spaß an diesem Tag und freuen uns, wenn das auch den Besuchern gefällt.“ „Für uns als Organisatoren sind solche Straßen wie der Rothensander Weg ein Geschenk“, lacht Michael Kühn, „der ganze Weg macht mit und daraus ein Fest im Fest, das freut uns sehr.“ Und weil der Rothensander Weg nicht nur weiß, wie man Flohmarkt macht sondern auch, wie man ein guter Gastgeber ist, haben die Flohmärktler aus dem Klaus-Groth- und dem Wiesenweg gleich um die Ecke in diesem Jahr ihre Flohmarkt-Stände einfach eingepackt und in den Rothensander Weg verlegt. Das Angebot wird also noch größer und bunter, noch herzlicher und geselliger – und musikalischer, denn die Anwohner haben für Live-Musik gesorgt: Manni spielt das Beste aus den 60ern, 70ern und 80ern.


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