Reporter Eutin
08. Oktober 2016 | Allgemein

Früchtespenden für das Wild sind willkommen

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Bad Malente-Gremsmühlen (ed). Das ist ein wirklich gutes Apfeljahr – wer einen Apfelbaum in seinem Garten hat, der weiß, was das bedeutet: Eine Fülle von Äpfeln, der man trotz anhaltenden Kuchenbackens, Geleekochens oder Apfelmusverspeisens kaum Herr werden kann. Wir kennen jemanden, der sich über die Äpfel freut, die vielleicht sonst auf dem Kompost landen, auch über das wurmstichtige, angeditschte Fallobst: Die Wildtiere im Malenter Wildgehege. Wie jedes Jahr freut der betreibende Verein FöDoNa eV sich über Futterspenden. Äpfel, Kastanien und auch Eicheln sind herzlich willkommen. Tag für Tag freuen sich Besucher – Malenter und Gäste, kleine und große Spaziergänger – über das Malenter Wildgehege. Wo sonst kann man einem weißen Hirsch mal Aug in Auge gegenüberstehen, so ganz ohne Zaun dazwischen? Wo sonst kann man eine ganze Rotte Wildschweine bei der Siesta in der Sonne entdecken oder beim Rumtrüffeln beobachten oder gar Futtermeister Jörg Dreyer beim großen Füttern begleiten? Hier leben Wildschweine, Dam- und Rotwild in schönster Waldlandschaft und Zweibeiner sind zwar herzlich willkommen, letztendlich aber nur Gast, denn das Wildgehege ist das Revier der Tiere. Selbstverständlich sind sie abhängig von der Hege und Pflege der Menschen – beides hat vor einigen Jahren glücklicherweise der Verein FöDoNa eV übernommen. Mit Herz und Fachwissen kümmern sich der Vorsitzende Jörg Graage zusammen mit Futtermeister Jörg Dreyer und ihren Kollegen darum, dass das Wildgehege weiter das kleine Paradies für Tier und Mensch bleiben kann, das es für die Malenter und ihre Gäste von jeher ist. "Wir wollen das Wildgehege genau so erhalten, wie es ist", erklärt Jörg Graage. "Denn es wäre sehr schade, wenn es diesen Ort nicht mehr gäbe, es freuen sich alle darüber, die Malenter und die Gäste." Wie fast alle Vereine ist die Arbeit von FöDoNa spendenabhängig – in diesem Fall von geldlichen wie auch von Sachspenden in Form von Früchten. "Wir nehmen sehr gern das Obst, das in den Gärten abfällt, Äpfel, aber auch Pflaumen", lacht Jörn Graage, denn: "Wildschweine stehen auf Pflaumen." Das Damwild zieht Äpfel vor, wenn es grade keine Pasta gibt….und das ist ein echtes Highlight für die Zweibeiner, die sich im Wildgehege einen schönen Tag machen. Sie sollten nämlich sicherstellen, dass sie rohe Teigwaren dabei haben, am liebsten Spaghetti. Die nehmen die Tiere, die zu diesem Zweck ganz dicht rankommen, ganz cool aus den Händen kleiner und großer Besucher – aber nur von Pasta kann ja keiner überleben. Daher bittet FöDoNa um Äpfel, gern aber auch um Kastanien und Eicheln, denn die Waldfrüchte sind für die Tiere besonders wichtig, weil sie gut nähren. Und natürlich auch Pflaumen, falls jemand noch welche über hat: "Wir haben sehr viele Schweine", schmunzelt Jörg Graage, "und die sind sehr gefräßig." Zufrieden liegen die Wildschweine aller Größen nach der Fütterung inmitten von Apfelresten und freuen sich über das genossene Mahl – allein das zu sehen macht Spaß. Zusammen mit einem Waldspaziergang und der Begegnung mit einem zierlichen weißen Hirsch, dessen Kraft man gerne unterschätzt, ist der Besuch im Wildgehege immer ein Erlebnis. Futterspenden dürfen sehr gern an der Hütte auf dem Gelände abgestellt werden, Futtermeister Jörg Dreyer kümmert sich mit vielen Ehrenamtlern dann darum, dass sie an die Wildtiere verfüttert werden – und auch, wer FöDoNa bei der Arbeit unterstützen möchte, ist dem Verein herzlich willkommen. Alle Informationen sind im Internet unter www.wildpark-malente.de.

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