Reporter Eutin
18. Dezember 2016 | Allgemein

Riesenparty zum 10. Geburtstag der OGS Malente

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Bad Malente-Gremsmühlen (ed). Am Anfang war sie für viele Familien einfach nur eine Notwendigkeit – mittlerweile ist die OGS (Offene Ganztagsschule) an der Schule an den Auewiesen für die Kids eine ziemlich coole Angelegenheit. Deswegen wurde am vergangenen Freitag auch ihr zehnjähriges Bestehen groß gefeiert. Mit einer Riesenparty, Punsch und selbstgebackenen Plätzchen, einem sehr coolen Segway-Parcours und viel Zeit zum Quatschen, sich Treffen und Spaß haben. Also eigentlich fast wie die OGS. 70 Schüler zwischen 10 und 14 Jahren sind in der OGS angemeldet, die vom Deutschen Kinderschutzbund Kreis Ostholstein eV getragen wird, – “nicht alle an allen Tagen und in unterschiedlichen Modellen”, sagt der Leiter der OGS Daniel Goldbaum und lacht, “aber es ist trotzdem ganz schön lebendig.” Alle gemeinsam haben sie aber, dass sie gern herkommen. Unter der Leitung von Daniel Goldbaum werden sie von Maren Krikau, Heidi Malzahn in der Mensa, Justus Heimbächer und Wencke Pirsig deutlich mehr als nur betreut. Das OGS-Team bietet den Schülern jeden Tag eine andere AG, an der sie teilnehmen können – es wird montags “gegeocacht”, dienstags gibts Sport, mittwochs werden die angehenden Schulsanitäter in der Ersten Hilfe ausgebildet und donnerstags wird gekocht. Immer ab etwa 15 Uhr, denn vorher gibts lecker Mittagessen und auch die Hausaufgaben müssen noch erledigt werden. “Aber das ist besser, dass wir die zusammen machen können”, finden Jane und Carlotta, “da kann man sich gegenseitig helfen und zuhause wär man allein.” Wer nicht an den AGs teilnehmen will, hat tausend andere Möglichkeiten, sich hier entspannt die Zeit zu vertreiben: In den OGS-Räumen kann gebastelt und gespielt werden, es ist Platz zum Theaterspielen, zum Toben und Auspowern, wenn das Wetter mäßig ist – dafür wurde eigens ein Raum angebaut. “ Die Kids finden ihre OGS super – weil die Angebote so vielfältig sind, jeden Tag gibts was anderes, dann kann man in der Sofaecke lümmeln und mit Freunden abhängen, chillen, tischkickern…Jule zum Beispiel würde super gern wieder in die OGS, hat nur leider keine Zeit mehr dafür. “Ich fands immer toll, die Leute sind cool, die Stimmung war immer super”, erinnert sich die 14jährige, “man kann hier spannende Sachen machen und mit Freunden zusammensein.” Ein bisschen beneidet sie ihre kleine Schwester Naja (12), die nämlich ist jetzt in der OGS und findet sie genauso super wie ihre Schwester. “Die Koch AG ist toll”, strahlt sie, “aber das GeoCachen auch, das ist gut, dass wir da so viel draußen sind.” Schülerbetreuerin Maren Krikau muss ein bisschen schmunzeln – “am Anfang ist es immer Überredungsarbeit, die Kinder nach draußen zu bekommen”, verrät sie, “aber wenn sie erst mal draußen sind, dann sind sie Feuer und Flamme.” Immer wieder aber ist zu hören, dass die Stimmung in der OGS einfach toll ist, dass die Leute nett und die OGS einfach cool ist. Carlotta findet es einfach super, dass sie hier ihre Freizeit verbringen kann, spielen und mit Freunden treffen “und sich ausruhen.” Ihre Freundin Jane hört gern einfach mal Musik, quatscht mit Freundinnen oder spielt. Denn Spielen ist hier noch ganz oben auf der Liste und kein bisschen uncool – auch bei den Großen nicht. Hier fühlt sich jeder wohl, für jeden gibts ein offenes Ohr und einen Platz, an den er gehört. “Es gibt Kinder, die von der 5. bis zum 10. Klasse hier waren”, sagt Maren Krikau, “wir haben sie über all die Jahre und durch die Pubertät begleitet, jetzt kommen sie noch zu Besuch – es ist ein bisschen wie eine große Familie.” Er sei von Herzen froh, dass der Kinderschutzbund diese OGS trage, sagt Dr. Thilo Philipp, der Leiter der Schule an den Auewiesen, “es ist aus meiner Sicht eine sehr zu würdigende Einrichtung, weil sie in allererster Linie den Kindern zugute kommt, die sie brauchen. Sie bekommen eine warme Mahlzeit, Sport und Betreuung. Wir freuen uns sehr, dass der Kinderschutzbund hier Leute stellt wie Herrn Goldbaum und sein Team, die sich einsetzen für die Kinder. Und wir als Schule unterstützen die OGS, wo wir können.” Auch den Eltern komme die OGS zugute – aber vor allem seien es die Kinder, die profitierten: “Die Kinder sollen gut lernen, aber auch persönlich weiterkommen und gut aufgehoben sein. Und das sind sie hier.” Das beste Geburtstagsgeschenk für die OGS-Kids und ihre Gäste war der Segway-Parcours, die Go-Carts und coolen Fahrzeuge, die Tobis Fahrzeugverleih aus Scharbeutz mitgebracht hatte und es der OGS zur Party sponserte. “Das ist ein tolles Geschenk”, lacht Daniel Goldbaum, “die Kinder kommen rein und sind total glücklich.” Wie Aylien, die noch gar nicht in die OGS geht, es aber gar nicht mehr erwarten kann. Nächstes Jahr erst ist es so weit, ihr großer Bruder Benjamin rollt mit den Augen und lacht. Kleine Schwestern sind halt nicht immer cool, aber in der OGS ist ja viel Platz, da gehen sich die 5. und die 9. Klässler aus dem Weg. Benjamin findet die Ausstattung der OGS tipptop – und die Stimmung sei super entspannt. Entspannt ist die OGS auch für die Eltern: Für berufstätige Eltern sei die OGS eine großartige Einrichtung, sagt der Vater von Benjamin und Aylien – “was machen Kinder, wenn sie alleine zuhause sind?” fragt er schmunzelnd. Im Zweifel daddeln oder Unsinn oder beides. “Genau. Hier bekommen sie Mittagessen, es gibt tolle Projekte und sie werden prima betreut, bis ich Feierabend habe.”

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