Reporter Fehmarn
12. Januar 2017 | Allgemein

Sturmflut mit Pegelstand knapp 1,70 Meter

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„Land unter“ hieß es in der vergangenen Woche an der kompletten deutschen Ostseeküste von Usedom bis Flensburg. Dort wurde mit 1,77 Meter der höchste Pegelstand in Schleswig-Holstein gemessen. Das Hochwasser durch das Sturmtief Axel hat mit voller Wucht die Ostseeküste im Kreis Ostholstein getroffen. Auch auf Fehmarn und in Heiligenhafen trat das Wasser vielerorts über die Ufer. In Lemkenhafen stand das halbe Dorf unter Wasser und auch die Ortschaften Westerbergen, Fehmarnsund und Orth hatten mit den Fluten zu kämpfen. Der Regionaldeich im Inselwesten stand kurz vor mehreren Durchbrüchen, während die Deiche im Osten der Insel keine größeren Schäden aufwiesen. Besonders die Häfen auf Fehmarn und der Kommunalhafen in Heiligenhafen waren stark betroffen. Es sieht imposant aus, wenn die Angelkutter oder wie in Burgstaaken ein großer Frachter über die nicht mehr sichtbare Kaimauer emporsteigen und sich das Wasser auf den Weg durch die Straßen macht. Doch möchte man sich nicht in die Lage der Schiffseigentümer versetzen, die sehenden Auges ihre schwimmenden Firmen der Sturmflut ausgesetzt sahen. Laut Vorhersage des Bundesamtes für Schiffahrt und Hydrographie sollte der Pegelhöchststand gegen Mitternacht erreicht werden. Da wurde so manchem Angst und Bange der gegen 21 Uhr das bisherige Szenario beobachtete. Glücklicherweise war jedoch der Scheitel der schwersten Sturmflut seit 2006 gegen 21.30 Uhr erreicht und somit sank der Pegel und das Wasser zog sich nach und nach zurück. In Heiligenhafen kam das Wasser im Hafenbereich teilweise durch die Spundwände. Hier waren der Hafenbereich und später auch der Wihelmsplatz überflutet. Das neue Hochwasserkonzept hielt den Gegebenheiten stand und erwies sich als absolut sinnvoll. Die schwerste Sturmflut seit 10 Jahren, in der Nacht vom 04. auf den 05. Januar 2017, hat auf Fehmarn zu Schäden in sechsstelliger Höhe geführt, während in Heiligenhafen durch den Verlust des Sandes aus dem Depot westlich von Turm 5, der eigentlich im Frühjahr für die Aufspülung des Strandes am Steinwarder-Nordstrand gedacht war, ein weitaus größerer Schaden in Millionenhöhe entstand.


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