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„Lebenshilfe Ostholstein“ eröffnet Familienzentrum

„Lebenshilfe Ostholstein“ eröffnet Familienzentrum
Bad Schwartau
Freundlich, hell und einladend sind sie geworden, die Räume des neuen Familienzentrums der „Lebenshilfe Ostholstein“ in Bad Schwartau. In der Eutiner Straße 10 sollen zukünftig verschiedenste Angebote für Familien unter einem Dach Platz finden. Vor kurzem feierte die Lebenshilfe die offizielle Eröffnung. Vom Kreispräsidenten, über den Bürgermeister bis zur Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn (SPD) und der Landtagsabgeordneten Sandra Redmann (SPD) waren rund 50 geladene Gäste erschienen. Viele von ihnen fanden lobende Worte für die „liebevolle und kindgerechte Einrichtung der Räume“. Bettina Hagedorn betonte außerdem in ihrem Grußwort die „gelebte Inklusion“, die nicht zwischen Kindern mit und ohne Behinderung unterscheidet. „Im Mittelpunkt steht die Prävention“, erklärte Susanne Voß, Vorstand der Lebenshilfe Ostholstein. Mit „Frühen Hilfen“ sollen Familien Beratung und Hilfe bekommen, bevor Kinder beispielsweise im Kindergarten oder in der Schule auffällig werden. Auch die flexible Tagesbetreuung für unter 3-Jährige, die Eltern den Wiedereinstieg in den Beruf erleichtern soll, ist sehr an den konkreten Bedürfnissen der Familien orientiert. Neben einem regulären Krippenplatz können Eltern auch individuelle Betreuungszeiten für einige Stunden oder Tage in der Woche „buchen“.
Im geräumigen Mehrzweckraum im Obergeschoss wird eine Familienhebamme unter anderem künftig Geburtsvorbereitungskurse leiten, die Einrichtung einer Babysittervermittlung ist geplant und der Familienentlastende Dienst sowie der Beratungsverbund Ostholstein bieten ihre Dienstleistungen an. Eine bislang einmalige Einrichtung in Schleswig-Holstein – das Lübecker Zentrum „Tip“ für suizidgefährdete Kinder und Jugendliche - soll künftig ebenfalls im Familienzentrum eine Anlaufstelle bieten.
„Das ist ein guter Tag für Bad Schwartau“, lobte Bürgermeister Gerd Schuberth angesichts der vielfältigen Hilfen. „Ein vorbildliches Familienzentrum“ habe die Lebenshilfe Ostholstein geschaffen.
Da alle Beteiligten in der Bauplanung an einem Strang gezogen hätten, sei es auch gelungen, die Fassade und das Gebäudeensemble zu erhalten. Durch einen Anbau, der von der Straße her nicht sichtbar ist, entstand gleichzeitig genügend Raum für eine moderne und kindgerecht ausgestattete Kinderkrippe. Rund 830.000 Euro hat die Lebenshilfe Ostholstein für Grundstück, Umbau und Einrichtung investiert, davon 324.000 Euro aus Eigenmitteln, weitere 155.00 Euro wurden vom Bund, 195.000 Euro durch die „Aktion Mensch“ und 150 000 Euro über Darlehn finanziert.
Das Familienzentrum ist  unter den Telefonnummern 0451/2929328 (Nadine Gradert, Koordinatorin Frühe Hilfen), 0451/2962758 (Bettina Meyer, Koordinatorin Familienentlastende Dienste) oder 0451/2962793 (Renate Offenborn, Integrative Kindertagesstätte) zu erreichen.

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