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Preetzer Geschichten

Preetzer Geschichten
Preetz
Das neue Jahresheft des Heimatvereins Preetz und Umgebung ist erschienen
War es Kaiser Lothar, dem die Preetzer Stadtkirche St. Lotharii ihren Namen verdankt? Man munkelt es – und wer war der Eigentumer der Schillinge, die Hans Möller in seinem Garten gefunden hat? Und wer weiß schon, dass die Fenster der Kapelle Sophienhof von einem wahren Meister gestaltet worden sind? Diese Fragen und noch viele mehr beantwortet in diesem Jahr das Jahresheft des Heimatvereins Preetz und Umgebung auf liebenswerte und fundierte Weise in elf Kapiteln. Zum 800. Geburtstag der Kirchengemeinde Preetz berichtet Volker Liebich, das Jahresheft auch seit vielen Jahren gestaltet und die Geschichten dafür zusammenträgt, in seinem Essay "Preetzer Kirchengeschichte" aus den Anfängen der Kirchengemeinde, als der Graf von Orlamünde von Heinrich dem Löwen die Immunitätsurkunde überreichte und 300 Hufen zur Besiedelung überließ. Ob Kaiser Lothar der III. tatsächlich der Namensgeber für die Preetzer Stadtkirche war – und dass dieses schöne Gotteshaus oft auch St. Lothar genannt wird, das wissen die wenigsten - ist nicht sicher, aber dass der deutsche König ein großer Stifter und Wohltäter war, sehr wohl. Davon berichten Axel von Stritzky und Elisabeth Posner in ihrem Essay. Und natürlich ist auch die Fortsetzung von Peter Pauselius`Geschichte über "Die Magie der Bilder" wieder im Jahresheft des Heimatvereins zu finden – spannend ist hier die Stummfilmzeit in Preetz dokumentiert vom ersten Wildwestfilm bis zum Kino namens "Deli". Von den Ausgrabungen auf der Haimkrogkoppel, dem neuesten Neubaugebiet der Schusterstadt, berichtet das Essay von Thorsten Lemm – denn hier hat man im Jahr 2008 die Spuren einer Besiedelung aus gleich drei Zeiten gefunden und kann die ersten Preetzer, die hier gewohnt haben, auf die Jüngste Bronzezeit datieren. Theresia Künstler und Gerd Dreßler haben sich der Alten Schwentine gewidmet, die im Schatten ihrer großen und berühmten Schwester ein bescheidenes Dasein fristet. Dabei ist sie ebenso geheimnisvoll und geschichtsträchtig. Die Alte Schwentine fließt von Bornhöved nach Preetz und Fluß wie auch Ufer-Landschaft haben so manches an Herrlichem und Wunderbarem zu bieten ebenso wie die ein oder andere Anekdote wie die von Gräfin Marie Aurora von Königsmarck auf Gut Perdoel, die ebenso wie ihre Nachbarin Anna Constantia von Brockdorff auf Gut Depenau die Mätresse Augusts des Starken war. Das Geheimnis der Schalensteine wird wohl nie enthüllt werden, aber was die wundersamen Einbuchtungen in den riesigen alten Steinen bedeuten könnten, das enthüllen Barbara und Jens Meyer in ihrem Essay. Die bewegende Geschichte zweier Waisenjungen, die ihrer Pflegemutter entrissen und als sogenannte "Reichsausschuss-Kinder" nur knapp der Euthanasie des dritten Reichs entkamen, erzählt Paul Ziemer nach den Berichten Werner Prien-Petersens. Eine wunderbare Geschichte ist die der Kirchenfenster der Kapelle Sophienhof, denn die werden dem großen Künstler Carl Julius Milde zugeschrieben, der auch in der Lübecker Marienkirche wirkte und sogar Fenster für den Kölner Dom schuf – Volker Liebich erzählt, wie es dazu kam. Das und vieles mehr findet man diesjahr in dem kleinen Heft mit dem Luftbild der Preetzer Stadtkirche auf dem Deckblatt - und ebenso den Hinweis auf die nächste Exkursion des Heimatvereins im Mai in das Gebiet rund um das Sventanafeld. Und am 13. März lädt der Heimatverein zur Jahreshauptversammlung um 15 Uhr in den Schützenhof ein. Eine Wanderung durch die Preetzer Geschichte ist es Jahr für Jahr, das liebevoll gestaltete Jahresheft des Heimatvereins Preetz und Umgebung – man erfährt aus gut recherchierten und mit Liebe zum Detail geschriebenen Geschichte, wie die Preetzer im Lauf der Zeiten gelebt, gewohnt und gearbeitet haben, wie sich Preetz und seine Umgebung entwickelt haben und der Flecken zur größten Stadt im Kreis wurde.

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