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"Das richtige Revier und Engagement"

Weltmeisterschaft der H-Boote kommt nach Neustadt
"Das richtige Revier und Engagement"
Neustadt
Ein besseres Geschenk kann sich der Neustädter Segler-Verein e.V. (NSV) zum 100- jährigen Bestehen des Vereins kaum wünschen. Der Traditionsverein bekam für die Weltmeisterschaft der H-Boote den Zuschlag und darf nun in den 10 Meisterschaftstagen vom 5. bis 11. August 2011 bei der erfolgreichen Segelveranstaltung seinen sportlichen Charakter unter Beweis stellen. Vorsitzender der Internationalen H-Boot Klassenvereinigung Hannes Heinz aus Landsberg am Lech freut sich bereits auf das Event an der Ostsee und setzt großes Vertrauen in die Verantwortlichen vor Ort. Besonders freute er sich, dass 1. Vorsitzender Dr. Detlef Göpfert, 2. Vorsitzender Stefan Moll und Mitglied des Organisationsteams Philipp Ismar bei der WM starten wollen und so überließ er den dreien kurzerhand seinen permanenten Startplatz für die Regatta.

FOTO: Bei H-Boot-Regatten geht es sportlich zu (Foto: H-Boot Klassenvereinigung).

Damit können sich die drei Segler in Ruhe auf die bevorstehende Meisterschaft konzentrieren und müssen sich nicht um die Qualifikation sorgen. Bürgermeister Henning Reimann freute sich bereits sehr auf die Veranstaltung und hob die "maritime Komponente" des herausragenden Segelstandortes Neustadt mit insgesamt 2.000 Liegeplätzen hervor und auch Kultur- und Tourismuschef Christian Lackner lobte Neustadt als große Plattform für den Segelsport. Dass man in Neustadt das richtige Revier und das richtige Engagement gefunden habe, bekräftigte auch noch einmal Hannes Heinz, der besonders dem NSV für seine Tatkraft dankte. Die Kosten für das Event belaufen sich auf cirka 50.000 bis 60.000 Euro. Ein bereits eingeplanter Großsponsor sei leider wieder abgesprungen, berichtete Hannes Heinz und ist glücklich, dass der NSV so viele Ehrenamtliche und Helfer aktivieren konnte beziehungsweise kann.

Der Präsident rechnet mit ungefähr 60 bis 70 teilnehmenden Booten. Diese sind 8,25 Meter lang und haben einen Tiefgang von 1,30 Meter sowie ein Gewicht von lediglich 725 Kilogramm und eine Segelfläche am Wind von 25 Quadratmetern. Damit ist sportliches Segeln garantiert. Das HBoot stellt europaweit die größte und weltweit die zweitgrößte beziehungsweise die größte, nichtolympische Kielbootklasse dar. Konstrukteur ist der Finne Hans Groop, von dessen Vornamen sich auch der Buchstabe "H" in der Bootsbezeichnung ableitet. Bei einer Regatta wird das Boot mit einer Besatzung von 3 bis 4 Personen und einem maximalen Mannschaftsgewicht von 300 Kilogramm gesegelt.

Die Beliebtheit des als Schärenkreuzer gedachten Bootes rührt einerseits von seiner Regattatauglichkeit her, andererseits ist es ein schönes und sicheres Familien- und Tourenboot, mit dem bereits erfolgreich der Atlantik überquert wurde. Die Beliebtheit des H-Bootes werde sich auch auf der Gästeliste wiederspiegeln, versprach Hannes Heinz und erläuterte, dass bereits "tolle Leute" aus olympischen Klassen das HBoot gesegelt hätten und viele von ihnen bei dem Event in Neustadt vor Ort sein würden. Neben vielen Wettfahrten ist während der Weltmeisterschaft auch ein Galaabend geplant.

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