Über ein Geschenk von 55 historischen Schwarz-Weiß-Fotografien des 1953 verstorbenen Liebhaberfotografens Theodor Möller durfte sich Julia Sutter, Leiterin des Plöner Kreismuseums, freuen. Es ist nach dem Triptichon und der Restaurierung der Plöner Gildefahne eine weitere Gabe der Fielmann AG, die ihr am vergangenen Donnerstag von Fielmann-Kunsthistoriker Jürgen Ostwald übergeben wurde. Es handelt sich um Motive aus dem Kreis Plön, die Theodor Möller zwischen den Jahren 1907 und 1951 aufnahm. Mit der Schenkung können die vergrößerten Abzüge der Originale aus dem Landesamt für Denkmalpflege einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Theodor Möller hat Zeit seines Lebens in ganz Schleswig-Holstein fotografiert – über 6.000 Orginal-Fotoplatten lagern im Archiv des Landesamtes für Denkmalpflege. Sie zeigen Landschaften, Dorf- und Stadtstrukturen und Menschen bei ihrer traditionellen Arbeit aus dem Kreis Plön. Fielmann fördert vor allem kleinere Museen, die selbst nur über einen geringen finanziellen Spielraum verfügen, erklärte Jürgen Ostwald. Landeskonservator Dr. Michael Paarmann freute sich über das Interesse von Fielmann, die Bilder diesen Museen nach und nach zur Verfügung zu stellen. „Die Kultur in Schleswig-Holstein hat derzeit wieder einen schwierigen Stand“, betonte Paarmann. „Es ist ein Schatz, den wir im Landesamt für Denkmalpflege beherbergen und sukzessive und mit lokalem Bezug weitergeben können.“ Alte Zustände, wie sie die Aufnahmen dokumentieren, interessieren Besucher und schärften den Blick für das, was wir an kulturellem Erbe haben. Die 30 x 40 großen Aufnahmen dokumentieren das bäuerliche Leben und den Wandel der Landwirtschaft und Industrialisierung. Die geschenkten Fotos zeigen unter anderem verschiedenen Ansichten auf das Plöner Schloss und die Plöner Innenstadt, auf das Herrenhaus, die Gutsscheune und die Vorstadt auf Gut Rixdorf, die Ruine Nienslag in Schönweide, die Vizelinkirche in Bosau, das Herrenhaus in Nehmten oder die Amalienhöhe im Park in Ascheberg. Julia Sutter ist begeistert von den tollen Fotos aus dem früheren Plön und seiner Umgebung und plant im kommenden Jahr eine Theodor Möller-Ausstellung, zu denen noch weitere Fotografien aus dem Kreisgebiet kommen werden.