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Neues Einsatzfahrzeug für die DLRG Haffkrug-Scharbeutz

Neues Einsatzfahrzeug für die DLRG Haffkrug-Scharbeutz
Haffkrug/Scharbeutz
Über ein neues Dienstfahrzeug können sich die Mitglieder der DLRG Ortsgruppe Haffkrug-Scharbeutz freuen. Am vergangenen Freitag stellten Ortsgruppenleiter Peter Franz und seine Mitstreiter die sogenannte „Mule“ auf dem Gelände der örtlichen DLRG vor. Umso bedeutender ist diese Anschaffung, weil damit zugleich die Neuausrichtung im Sicherheitskonzept der DLRG-Wasserrettung weiter vorangetrieben wird. So ersetzten bereits in den letzten Jahren so genannte IRBs (Inflatable Rescue Boats) - kleine, wendige Rettungsboote - die großen Seeboote, weil sie bedeutend schneller am Unfallort sein können und auch besser vom Strand aus handhabbar sind. Zugleich wurde mit der Nutzung von Quads begonnen, die den Rettungskräften im Zusammenspiel mit den IRBs am Strand mehr Mobilität geben. Die nächste Stufe dieser Entwicklung ist der partielle Übergang von den Quads zu den neuen Fahrzeugen. Dabei ist eine Mule zwar in der Endgeschwindigkeit langsamer als ein Quad, bietet aber bei nahezu gleichen Abmessungen alleine durch die zwei Sitze mehr Möglichkeiten.
Joachim Nitz, Tourismusdirektor der Gemeinde Scharbeutz, hob in seinen Grußworten die immense Bedeutung eines reibungslos funktionierenden Sicherheitskonzepts für eine Gemeinde wie Scharbeutz mit täglich bis zu 10.000 Badegästen hervor. Gewährleistet werde dies zum einen durch gutes Personal, zum anderen durch gute Ausstattung.
Und so kommt die Mule auch mit zahlreichen Extras daher - an Bord sind unter anderem ein Koffer zur Erstversorgung, ein weiterer mit einem Defibrilator und ein Surfbrett mit Paddel.
Insgesamt kostet die Neuanschaffung um die 15.000 Euro. Davon steuerte der Haffkruger Rolf Lauenstein rund 1.800 Euro bei. Anlässlich seines 80. Geburtstags hatte er anstelle von Geschenken um Spenden für die DLRG gebeten. „Schon als Jugendlicher habe ich ein Boot besessen und weiß, wie wichtig die Arbeit der DLRG ist“, begründete er sein Engagement.
Einsatz, den auch DLRG-Landesgeschäftsführer Thies Wolfhagen richtig einzuordnen wusste: „In Schleswig-Holstein gehören rund 2.000 Menschen der DLRG an. In keinem anderen Land der Welt gibt es vergleichbares ehrenamtliches Engagement im Bereich der Wasserrettung. Unser Dank bei dieser Neuanschaffung gilt der Verwaltung der Gemeinde Scharbeutz, allen Mitarbeitern der DLRG und natürlich dem Spender. Weiter so! So kann ehrenamtliches Engagement funktionieren!“

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