Beim PSV Eutin ist alles im Lot

Beim PSV Eutin ist alles im Lot
Eutin
Beim Polizeisportverein Eutin (PSV) ist alles im Lot. Selbst eine Anhebung der Mitgliedsbeiträge konnte die Harmonie im größten Eutiner Verein nicht trüben. Bei der Jahreshauptversammlung in den Kasinoräumen der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung und Bereitschaftspolizei (PD AFB) akzeptierten die anwesenden 60 stimmberechtigten Mitglieder die vom Vorstand vorgeschlagene Beitragserhöhung einmütig.

So werden erwachsene Mitglieder ab sofort monatlich elf statt bislang neun Euro zu erstatten haben. „Wir können nicht mehr anders“, erklärte der PSV-Vorsitzende Eckhard Meyer die Entscheidung der Vereinsführung. Auf Rücklagen des Vereins sei bereits zurückgegriffen worden, so der 55-Jährige. Auf Erhöhungen der Mitgliedsbeiträge bei den Familien und den Jugendlichen habe der Vorstand aber verzichten wollen. Rund 15.000 Euro würden dem Verein aufgrund der Anhebung mehr zur Verfügung stehen. „Geld, das wir dringend brauchen, um in den nächsten Jahren zurecht zu kommen“, appellierte der PSV-Chef an die Mitglieder.

Meyer hatte aber vor allem Positives zu berichten. Der Mitgliederbestand sei nach wie vor konstant. „Da haben andere Vereine größere Probleme“, so Eckhard Meyer. Ende vergangenen Jahres gehörten dem PSV Eutin insgesamt 1755 Mitglieder an, nur drei weniger als im Vorjahr. Der Verein verfüge derzeit über 102 Übungsleiter, die sich in fast 13.000 Stunden um die aktiven Mitglieder gekümmert hätten. Sie seien auch die Grundlage für unzählige Erfolge im vergangenen Jahr.

Neben etlichen Deutschen Meisterschaften seien vor allem rund 50 Landesmeistertitel für den PSV nach Eutin geholt worden. Die schwierige finanzielle Situation der Sportvereine und -verbände rief auch Birgit Kamrath-Beyer vom Kreissportverband Ostholstein (KSV) in Erinnerung. Nicht sparen am Sport, sondern sparen mit dem Sport müsse die Devise als Antwort auf die gesellschaftlichen Herausforderungen sein, so Kamrath-Beyer. „Der organisierte Sport braucht sichere finanzielle Rahmenbedingungen und Planungssicherheit durch die öffentliche Hand, denn der Sport leistet einen unverzichtbaren Beitrag für die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft“, appellierte die KSV-Vertreterin an die politisch Verantwortlichen im Lande und in den Kommunen.

Die Harmonie während der Versammlung drückte sich auch in einstimmigen Vorstandswahlen aus. So wurden Peter Sauvant als 2. Stellvertretender Vorsitzender, Jeannette Faber als Schriftwartin, Ole Jensen als Sozialwart und Markus Jockschat als Festwart wiedergewählt und Jugendwartin Sina Villbrandt bestätigt. Den Wahl- und Ehrungsausschuss bilden weiterhin Janina Peglow, Frank Hasse, Brigitte Frost, Kerstin Klärmann und Karin Wenzel. Eine ganze Reihe von Ehrungen und Auszeichnungen wurden während der PSV- Jahreshauptversammlung vorgenommen: Eine besondere Ehrung ging an Ingrid Ulleweit, die für 50-jährige Vereinstreue aus den Händen von Eckhard Meyer den Glasständer mit blauer Plakette erhielt.

Seit 40 Jahren gehören Heinrich Friedrichsen, Reinhard Krause und Günter Krebs dem PSV an und wurden dafür mit der Treuenadel in Gold geschlossen bedacht. Christa Dittmar und Elfriede Thormann sind seit drei Jahrzehnten mit dem Verein verbunden.

Marion und Dietrich Thiel sowie Frauke und Günter Witt blicken wie Gisela Loewel, Maria Aberhof und Marco Sieck auf eine 25 Jahre währende PSV-Mitgliedschaft zurück.

Die Ehrung aus besonderem Anlass mit der Ehrennadel in Gold geschlossen ging an Ruth Bardelmeier. Die Auszeichnungen als „Sportler des Jahres“ nahmen Janina Peglow und Marco Sieck entgegen.
Mannschaft des Jahres“ wurden die Oberliga-Turnerinnen des PSV. Die Pokale für die Ehrung zu „Jugendsportlern des Jahres“ nahmen Angelina Gliwitzki und Florian Wormeck entgegen.
Zur besten Nachwuchsmannschaft des Jahres wurde die A-Jugend „Gymnastik und Tanz“ gekürt.

Foto/Text hfr.