„Was Du anfängst, ziehst Du durch“ - Nach 18 Jahren an der Spitze: Fritz Schwardt rückt als Ehrenmitglied ins zweite Glied - Kein Nachfolger!

„Was Du anfängst, ziehst Du durch“ - Nach 18 Jahren an der Spitze: Fritz Schwardt rückt als Ehrenmitglied ins zweite Glied - Kein Nachfolger!
Kellenhusen.
Mit dem Fremdenverkehrs- und Gewerbeverein Kellenhusen hatte Fritz Schwardt vor 18 Jahren ein Kind geboren, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, dem Tourismus und vor allem der Acquisition neuer Gästegruppen Schwung zu verleihen. Mit beispielhaftem Engagement war er 18 Jahre als 1. Vorsitzender für den Verein im Einsatz, war treibende Kraft bei der Durchführung von Veranstaltungen und bei der Organisation von Messebesuchen stets an vorderster Front.

Aber nun galt es einen Gang tiefer zu schalten und die Hauptverantwortung in andere Hände zu legen.Doch trotz intensiver Bemühungen gelang es auf der Jahreshauptversammlung nicht, einen Nachfolger zu präsentieren. „Bis ein Kandidat überzeugt werden kann, sollen die Aufgaben auf mehrere Schultern verlagert werden“, erklärte der 2. Vorsitzende Detlef Behnke. Überzeugt waren die Mitglieder jedoch von der Idee, Fritz Schwardt aufgrund seiner außerordentlichen Verdienste zum Egrenmitglied zu ernennen. Glückwünsche gab es zudem von Bürgermeisterin Ingelore Kohlert, die außer lobenden Worten noch einen Gutschein für eine Gartenrose im Gepäck hatte.

Neben diversen Veranstaltungen, die der Fremdenverkehrs- und Gewerbeverein in 2011 durchführte und begleitete, unter anderem Ostereiersuchen, Dorfabende, Plattfischtage, Sandfiguren- und Strandburgenwettbewerb, Hubertus-Wochen sowie zahlreiche Messebesuche (der reporter berichetete), warb der Verein mit einer Postwurfsendung in Kellenhusen neue Mitglieder. Aktuell sind es 110. „2011 war kein Jahr zum Hurra schreien“, erläuterte Fritz Schwardt und forderte zum Fortschritt mit Augenmaß auf, um gerade älteren Gästen in der Vor- und Nachsaison ein vernünftiges Preis-Leistungsverhältnis anbieten zu können. Zudem hat der Verein viel Geld investiert, um mit einer Reihe von Filmen für Kellenhusen zu werben. „Denn Bilder sagen mehr als tausend Worte“, so Fritz Schwardt. 18 Jahre im Rückblick: Der Fremdenverkehrs- und Gewerbeverein wurde auf Initiative von Fritz Schwardt im November 1994 mit dem Ziel gegründet, die Werbung für Kellenhusen zu optimieren und zu stärken.

Schon im Dezember gehörten dem Verein 40 Mitglieder an. 1996 waren es schon 73. 1995 gingen die ersten Hubertus-Wochen über die Bühne, bei denen sich zahlreiche Prominente als Schirmherrn die Klinke in die Hand gaben. Live vor Ort waren beispielsweise der ehemalige Bundespräsident Johannes Rau, Ministerpräsident Peter Harry Carstensen sowie die Olympiasieger Bettina Eistel und Dr. Hinrich Romeike. Bis heute hat der Verein eine Menge Geld in die Werbung gesteckt. Vorausschauend sagte Fritz Schwardt: „Auch die Gemeinde müsste den Werbeetat erhöhen, um Nachhaltigkeit zu erwirken. Wir kommen nicht drumrum mehr Geld auszugeben, wenn wir bestehen wollen. Die touristische Entwicklung macht mir Sorgen. So sucht man Wellness in Kellenhusen vergeblich. In diese Richtung brauchen wir mehr Angebote.“

Wahlen: Neben dem 1. Vorsitzenden verkündeten auch Schriftführerin Bärbel Rohr und Beisitzer Handwerk Franz Kohlert, er nach ebenfalls 18 Jahren, ihren Rücktritt. Ihre Nachfolger heißen Isabelle Nokilski als Schriftführein und Claudia Henrich als Beisitzerin. Einzig in seinem Amt bestätigt wurde Beisitzer Gastronomie Heino Puck.