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Mit Baucentern, Tankstellen, als Energieversorger mit Heizöl und Erdgas oder als Hallenbauspezialist hat sich die team AG breit aufgestellt. Über das vielfältige Angebot vor Ort, bewährte Firmengrundsätze und aktuelle Tendenzen in den Bereichen Sanierung und Energieversorgung sprach der reporter Neustadt mit drei team-Bereichsleitern.
der reporter: Welche Innovationen haben die letzten Jahre in puncto Sanierung gebracht?
Holger Werner: Das Thema Sanierung ist ein gesellschaftlich sehr relevantes Thema in Deutschland. Eigentlich vererben wir gerade einen gesamten Hausbestand, der energetisch nicht mehr auf dem neuesten Stand ist. Man kann davon ausgehen, dass alles, was vor 1985 gebaut wurde, bedenklich ist. Bezüglich Dachdämmung beispielsweise hat man 1980 noch Dämmstärken von maximal 100 mm verarbeitet, heute sind wir bei 240 mm. Beim Wärmedämmverbundsystem sind wir mittlerweile auch bei Dicken von 160 bis 180 Zentimeter angekommen - früher waren es maximal 4 Zentimeter. Wobei energetische Sanierung immer ein Gesamtprojekt ist, bei der man das gesamte Haus betrachten muss, also Heizung, Dach, Fenster, Fassade. Allein die Heizung bringt nichts, und allein das Dach bringt auch nichts.
der reporter: Inwieweit ist das Team Baucenter Ansprechpartner im Bereich Sanierung?
Holger Werner: Wir sind kompetenter Partner in den Bereichen Dachdämmung, Wärmedämmverbundsystem, Innendämmung, Gebäudesanierung, Dämmtapeten und natürlich Öfen.
der reporter: Welche Neuigkeiten gibt es in punkto Öfen?
Holger Werner: Pelletöfen gewinnen in den nächsten Jahren mit Sicherheit mehr an Bedeutung auf dem Markt. Die Pelletöfen haben den Vorteil, dass man sie noch einfacher als andere Öfen an den Heizkreislauf anschließen kann. Das war früher nicht möglich, als man die Holzscheite noch mühsam selbst herstellen musste. Holzpellets bekommt man im 15 kg Sack, der je nach Werbung um die 4 Euro kostet. Mit einem Sack kommt man je nach Heizverhalten bis zu 4 Tage aus.
der reporter: Nächstes Jahr soll es ja eine erweiterte Energieeinsparverordnung. Muss man als Häuslebauer im nächsten Jahr wieder ganz neu denken und neu anfangen?
Holger Werner: Das Schöne an diesen neuen Energieeinsparverordnungen ist, dass die Praxis meistens erst sehr spät gehört wird, im Dämmstoffbereich aber heute schon daran gedacht wird. Da sind wir in Deutschland in vielen Bereichen schon weit vorne, zum Beispiel im Dachbereich und in der Wanddämmung, was Wärmeleitfähigkeiten, Materialien oder Brandschutz betrifft. Und das alles wird weiter berücksichtigt. Ab Mitte des Jahres werden die neuen Verordnungen schon mit in den Markt einfließen.
der reporter: Wie ist die Entwicklung in Sachen Fenster?
Holger Werner: Insgesamt kann man bei Bauelementen, wie Fenstern, den Werdegang ganz gut verfolgen. Bis Ende der 80er Jahre wurde eine Scheibe mit einem U-Wert (W/m²K)von 3.1 als normales Isolierglas verarbeitet. Heute sind wir bei einem Wert von 0,8-1,1 U-Wert(W/m²K). Es muss aber nicht immer gleich heißen: neue Fenster. Denn jedes Fenster kann, sofern der Rahmen in Ordnung ist, nachgerüstet werden. Auch hierfür sind wir der richtige Ansprechpartner. Auf jeden Fall ist ein Fenster ein technisches Produkt, das jedes Jahr gewartet werden sollte. Warten heißt einstellen, fetten, ölen und abdichten. Irgendwann sollte ein Fenster natürlich ausgetauscht werden. Man geht davon aus, dass nach 20 bis 25 Jahren die Fenster ausgewechselt werden müssen.
der reporter: Wie bewegen uns bislang auf einem sehr hohen Investitionsniveau. Gibt es auch für den kleinen Geldbeutel Tipps und Tricks, durch die man Energie sparen kann?
Holger Werner: Da könnten wir schon einen kleinen Warenkorb zusammenstellen, beispielsweise mit Öl, um die Fenster einzustellen oder Acryl für die Fugen. Dann können wir beim Licht Energiesparlampen oder aber LED-Leuchtmittel einsetzen. Zudem kann man mit entsprechenden Perlatoren bis zu 30 Prozent Wasser sparen. Die einzelnen Werte dieser kleinen Änderungen im Haushalt wird man am Strom- oder Wasserzähler kaum feststellen, im Laufe eines Jahres wird das schon einiges bringen.
der reporter: Warum überhaupt sanieren und wo liegen die größten Vorteile?
Holger Werner: Sanieren ist meiner Ansicht nach sinnvoll, um den CO2-Ausstoß nachhaltig zu verringern. Hinzu kommt, dass Energie eingespart wird und sich das natürlich auf den Geldbeutel auswirkt. Und man erreicht dadurch ein deutlich behaglicheres Gefühl in den Gebäuden, man hat ein höheres, ein besseres Wohnklima. Das ist für mich der größte Gewinn.
der reporter: Trotzdem kommt man nicht ganz ohne Energie aus. Kommen wir zur Gasversorgung vor Ort. Wie kam es zur team energie?
Kim Lorenzen: Eigentlich ist die team ja ein klassischer Ölhändler. Seit Oktober 2010 bieten wir auch Erdgas an. Gerade im Sanierungsbereich werden derzeit viele Ölöfen gegen Gasthermen ausgetauscht. Und der Heizölmarkt ist insgesamt eher rückläufig. Und da wir die Mitarbeiter, die wir heute beschäftigen, auch langfristig beschäftigen wollen, haben wir den Energieträger Erdgas mit in unser Portfolio aufgenommen. Wir versorgen deutschlandweit Privatkunden und Gewerbekunden bis zu 1,5 Millionen Kilowattstunden je Zähler. Ein klassischer Haushaltskunde bringt 20.000 bis 25.000 Kilowattstunden, das ist deutlich unter dieser Grenze.
der reporter: Welche Serviceleistungen bietet die team energie, wenn man den Gasanbieter wechseln möchte?
Thomas Dose: In dem Moment, wo ein Kunde bekundet, dass er gerne zu uns wechseln möchte, weil er festgestellt hat, dass er einen preislichen Vorteil bei uns findet, übernehmen wir den vollen Service von der Kündigung bis zur Belieferung. Der Kunde muss sich innerhalb dieses Zeitraumes um nichts kümmern, er bekommt eigentlich nur noch das Schreiben von uns, ab wann es los geht.
Kim Lorenzen: Wir bieten über die gesamte Vertragslaufzeit eine Preisgarantie an. Dabei gibt es verschiedene Laufzeiten von 12 bis 36 Monaten, in denen die Kunden mit keiner Preiserhöhung rechnen müssen, das garantieren wir. Gerade mit dem 36er-Produkt heben wir uns deutlich vom Wettbewerb ab, weil man auf dem freien Markt häufig nur eine Preisgarantie für 12 Monate bekommt. Das ist wirklich ein ehrliches Produkt, bei dem es keine Fallstricke gibt. Auch erheben wir keine Grundgebühr und das Risiko der Gaspreiserhöhung übernehmen wir.
der reporter: Gibt es weitere Anreize weshalb die Kunden zu Ihnen wechseln sollten?
Thomas Dose: Wir legen unser Augenmerk besonders auf die Kundennähe. Bei uns landen die Kunden bei Fragen nicht in irgendwelchen Callcentern, wo die Ansprechpartner gar nicht wissen, wo ihre Abnehmer wohnen. Wir bieten den Vorteil, dass wir regional bekannt sind und wir unsere Kunden auch persönlich kennen
Kim Lorenzen: Diese Branche war mal ein Monopol. Da hat man nicht von Kunden, sondern von Anschlussnutzern gesprochen. Die Kunden sind heutzutage völlig frei in ihrer Anbieterwahl, daher gewinnt die Kundenbindung über persönlichen Service zusätzlich an Bedeutung.
der reporter: Werden Sie auch mit dem Vertrieb von Strom starten?
Kim Lorenzen: In diesem Bereich befinden wir uns zurzeit in der Vorbereitung. Wir werden Mitte des Jahres mit dem Vertrieb starten. Dabei möchten wir, wie auch im Bereich Gas, vorgehen, sodass wir für die gesamte Laufzeit auch Preisgarantien ohne Grundgebühr anbieten. In dieser Region wird übrigens ebenfalls Herr Dose der Ansprechpartner sein, da viele Kunden ihn schon kennen und bereits mit ihm vertraut sind.
der reporter: Das sind ja viele Bereiche, die die team AG abdeckt. Wie kam es zu dieser Unternehmensentwicklung?
Kim Lorenzen: Die team Gruppe war ursprünglich der warenwirtschaftliche Teil der VR Bank Schleswig. Aufgrund des stetigen Wachstums wurde dieser Bereich 1999 als AG abgespalten.
der reporter: Können Sie uns die Bereiche Heizöl und Mineralöl noch etwas vorstellen?
Thomas Dose: Im Bereich Heizöl haben wir 35 Niederlassungen in Schleswig-Holstein Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen, davon unterhalten 34 ein eigenes Lager. Durch die kurzen Wege sind wir immer flott beim Kunden. Montags lassen wir in der Regel ein bis zwei Fahrzeuge undisponiert, damit der Kunde, der am Wochenende bemerkt, dass sein Öltank leer ist, innerhalb von einer 1½ Stunden seine Ware bekommen kann. Da sind wir also gut aufgestellt. Der Bereich Mineralöl und die damit verbundenen Serviceleistungen sind in der Region noch nicht so bekannt. Im letzten Jahr haben wir den Raiffeisen Mineralölhandel übernommen. Dann haben wir auch noch einen Esso-Vertrieb, das heißt, wir fahren mit rot-weißen Fahrzeugen, wir fahren mit grün-weißen Fahrzeugen. Jetzt kommen die gelben dazu. Daran muss sich der Kunde erst mal gewöhnen
der reporter: Bieten Sie auch Kooperationen in den Bereichen Reparaturen und Wartung an?
Thomas Dose: Vom Heizölpartner bis zur Tankreinigung bieten wir alles an. Wir arbeiten schon über viele Jahre mit unseren Kooperationspartnern zusammen und können diese auch zuverlässig und vertrauensvoll vermitteln. Auch da steht der Servicegedanke ganz klar im Vordergrund, denn nur zufriedene Kunden sind langfristige Kunden.
der reporter: Können Sie sich bei einem so großen Serviceangebot trotzdem noch preislich attraktiv platzieren?
Kim Lorenzen: Vor Ort sein und dann den allerbesten Preis haben, dass passt nicht immer zusammen. Aber für den Service, den wir haben, bieten wir einen sehr guten Preis an. Wenn man nur den Preis sieht, können wir uns natürlich nicht mit jemanden vergleichen, der nur eine telefonische Hotline hat, die immer besetzt ist, aber wir haben Mitarbeiter vor Ort, Preisgarantien und keine Vorauskasse.
Thomas Dose: Das wird aber auch von den Kunden akzeptiert und honoriert. Wir bieten beispielsweise auch an 365 Tagen im Jahr einen Notdienst an. In jeder Außenstelle ist immer ein Mitarbeiter, am Wochenende und auch abends zu erreichen, sodass der Kunde einen Ansprechpartner hat.
der reporter: Zusätzlich gehören zu der team AG auch Tankstellen. Welche Angebote hält team in diesem Bereich bereit?
Thomas Dose: Wir haben ein eigenes Team-Tankstellen-Netz und sind Partner im Tank-Pool-24, wo sich Mineralölhändler an verkehrsgünstig gelegenen Standorten zusammengetan haben. Unsere Kunden können darüber an über 400 Tankmöglichkeiten in ganz Deutschland und über 250 im benachbarten Ausland über eine persönliche Tankkarte Treibstoff beziehen. Wir vermitteln dem Kunden die Karte, über die er seine Abrechnung bekommt. Gerade im gewerblichen Bereich wird das sehr viel genutzt. Das bietet natürlich auch Speditionen eine flächendeckende Möglichkeit, um zu tanken. Wir haben erst kürzlich eine Tankstelle hier in Neustadt eröffnet. Weiter Standorte von Tank-Pool-24 sind zum Beispiel in Süsel, Eutin, Lensahn, Lübeck oder Hamburg.
Kim Lorenzen: Die Tank-Pool-Tankstellen sind auf den Gewerbebereich ausgelegt, das heißt dort bekommt man in der Regel nur Dieselkraftstoff. Die Team-Tankstellen sind aber komplett ausgerüstet zum Beispiel mit Automatenstationen, an denen man sich mit der Karte selbst bedient. Wir verfügen außerdem über Kompletttankstellen mit integriertem Shopbereich.
der reporter: Kommen wir abschließend nochmal auf die vielen Sparten der team AG. Konkurrieren die nicht untereinander? Welche Idee steckt dahinter und welche Vorteile hat der Kunde davon?
Holger Werner: Die Bereiche funktionieren gut nebeneinander. Ich glaube sogar, die Vielfalt ist ein gewaltiges Pfund, das man da in der Hand hat. Zu unserer Zielgruppe zählen all diejenigen, die einen Ansprechpartner haben wollen, der viele Themen lösen kann und wir bieten Heizöl, Gas und Energiesanierung an. Unternehmen, die nur ein Produkt vertreiben, können nur dieses eine Produkt hochleben lassen. Wir haben die Möglichkeit, den Menschen unterschiedliche Angebote zu machen. Im Grunde sind wir Händler und ein Handel hat immer die Aufgabe, seinem Kunden das beste Produkt zu geben. Wir versuchen, dem Kunden das für ihn bessere Produkt zu verkaufen. Oder auch mit dem Kunden zusammen eine Lösung zu erarbeiten und das, wie es bei uns heißt, von Mensch zu Mensch.
Thomas Dose ist seit 16 Jahren bei der team AG und leitet die team-energie-Geschäftsstelle in Eutin. Mit 13 Mitarbeitern und sechs Fahrzeugen kümmert er sich außerdem um die Auslieferung von Heizöl, Diesel und Schmierstoffen. Thomas Dose ist seit 34 Jahren glücklich verheiratet, hat zwei erwachsene Töchter und treibt gern Sport.
Holger Werner ist seit zwei Jahren Leiter des team Baucenter Neustadt. Insgesamt sind dort 30 Mitarbeiter tätig, die sich als kompetenter Partner für den Privatmann und den Bauunternehmer verstehen. Holger Werner ist seit 14 Jahren verheiratet und hat eine elfjährige Tochter. In seiner Freizeit erkundet der begeisterte Motorradfahrer die heimische Region.
Kim Lorenzen ist Leiter für den Bereich Erdgas in Süderbrarup. Mit fünf Mitarbeitern vor Ort und in den Niederlassungen bildet er die Experten für team energie aus. Zudem ist er zuständig für die Vertriebsleitung in Deutschland und koordiniert Werbemaßnahmen für den Erdgasbereich. In seiner Freizeit nutzt der gebürtige Flensburger die Kraft des Windes: Als Kitesurfer ist er dann auf dem Wasser unterwegs.