Erleben, wie Kunst entsteht - 1. Europäische Skulpturen Triennale unter Schirmherrschaft von Björn Engholm in Neustadt

Erleben, wie Kunst entsteht - 1. Europäische Skulpturen Triennale unter Schirmherrschaft von Björn Engholm in Neustadt
Neustadt.
Mächtig viel Staub wird demnächst in Pelzerhaken am Leuchtturm aufgewirbelt. Mit Flex und Hammerschlägen werden dort vom 16. bis zum 30. Mai fünf international wirkende Bildhauer verschiedenen Findlingen zu Leibe rücken, um große Steinskulpturen zu schaffen. Zuschauer können in dieser Zeit direkten Kontakt zu den Kunstschaffenden knüpfen und erleben, wie ein Kunstwerk entsteht. Die fertigen Steinskulpturen verbleiben am Ende des Symposiums in Neustadt und werden hier einen dauerhaften Platz finden.

Schirmherr der ersten Skulpturen Triennale ist der ehemalige Ministerpräsident Schleswig-Holsteins Björn Engholm. „Es kommt selten vor, dass eine Stadt mit 16.000 Einwohnern ein so mutiges Vorhaben angeht. In Zeiten, wo allerorts der Rotstift angesetzt wird und nur die ökonomischen Aspekte gesehen werden, sind Kunst und Ästhetik adäquate Antworten. Neustadt setzt damit langfristig auf den richtigen Trend“, sagte Björn Engholm am gestrigen Dienstag auf der Pressekonferenz in Neustadt.

Mit der künftig im dreijährigen Rhythmus stattfindenden Skulpturen-Triennale könnte Neustadt erneut ein sicheres Gespür für den richtigen Trend beweisen, findet in der Europastadt doch bereits seit 1951 das erfolgreiche „europäische folklore festival“ statt. „Ziel ist es, mit der Skulpturen-Triennale eine weitere qualitativ hochwertige und anspruchsvolle Veranstaltung zu etablieren, welche die besondere Verbundenheit Neustadts mit dem europäischen Gedanken nachhaltig nach außen trägt. Beide Veranstaltungen zeichnet zudem aus, dass sie in Schleswig-Holstein ein Alleinstellungsmerkmal darstellen“, sagte Stadtbaurätin Antje Weise. Bekannt sei schließlich auch, so waren sich alle Mitglieder des Organisationsteams einig, dass Neustädter ihre internationalen Gäste immer mit großer Freundlichkeit und Offenheit in ihrer Mitte aufnehmen.

Neben Familien, Kinder- und Jugendgruppen, Schulklassen, Senioren und Touristen, die mit den internationalen Künstlern ins Gespräch kommen können, sollen auch die zum Surffestival vom 17. bis zum 20. Mai anwesenden Wassersportler sowie die Teilnehmer der Max Oertz Regatta von 25. bis 27. Mai durch dieses besondere Kunstevent am Meer begeistert und unterhalten werden. „Ein weiteres Ziel ist es, Neustadt durch die wiederkehrende Veranstaltung in das Licht der Kunstexperten Schleswig-Holsteins zu rücken und so die Kunst- und Kulturszene des Nordens nachhaltig zu beleben“, betonte Antje Weise. Die 1. Europäische Skulpturen Triennale greift die Idee des Neustädter Kunstkilometers auf, der auf 14 Stationen zeitgenössische Kunst im öffentlichen Raum entlang der Promenade präsentiert.

Einer, der den Neustädter Kunstkilometer seit Jahren bereichert, ist der international wirkende Künstler Jo Kley, der die Idee eines Bildhauersymposiums bei einem Jahrestreffen des Neustädter Kunstkilometers erstmals vorschlug und das Symposium als Künstler, Kurator und Mitorganisator maßgeblich unterstützt. Weitere mitwirkende Künstler sind Hwang Seung Woo aus Südkorea, John Gogaberishvili aus Georgien, Miguel Isla aus Spanien, Kemal Tufan aus der Türkei und Jo Kley aus Deutschland.

Foto: Setzen sich mit der Skulpturen Triennale für mehr Kunst im öffentlichen Raum ein: Vorsitzender des Gewerbevereins Uwe Muchow, stellvertretender Bürgermeister Friedrich-Karl Kasten, Schirmherr der Triennale Björn Engholm, Stadtbaurätin Antje Weise, Hauptamtsleiter Jens Mildner, Stadtmarketingkoordinatorin Andrea Brunhöber sowie Kurator und teilnehmender Künstler Jo Kley (v. lks.).