Feuerwehreinsatz in der Silvesternacht

Feuerwehreinsatz in der Silvesternacht
Merkendorf
Im gerade begonnen neuen Jahr riss ein um 1.23 Uhr ausgelöster Feueralarm zahlreiche Feuerwehrleute weg von ihrer Silvesterfeier. Aus einer Scheune Ecke Oldenburger Straße/Lübsche Mühle stieg dicker Qualm auf. Da zunächst ein Feuer auf einem Reiterhof vermutet wurde, rückten Feuerwehren sowohl aus Neustadt als auch aus den umliegenden Gemeinden an. Schnell waren 92 Einsatzkräfte zur Stelle, um den Schaden zu begrenzen. Das geschah mit Erfolg. Die Scheune, in der Traktor und Heu lagerten, konnte so abgeriegelt werden, dass das Feuer auf die restlichen Wirtschaftsgebäude und die Wohnung nicht übersprang. Der Traktor konnte unbeschadet geborgen werden. Auch die zwei Pferde in den angrenzenden Stallungen blieben unverletzt. Die Neustädter Wehr war mit acht Löschfahrzeugen und 30 bis 35 Einsatzkräften bis morgens gegen 6 Uhr im Einsatz. Der entstandene Schaden wird auf cirka 50.000 Euro geschätzt. Während des Einsatzes kam ein Neustädter Feuerwehrmann mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Klinikum Neustadt. Das Feuer entstand aus bisher ungeklärter Ursache, vermutlich durch einen technischen Defekt. Die Ermittlungen durch die Kripo Neustadt laufen noch. Eigentümer dieses ehemaligen Reiterhofes ist seit vier Jahren ein Hamburger. Die Zwangsversteigerung sollte in Kürze erfolgen.

Weitere Einsätze in der Silvesternacht: In Neustadt brannten zwei Container, einer am Lindenweg/Butzhorn, einer am Marienhof. Neujahr - Dachstuhlbrand Klosterstraße 2: Einen weiteren Einsatz hatte die Neustädter Wehr am Neujahrstag um 13.30 Uhr in der Klosterstraße/Nähe Marktplatz in Neustadt zu bewältigen. Aus dem Dachstuhl des kleinen gelben, zwischen zwei Stadthäusern gelegenen Hauses, drang Rauch, den der in unmittelbarer Nachbarschaft in der Rosenstraße wohnende Helmut Nielsen aufsteigen sah. Er alamierte umgehend die Feuerwehr und lief zum Brandhaus, in dem die Mieterin nach ihrem Dienst als Rettungssanitäterin schlief. Helmut Nielsen machte durch Klingeln und Treten gegen Fenster und Türen so lange auf sich aufmerksam, bis die 21- Jährige von dem Krach aufwachte und aus dem schon stark verqualmtem Haus ins Freie trat. Mit einer Rauchvergiftung wurde sie von ihren Kollegen versorgt. Das Feuer konnte gelöscht und die umliegenden Gebäude geschützt werden. Die Brandursache ist noch unklar, vermutet wird hier als Auslöser ein Feuerwerkskörper. Geschätzter Schaden 30.000 Euro. Da das Haus in der Klosterstraße, das erst vor einem halben Jahr aufwendig saniert wurde, zur Zeit nicht bewohnbar ist, hat die Mieterin vorerst eine Bleibe bei Freunden gefunden.

Munter trotz nächtlichem Einsatz

Der sonst so gut besuchte unterhaltsame Neujahrs- Frühschoppen im Gerätehaus in Neustadt in der Kirchhofsallee für aktive und passive Wehrleute sowie deren Freunde war dieses Mal nicht so gut besucht wie in den Jahren zuvor. Grund waren die zahlreichen Einsätze, die die Neustädter Ehrenamtlichen in dieser Nacht zu bewältigen hatten. Allein 35 von ihnen waren von 1.23 Uhr bis morgens um 6.00 Uhr im Einsatz und bis 7.30 Uhr zum Aufklaren im Gerätehaus. So auch Florian und Daniel Jaekel, Thorsten Andreas und Sven Lesse. Sie erzählten von den Ereignissen in der Nacht. Und noch während sie sich beim wohlschmeckenden Kaffee unterhielten und mit leckeren Rollmöpsen stärkten, schrillte es schon wieder zum Alarm. Ab zum Einsatz in die Klosterstraße!