Großbrand in Merkendorf Reetdachhaus brannte komplett aus

Großbrand in Merkendorf Reetdachhaus brannte komplett aus
Merkendorf
Am Donnerstag um 23.32 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Großbrand nach Merkendorf gerufen. Nur 5 Minuten nach der Alarmierung waren die ersten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Neustadt und Schashagen vor Ort, der Brand eines reetgedeckten Doppelhauses hatte sich zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits ausgebreitet und das Dach brannte in voller Ausdehnung.

Die Familienmitglieder sowie deren momentan dort weilenden Gäste hatten sich rechtzeitig aus dem Gebäude retten können, sodass ein Personenschaden glu?cklicherweise nicht eingetreten ist. Den rund 100 Feuerwehrleute gelang es durch ihr fachmännisches und gezieltes Einschreiten die umliegenden Gebäude sowie den in nächster Nähe liegenden Pferdestall zu schu?tzen. Die windstillen nächtlichen Wetterverhältnisse kamen den Kameraden dabei außerordentlich zur Hilfe, so Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Hartmut Junge. Die Löscharbeiten dauerten bis in den Freitagmorgen. Erst am Freitag um 6.30 Uhr konnten die Löschzu?ge abru?cken, bis zum fru?hen Nachmittag blieben noch die Wehren aus Marxdorf und Logeberg als Brandwache vor Ort, um der Gefahr eines Schwelbrandes in dem großen Reethaufen rechtzeitig vorbeugen zu können.

FOTO: Die Reetdachkate brannte binnen ku?rzester Zeit lichterloh.

Obwohl das Dach noch in der Brandnacht von einem Bagger abgerissen worden war, konnte das Gebäude nicht gerettet werden, es brannte bis auf die Grundmauern nieder. Den gesamten Schaden schätzte die Feuerwehr am gestrigen Tage auf rund 250.000 Euro. Bislang ist die Ursache des Brandes noch nicht geklärt und so hat die Kriminalpolizei, wie in solchen Fällen u?blich, ihre Ermittlungen aufgenommen. Zur Zeit des Brandbeginns befanden sich die fu?nfköpfige Bewohnerfamilie und neun Gäste in der Reetdachkate. Dank der raschen Entdeckung des Feuers und des umsichtigen Verhaltens der Anwesenden blieben alle 14 Personen unverletzt. Die geschockten Eigentu?mer, Familie Breidbach, die gerade erst aus dem Sommerurlaub nach Hause gekommen war, konnte bis auf weiteres bei Nachbarn unterkommen und mu?ssen sich dank der Hilfe von Freunden auch in den nächsten Wochen keine Gedanken u?ber eine Bleibe machen. „Wir sind im Moment einfach nur erschöpft“, sagte Gabriele Jaschke-Breidbach zu der momentanen Gemu?tslage der Familie, die neben ihrem Haus, Wertgegenständen, Kleidung und Möbeln auch unzählige Erinnerungsstu?cke auf einen Schlag verloren haben.

Gleichzeitig zeigte sich das Ehepaar von der Solidarität der Dorfgemeinschaft u?berwältigt: „Wir möchten uns ganz besonders bei den Merkendorfern fu?r ihre Hilfe bedanken, die uns in der Nacht zum Beispiel mit Kleidung, Decken und Kaffee versorgt haben. Am wichtigsten war in den Momenten fu?r uns der Trost und die Anteilnahme, und dass die Nachbarn uns halfen, die völlig verängstigten Kinder einfach in den Arm zu nehmen und zu beruhigen. Soviel Hilfe hat uns sehr beeindruckt.“