Mit verbundenen Augen auf einem Hocheinrad drei brennende Fackeln jonglieren, Tische zum Schweben bringen und zerrissene Zeitungen und zerschnittene Seile wieder zusammen zaubern, all das und noch viel mehr konnten die 220 Gäste der Zaubergala „Magic Moments“ im Feuerwehrgerätehaus am vergangenen Samstag bewundern. Eine atemberaubende Show boten die acht Zauberkünstler und Comedians um Moderator und Zauberer Hieronimus, der mit kleinen Anekdoten, listigen Zaubereien und viel Witz und Charme durch das Programm führte.
Angekündigt als Houdini von Stockelsdorf, verzauberte zunächst Thomas Dettmann alias Detti das Publikum mit komödianter Entfesselungskunst und Schlangenbeschwörung. Gregi und Andreli ließen in einer amüsanten Show Tücher verschwinden und zauberten unter magischen Bechern so einiges hervor. Bauchredner Tim Becker hatte zwei Gäste im Gepäck, einen sprechenden Donut, der Michael Schuhmacher imitieren konnte und ein schizophrenes Kaninchen, das bereits Karrieren als Osterhase und Versuchskaninchen hinter sich hatte. Auch das Publikum wurde von vielen Zauberkünstlern mit einbezogen, sodass 1. Vorsitzender des Fördervereins Otto Stoehr nicht drum herum kam, auf der Bühne zu assistieren.
Danny Daniels zauberte beispielsweise aus Stoehrs Krawatte ein rotes Seidentuch und erklärte, dass dieses ein beliebtes Versteck für Zaubereien sei. Auch Bürgermeister Henning Reimann durfte dem Jonglage-Künstler Mike M. Paulsen behilflich sein auf sein Hocheinrad aufzusteigen, auf dem er schließlich mit verbundenen Augen brennende Fackeln jonglierte. Eine Zuschauerin musste sogar um ihre Hand fürchten, da Bert Engel sie bat, diese in seine Guillotine zu legen. Glücklicherweise zertrennte das Gerät zwar die „Kontrollgurke“, nicht aber die Hand der Zuschauerin.
Jörg Willich, der bereits im Magic Castle in Hollywood und vor dem jordanischen Königshaus in Amman zauberte, versetzte das Publikum durch beeindruckende Tricks ins Staunen. Er zauberte beispielsweise einen Zehn-Euroschein aus einer brennenden Zigarette hervor oder ließ ein Glas Saft in einer Tageszeitung verschwinden. Auch zeigte er seine telepathischen Fähigkeiten und erriet Karten, die er zuvor im Publikum verteilte. Marcel Kösling sorgte mit seinem schwebenden Tisch für einen glorreichen Abschluss der Veranstaltung, sodass das Publikum gut gelaunt und über die Zaubertricks grübelnd entlassen wurde. Eine gute Nachricht konnte Otto Stoehr am Ende des Abends noch verkünden. Das lang ersehnte Mannschaftstransportfahrzeug kann endlich beschafft werden, da nun ausreichend Spenden zusammengekommen seien.