Plöner Opfer des Nationalsozialismus

Plön
Am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus fand in diesem Jahr in der neuen Aula des Gymnasiums Schloss Plön eine ganz besonders bewegende Veranstaltung statt. Die Schüler der Arbeitsgemeinschaft Geschichte stellten die tragischen Schicksale von Menschen aus Plön und der unmittelbaren Umgebung vor, die zwischen 1933 und 1945 Opfer des Nationalsozialismus wurden. Unter der Leitung von Lehrer Karsten Dölger recherchierten die Schüler in einzelnen Fällen zum Teil über ein Jahr, um die nötigen Informationen zu erhalten. Am Holocaust-Gedenktag präsentierten die elf Schüler nun erstmals die Ergebnisse ihrer Nachforschungen.
Veranstaltungs-Tipps

"Es war ein Kraftakt"

Preetz
Der Ausbau der Kührener Straße, die enge zeitliche Vorgabe und die Witterung trugen dazu bei, dass die energetische Sanierung des Beruflichen Gymnasiums inklusive eines Erweiterungsanbaus im hinteren Gebäudebereich in den vergangenen zwei Jahren kein leichtes Unterfangen war. "Es war ein Kraftakt", brachte es Axel Böhm kurz auf den Punkt.

Über 2000 Brillen für Ouagadougou

Plön
Sechs große Kartons voller Brillen stehen im Verkaufsbereich von Optiker Bode in der Langen Straße, als Ricarda Dittrich von Sahel e.V. in die Filiale kommt, um das Ergebnis der Sammelaktion zu erfahren. Gemeinsam mit Filialleiter Thomas Tappert startete Ricarda Dittrich im Namen des Sahel e.V., der deutschen Vertretung  von Katrin Rohdes Stiftung A.M.P.O., am 23. November des vergangenen Jahres einen Aufruf im reporter, nachdem sie einen Monat zuvor in Burkina Faso von dringend benötigter Hilfe erfuhr.

Verkehrserziehung mit Musik und Spaß

Plön
In Zusammenarbeit mit der Polizei-Big Band Schleswig-Holstein leistete die Verkehrspolizei unter dem Motto "Polente on Tour" einen besonderen Beitrag zur Verkehrserziehung an der Rodomstorschule. Mit einem ständigen Wechsel aus Musik, Spaß und interaktiver Verkehrsschulung gelang es ihnen, zu jedem Zeitpunkt der rund 45-minütigen Veranstaltung die Aufmerksamkeit der 250 Schülerinnen und Schüler der 1. bis 4. Klassen auf sich zu ziehen.

Intensive Vernetzung von Tagesmüttern

Preetz
"Wir sind ja eigentlich eher Einzelkämpfer", sagt Anika Engel vom Kindertagespflegering für den Kreis Plön – und es ist eben diese Tagesmütterinitiative, die den Frauen, die kleine Leute liebevoll bei sich zuhause betreuen, ermöglicht, sich zu treffen und sich auszutauschen, während die Lütten bestens betreut zusammen spielen und krabbeln. Zustande kam die Spielgruppe durch Dagmar Hecht vom Elternservice der AWO – sie hat ein Projekt auf die Beine gestellt, das es möglich macht, dass Tagesmütter sich vernetzen, sich austauschen, einander unter die Arme greifen. Und daraus entstand eine Spielgruppe von fünf Tagesmüttern aus dem Kreis Plön, die sich alle zwei Wochen im Gemeindehaus der Bodelschwingh-Kirche.

"Fachkräfte? Ja, bitte"

Plön
Das Thema Fachkräftemangel ist schon seit geraumer Zeit in der gesellschaftlichen Diskussion präsent. Fachkräfte spielen eine zentrale Rolle für die Wettbewerbsfähigkeit von Betrieben. Gutes und ausreichend qualifiziertes Personal ist die Grundvoraussetzung, damit ein Betrieb überhaupt erfolgreich sein kann. Aber auch für die Region ist es wichtig, dass Fachkräfte vorhanden sind. Neue Firmen siedeln sich nur an, wenn sie in der Region genügend Personal mit dem nötigen "know-how" finden können. Mit einer neuen Initiative will das Jobcenter den Fachkräftemangel im Kreis Plön beheben.

Bühne frei für Nachwuchsmusiker

Preetz
Für alle Geigenkünstler, Schlagzeugartisten oder Nachwuchsbands aus dem Kreis Plön organisieren Jens Krabbenhöft, Lars Schur und Heiner Kreisel den ersten Preetzer Band Contest. Die drei erfahrenen Musiker, die sich seit drei Jahren auch für die Organisation des Bühnenprogramms auf dem Preetzer Schusterfest verantwortlich zeichnen, wollen in diesem Jahr dem Nachwuchs eine Chance geben: „Mitmachen kann jeder Musiker, ob nun als Solist, Duo oder in einer Band. Wir hoffen, dass sich junge Menschen aus den verschiedensten Musikrichtungen angesprochen fühlen“, so die drei Tonkünstler.

Kripo wieder in der Polizei-Zentralstation

Plön
Mit dem Jahreswechsel kam es bei der Plöner Kriminalpolizei zu räumlichen, strukturellen und personellen Veränderungen. Aus den angemieteten Diensträumen am Markt 6-8 ging es zurück in das Gebäude der Polizei-Zentralstation. Durch die Fusion der Polizei-Bezirksreviere Plön und Kiel im Jahr 2010 sowie der Einrichtung einer Regionalleitstelle in Kiel stand in der Hamburger Straße ausreichend Platz zur Verfügung. Erst jetzt mit dem Umzug der Kriminalpolizei werden die Räumlichkeiten in der Polizeistation wieder optimal genutzt. Organisatorisch ist die Plöner Dienststelle nun bei der Kieler Kriminalpolizei angebunden und fungiert somit nur noch als Außenstelle. Für das Personal hat diese Anbindung jedoch keine Konsequenzen. Die insgesamt 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleiben weiterhin Bestandteil dieser Dienststelle, können bei komplexeren Ermittlungsvorgängen sogar noch von Kieler Kripo-Beamten unterstützt werden.

Zurückschauen, hinsehen, verhindern

Plön
Holocaust: „Nur wer merkt, das so etwas nicht zu ertragen ist, wird das verhindern wollen, wach und aufmerksam sein“, brachte Bürgervorsteher Hans-Jürgen Kreutzburg die Bedeutung des 27. Januar auf den Punkt. Gemeinsam mit der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde gestaltet die Stadt eine Veranstaltung, um den Opfern der Nationalsozialisten zu gedenken. 1996 rief Bundespräsident Roman Herzog die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 als offiziellen Gedenktag aus. „Auschwitz ist der Begriff für den Massenmord an den europäischen Juden“, stellte Kreuzburg fest. Die Stadt Plön organisiert seit 2009 an diesem Jahrestag unterschiedliche Veranstaltungen gegen das Vergessen. Viel Resonanz habe die Ausstellung über den Mord an Kindern hervorgerufen, die im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit mit der Regionalschule entstanden ist und in der Aula am Schiffsthal gezeigt wurde. „Sie hat nicht nur mich tief bewegt“, blickte der Bürgervorsteher zurück und lobte das Engagement der Regionalschule, die auch den Volkstrauertag mit ausgerichtet hat.

Viele Tänze und ausgelassene Stimmung

Preetz
Der Wilde Westen liegt in Schleswig-Holstein, zumindest was die Begeisterung für Line Dance angeht. Dieser Art von Gruppentanz, zu der man keinen Partner braucht, haftet nichts Exotisches mehr an, denn Line Dance ist heute Breitensport. So feierten am Freitag, dem 20 .Januar die Hot Line Dancer des PTSV ihr 10-jähriges Jubiläum im Preetzer Schützenhof. Dazu hatten sie viele Tänzer anderer Vereine zum gemeinsamen Tanzen eingeladen und gekommen waren Vereine aus Eckernförde, Hamburg, Kiel, Lübeck und Lütjenburg.

Sterben - gehört zum Leben dazu

Plön
Fünfzig kleine Flammen setzen im Dunkeln des Gemeinderaums Lichtakzente. Jedes symbolisiert das verloschene Leben eines Menschen. Die Plöner Hospizler erinnern sich gerne an ihre Begegnungen und zünden die Teelichte für diejenigen an, die im vergangenen Jahr gestorben sind. Auch bei ihrer Jahresversammlung gehörten ihre Gedanken zunächst den Mitmenschen, die sie auf dem letzten Wegstück ihres Lebens begleitet haben. Bei der Versammlung hat die Hospizinitiative Silke Eckeberg zur neuen Vorsitzenden gewählt. Friedhelm Zastrow verzichtete auf eine erneute Kandidatur. „Dieser Wechsel war wohl vorbereitet“, erklärte Zastrow zur Begründung. „Zum einen wird man nicht jünger und zum anderen ist ein qualifizierter Führungswechsel für die Weiterentwicklung von Gruppen hilfreich und notwendig.“ Es gelte lediglich den richtigen Zeitpunkt zu treffen, wo man nicht länger bleiben sollte.

Nachwuchsspieler suchen Verstärkung

Plön
Kilian, Collin, Paul, Fynn, Lennard, Yannick und Bjarne üben jeden Freitag gemeinsam ihre große Leidenschaft aus: schnell das Trikot des Lieblingsspielers überziehen, rein in die Fussballschuhe und dem Ball hinterherjagen. Voller Freude eifern die sieben G-Jugend-Fussballer von Eintracht Plön ihren großen Vorbildern nach. Für 6-jährige Nachwuchstalente ist es wohl selbstverständlich, dass sie ihrem sportlichen Hobby unbekümmert nachgehen können. Doch die Situation gestaltet sich eindeutig schwieriger. "Momentan ist es nämlich eine Elterninitiative", erklärt Andrea Jenssen.

"Hier dürfen alle Frauen trainieren"

Preetz
Eine tolle Gelegenheit, das neue Jahr sportlich zu beginnen und gefasste Vorsätze wirklich auch mal umzusetzen, bietet der Preetzer Finess-Club für Frauen "Mrs. Sporty" – am kommenden Samstag, dem 21. Januar öffnet der Sportclub von 9 bis 16 Uhr seine Türen für alle interessierten Frauen. "Wer ein paar Pfunde verlieren oder einfach weder fitter werden möchte, ist herzlich eingeladen", so Inger Möller-Timm, die Inhaberin von Mrs. Sporty, "aber auch, wer einfach Lust auf Sport und Spaß dabei hat, schaut mal rein."

Kabarett Herzschmerz im "Schützenhof"

Preetz
Gleich zu Jahresbeginn heißt es im Preetzer Schützenhof "Volles Programm voraus" – hier kann man im Januar und Februar Tränen lachen, Tanzen bis der Arzt kommt und sich an alte Zeiten erinnern und natürlich immer köstlich speisen, Feste feiern oder einfach nur abends mit Freunden ein Glas Wein trinken. Am nächsten Wochenende sind als erstes Highlight des Jahres gleich gern gesehene Gäste da – das Kabarett Herzschmerz aus Berlin steht mit "Zille's Damen, Dirnen, dufte Meechen – Lieder und Texte rund um die Berlinerin" auf der Bühne des Schützenhof-Saales.

Tortenkunst in Dersau

Dersau
Sahnetupfer, Borkenschokolade, wenn es schön werden soll, Zuckerrosen und eine Marzipandecke – wie echte Tortenkunst aussieht, weitab von der Tortenkultur der meisten Küchen, zeigen ab dem kommenden Wochenende drei Tortenkünstlerinnen in der Galerie "Unter Reet" in Dersau. Sybille Koch, Nancy Weidemann und Sylvie Zenz sind Tortenkünstlerinnen aus Leidenschaft – und während die Konditorin Weidemann und Zuckerkünstlerin Zenz auch beruflich Tortenkunstwerke erstellen, ist die Dersauerin Sybille Koch Autodidaktin und reine Hobbytortendekorateurin.

„Für Pessimismus und Schwarzmalerei ist kein Platz in 2012“

Preetz
Wie schnell doch die Zeit rennt – wieder ist ein Jahr vorbei. Vieles ist geschafft worden im Jahr 2011, doch auch für 2012 steht wieder Einiges auf der Agenda. Zum Neujahrsempfang der Stadt Preetz waren Kontakte der Stadt zu den Repräsentanten der Wirtschaft, der Politik und des Ehrenamtes sowie Preetzer Bürgerinnen und Bürger am vergangenen Sonntag herzlich eingeladen. Der Empfang begann mit einem Lied der Sternsinger, die anschließend das Preetzer Rathaus segneten. Bürgervorsteherin Renate Müller-Loennies machte als erste Rednerin den Auftakt und sprach ihre Neujahrswünsche aus.

El viva España

Plön
Hemmungen ablegen und einfach mal drauflos schwatzen - so lautet Brixl Harms Rezept zur „Pflege“ von Fremdsprachen. Kurzerhand wurde vor einigen Jahren ein Spanisch-Stammtisch gegründet, der die Möglichkeit ungezwungener Gespräche bei gleichzeitigem Sprachtraining bietet. „Ich bin in Kolumbien aufgewachsen und später nach Europa gekommen“, erzählt die ehemalige Lehrerin über den Hintergrund der geselligen Runde. Fortan habe sie nur noch selten Gelegenheit gehabt, sich auf Spanisch zu unterhalten. „Ich hatte einfach das Bedürfnis, wieder einmal frei von der Leber weg zu sprechen – ganz ohne Ansprüche.“

Klopft an Türen, pocht auf Rechte

Plön
„Klopft an Türen, pocht auf Rechte!“ – getreu ihrem Motto klopften am Wochenende nach dem Dreikönigstag wieder zahlreiche Sternsingerkinder fleißig an Türen, um Segen zu bringen und Spenden für Kinderrechte in Nicaragua und auf der ganzen Welt zu sammeln. Am Samstag trafen sich die Kinder mit Eltern, Pastor Jörn Kress und Gemeindereferent Hubertus Lürbke früh am Morgen in der katholischen Kirche St. Antonius in Plön und machten sich nach gemeinsamer Andacht auf den Weg, den Segen nach Plön, Ascheberg, Dersau und Umgebung zu bringen.

"Man ist ja auch bei der Freiwilligen Feuerwehr"

Preetz
Ganz selbstverständlich sei es für ihn gewesen, immer weiter zur Blutspende zu gehen, erzählt Hans Buhmann, der beim Blutspendetermin in der vergangenen Woche für seine 100. Spende geehrt wurde. Stattliche 50 Liter und damit das Siebenfache seines eigenen Blutes hat Hans Buhmann damit in seinem Leben schon gespendet und wahrscheinlich damit zahlreiche Leben gerettet, Kranken geholfen, wieder gesund zu werden, und dazu beigetragen, erfolgreich gegen Krankheiten zu kämpfen.

1.300 Euro für das Wohl der Patienten

Preetz
Wer am Nikolaustag als Besucher oder als Patient im Preetzer Krankenhaus war, der hat sicher nicht nur köstlichen Punsch- und Bratwurstduft gerochen sondern auch den fröhlich-weihnachtlichen Trubel genießen dürfen, der rund um den Nikolausstand des Fördervereines der Klinik war. Denn hier gab es nicht nur an der Tombola großartige Preise zu gewinnen, hier war auch Gelegenheit für einen Schnack, Zeit für einen Kaffee und die Möglichkeit, sich über die Arbeit des Fördervereines zu informieren – denn um den drehte es sich am Nikolaustag im Foyer der Klinik, und damit auch um das Wohlbefinden der Patienten. Denn dafür setzt sich der Förderverein der Klinik Preetz mit aller Kraft und großem Engagement ein – dank zahlreicher Spenden konnte bereits der Wartebereich im ersten Stock der Klinik wohnlich und schön gestaltet werden, eine Musikanlage konnte angeschafft werden, die die Wartezeit angenehmer macht, eine Kinderecke wurde eingerichtet und Marvin "adoptiert", die kleine Therapiepuppe, die seit ihrem Einzug rege im Einsatz in OP und Krankenzimmern ist.

Das neue Jahrbuch der Heimatkunde AG – ein Gang durch die Kreisgeschichte

Plön
Lebenswege hinter den Grabmälern der Johanniskirche, Schilfsterben und die Veränderungen am Großen Plöner See, der Nationalsozialismus in Wankendorf, uralte Bohlenspeicher, Fotochronist Theodor Möllers Blick durch die Kamera vor rund 100 Jahren – eine Fülle auf den Kreis Plön bezogener Themen findet sich in den Beiträgen des neuen Jahrbuchs der AG Heimatkunde. Zusätzlich hat der Verein einen Registerband herausgegeben, der Auskunft über die behandelten Themen und Schwerpunkte der letzten zehn Jahre gibt. Jahrbuch-Redakteurin Silke Hunzinger hat die Bücher zum Jahreswechsel vorgestellt und die Inhalte der Aufsätze in Worten skizziert.