Hinter ansprechend dekorierten Aufschnittplatten steckt viel akkurate Arbeit
30 Schüler der Ausbildungszweige Fleischereifachverkäufer und Fleischer im Berufsbildungszentrum Plön nahmen am vergangenen Donnerstag an einem Intensiv-Seminar zum „Dekorieren von Aufschnittplatten“ teil. Es ist das zweite Mal, dass dieses Seminar im Regionalen Berufsbildungszentrum statt fand. Fachlehrerin Martina Becker hatte es im vergangenen Jahr ins Leben gerufen und die Gewürzfirma Avo um Unterstützung dabei gebeten, um den Auszubildenden die Möglichkeit zu geben, ihre Fertigkeiten und Fähigkeiten im Bereich Platten legen zu vertiefen. Denn das ist Bestandteil der Zwischen- und Anschlussprüfung und „nicht in jedem Betrieb der Lehrlinge sind die Übungsphasen gegeben. Einige haben das heute zum ersten Mal gemacht“, weiß Martina Becker. „Hier haben wir einen Raum dafür geschaffen, das theoretisch Erlernte in die Praxis umzusetzen.“ Zudem schlage man zwei Fliegen mit einer Klappe, denn nicht nur, dass die Auszubildenden wertvolle Tipps erhalten, auch für die Fachlehrer ist es eine Art Weiterbildung, wenn sie die neuesten Trends erfahren. „Für diese Kür holen wir uns die Profis von Außerhalb, um uns Ideen und Impulse zu holen.“ Unter der Leitung von Gabriele Scholz, probierten die Schüler verschiedene Legetechniken mit den gesponserten Lebensmitteln aus, anschließend brachte sie ihnen unterschiedliche Dekorationsmöglichkeiten näher. Im letzten Schritt erstellten die Schüler ihre eigene Platte, die sie im Anschluss mit nach Hause nehmen konnten. „Ich zeigen den Teilnehmern was es neues gibt und hilfreiche Kniffe für die Zwischenprüfung“, so die Trainerin. „Es ist eine wahnsinnige Materialschlacht, die ohne die freundliche Unterstützung der Sponsoren gar nicht möglich wäre“, betont Martina Becker. Unterstützt wird das Seminar von der Firma Avo, der Innung, Edeka, famila und coop. Sie sieht das Ziel vor allem darin, dass jeder seinen eigenen Fortschritt macht und seine eigene Kreativität steigern kann, indem er seine Platte nach den individuellen Fähigkeiten gestaltet. „Jeder Schüler hat für sich gelernt, kreativ zu sein“, so Becker. „Es ist eine gute Vorbereitung für die Zwischenprüfung“, bestätigt auch Annika Janke, Auszubildende zur Fleischereifachverkäuferin im zweiten Lehrjahr. Und auf den ersten Blick sieht sicherlich so mancher Genießer gar nicht, welche Arbeit hinter den leckeren und hübsch aussehenden Platten steckt. Denn wenn die Optik geprüft wird, geht es nicht allein um den Gesamteindruck, sondern so muss zum Beispiel auch jeder Abstand – zum Rand und auch zwischen den Lebensmitteln muss akkurat sein. Und neben der speziellen Legetechnik bedürfen Schmuckstücke wie Blätter aus Salatgurken und Schwäne aus Apfelscheiben einer gelernten Schnitttechnik, die man erst einmal beherrschen muss. „Je öfter man das macht, desto besser sitzt es“, so Annika Janke. Und sie müssen noch schneller werden. „Wir brauchten etwa 60 Minuten, in der Prüfung haben wir nur 40 Minuten zur Verfügung.“