Wer am Nikolaustag als Besucher oder als Patient im Preetzer Krankenhaus war, der hat sicher nicht nur köstlichen Punsch- und Bratwurstduft gerochen sondern auch den fröhlich-weihnachtlichen Trubel genießen dürfen, der rund um den Nikolausstand des Fördervereines der Klinik war. Denn hier gab es nicht nur an der Tombola großartige Preise zu gewinnen, hier war auch Gelegenheit für einen Schnack, Zeit für einen Kaffee und die Möglichkeit, sich über die Arbeit des Fördervereines zu informieren – denn um den drehte es sich am Nikolaustag im Foyer der Klinik, und damit auch um das Wohlbefinden der Patienten. Denn dafür setzt sich der Förderverein der Klinik Preetz mit aller Kraft und großem Engagement ein – dank zahlreicher Spenden konnte bereits der Wartebereich im ersten Stock der Klinik wohnlich und schön gestaltet werden, eine Musikanlage konnte angeschafft werden, die die Wartezeit angenehmer macht, eine Kinderecke wurde eingerichtet und Marvin "adoptiert", die kleine Therapiepuppe, die seit ihrem Einzug rege im Einsatz in OP und Krankenzimmern ist.
Der Maler des Preetzer Krankenhauses Christian Bruschkat steht mit Leib und Seele hinter dem Förderverein seiner Klinik – "und ich dachte, man müsste irgendetwas tun, um ihn zu unterstützen", schmunzelt er. Rasch kam die Idee einer großen Tombola auf – natürlich mit Bratwurst- und Punschverkauf in der Weihnachtszeit. "Der Nikolaustag könnte ein guter Tag für eine Aktion für den Förderverein sein – dann sind eine Menge Besucher im Haus, die Lose kaufen und eine Wurst essen." Also zog er durch Preetz und warb überall für die Nikolaustags-Tombola Preise ein – und die Bereitschaft der Preetzer, von Kaufleuten, Privatpersonen und Mitarbeitern der Klinik, gewesen, sich mit einem Preis an der Tombola zu beteiligen und so einen Beitrag zur wertvollen Arbeit des Fördervereins zu leisten, erzählt Bruschkat – kaum einmal sei seine Bitte auf taube Ohren gestoßen. "Vielmehr waren die Gewinne teilweise wirklich üppig, die gespendet wurden." Sie reichten von der Bohrmaschine über den Ölwechsel, die Kaffeemaschine, Präsentkörbe, Gutscheine für Essen, Einkaufen oder einen Tannenbaum bis hin zu Wein und Büchern, aber auch Selbstgestricktes und Marmelade – "es waren durchweg tolle Geschenke, über die man sich freut und kein Krempel – und überall steckte viel Herz drin", freut Christian Bruschkat sich noch heute beim Gedanken an die Großzügigkeit der Preetzer. "Dafür gebührt allen ein riesengroßer Dank." Denn nur durch die tollen Preise und die gute Arbeit des Fördervereins konnten alle 1.2150 Lose verkauft werden – um 12 haben wir angefangen und um 14.30 Uhr waren alle Lose weg", erzählt Dr. Lutz Wettwer vom Förderverein strahlend. "Wir konnten es kaum glauben." Es wurden rund 300 Würstchen verspeist, Unmengen an Crêpes geschmaust, die Dr. Ralf Biallas zauberte, und zahllose Becher Kaffee und Punsch ausgeschenkt – und auch deren Erlös wandert in den großen Topf des Fördervereins, in den Christian Bruschkat nun stattliche 1.300 Euro einzahlen konnte, eine Summe, die ihn selbst fast ein bisschen staunen lässt. "Eigentlich war das ja nur eine Feuertaufe, ein Versuchsballon, aber dass das gleich so einschlägt, hätte ich nicht gedacht", strahlt er. Strahlen lässt eine solche Summe aber auch den Vorstand des Fördervereins – im Gedanken daran, was damit alles für die Patienten und die Klinik bewegt werden kann. "Wir wollen bei der Anschaffung von Dingen helfen, die im Budget nicht vorhanden sind – die aber das Haus schöner und wohnlicher für die Patienten macht", so Dr. Lutz Wettwer, "alles, was zum Wohlfühlen beiträgt, was aber kein medizinischer Bedarf ist." So konnten für das Krankenhaus und vor allem für seine Patienten kommode Liegen im Aufwachraum für ambulante OPs angeschafft werden, große Töpfe mit Pflanzen in Hydrokultur, denn Erde darf im Krankenhaus nicht verwendet werden, Bilder und gemütliche Stillkissen für die frischgebackenen Mamas und ihre Babys auf der Wochenstation – Dinge, die die fast familiäre Atmosphäre, das vertrauensvolle Klima in der Klinik unterstützen, damit die Patienten sich noch wohler und geborgener fühlen. Seit fünf Jahren besteht der Förderverein der Klinik Preetz nun, verfügt über 50 Mitglieder, die ruhig noch Verstärkung haben können – Flyer zum Förderverein liegen überall im Haus aus, ein Antrag auf Mitgliedschaft ist gleich mit dabei. Aber auch großherzige Spender sind immer herzlich willkommen – und wer, auch nur schnell mal auf einen Besuch, durch das Preetzer Krankenhaus geht, der entdeckt die Spuren, die der Förderverein hinterlässt, überall. Sein Bestreben ist es über das Wohlgefühl und die Geborgenheit der Patienten hinaus, auch die Klinik in ihrer Form zu erhalten. "Wir möchten helfen, dass das Krankenhaus, wenn möglich auch in öffentlicher Trägerschaft, bestehen bleibt", so Dr. Wettwer, "es hat ein Rundum-Angebot für die Bevölkerung des Kreises Plön, ein breites Angebot der Grund- und Regelversorgung, und das soll auch so bleiben." Das Geld von der Nikolaus-Tombola wandert jetzt in den großen Topf des Fördervereins – "die Anschaffungen werden meist auf Wünsche aus dem Pflegepersonal heraus getätigt, denn die Schwestern, Pfleger und Ärzte wissen am besten, was die Patienten brauchen", sagt Dr. Wettwer, "und wenn jetzt Wünsche kommen, dann können sie erfüllt werden." Alle Informationen über den Förderverein der Klinik Preetz sind auch unter www.foerderverein-kp.de zu finden.