Die besten Vorleser aus dem Kreis Plön wurden beim 51. Vorlesewettbewerb in Plön ausgezeichnet
Die Anspannung war den Schüler der 6. Klassen anzumerken – mucksmäuschenstill warteten die Vorleser und Zuhörer im Kreistagssitzungssaal der Kreisverwaltung Plön vor dem Beginn der Veranstaltung: Der Vorlesewettbewerb hat schon Tradition und wieder haben sich Hunderttausende lesebegeisterte Schüler der 6. Klassen auch in diesem Schuljahr am größten bundesweiten Lesewettstreit beteiligt. Am vergangenen Mittwoch zogen auch die Schüler aus dem Kreis Plön ihre Zuhörer in den Bann ihrer Geschichten. Nachdem Gerhard Jakubowski, Rektor der Friedrich-Ebert-Schule die Jury Mitglieder und Kandidaten vorgestellt hatte, bedankte er sich noch einmal herzlich für das organisatorische Talent von Siglinde Schneider, die auch in diesem Jahr wieder den Vorlesewettbewerb ins Rollen brachte. Leider hatte der Börsenverein vor drei Wochen auf Grund eines selbst verordneten Sparprogramms angekündigt, die kleinen Buchpräsente zu kürzen. “Diese Maßnahme stieß auf so viel Proteste, dass der Initiator des Wettbewerbs doch noch einlenkte, die Werbewirksamkeit ist doch viel größer, als diese geringen Kosten zu übernehmen.“ erklärte Schulrat Jürgen Hübner. So konnten sich die Gewinner auf Buchpreise und zusätzlich noch über einen Büchergutschein freuen. Neun Schüler traten in drei Gruppen zur Lesung an. Sie hatten sich schon vorab in ihren Schulen für den Wettbewerb qualifiziert und konnten sich schon jetzt als Gewinner fühlen. Beginnend mit der „Kür“ stellten sie ein eigenes Buch vor und das ausgewählte Kapitel wurde mit viel Intonation vorgetragen. Bei der „Pflicht“ im zweiten Teil wurde ein unbekannter Text aus einen Buch vorgelesen. Um diese Aufgabe Niveau gerecht zu bewältigen wurden diese Bücher vom Jurymitglied Maike Simon, Bibliothekarin aus der Buchhandlung Schneider mit viel Sorgfalt und altersgerecht ausgesucht. Auch diese Prüfungsaufgabe wurde von den Vorlesern entsprechend souverän gelöst. Am Ende fiel die Entscheidung der Jury sichtlich schwer, die Sieger zu ermitteln. Alle hatten sich wacker geschlagen und die Zuhörer mit ihren lektorischen Künsten eingefangen. So manches hier angelesene Buch wird da wohl noch über den Ladentisch gehen, den diese erfolgreiche Leseförderungsaktion soll Kinder und Jugendliche ermuntern, sich mit erzählender Literatur zu beschäftigen, Einblicke in die Vielfalt der aktuellen und klassischen Kinder- und Jugendliteratur vermitteln und sich zum gegenseitigen Zuhören sensibilisieren. Sieger der Förderzentren wurde Markus Wolf (Förderschule Preetz) mit dem Buch von Antje Fröhlich „Benny, ich und der Fall Tuckermann“. Gegen die Konkurrenz der Gymnasien und Gemeinschaftsschulen setzte sich Luka Evers mit seinem Vortrag aus dem Buch von Corinna Bomann „Sturmsegel“ durch und Chantale Mündkemöller überzeugte die Jury mit ihrem Vortrag aus dem Buch von Juma Kliebenstein „Der Tag an dem ich cool wurde“ Seit 1959 wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels durchgeführt und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Dem Verband ist es ein großes Anliegen, die Kinder und Jugendlichen, im Zeitalter der Computer für das Kulturgut und Medium Buch zu interessieren und die Lesekompetenz zu stärken. Mehr als 700.000 Kinder aller Schularten beteiligen sich jährlich am Wettbewerb. Im vergangenen Herbst kürten rund 7.500 Schulen ihre besten Vorleserinnen und Vorleser, die nun in regionalen Entscheiden an den Start gehen. Die Etappen führen über Stadt-/Kreis-, Bezirks- und Länderebene bis zum Finale im Juni 2010. Organisiert und unterstützt werden die über 600 Regionalwettbewerbe von Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen, Schulämtern und anderen kulturellen Einrichtungen.