Ganz selbstverständlich sei es für ihn gewesen, immer weiter zur Blutspende zu gehen, erzählt Hans Buhmann, der beim Blutspendetermin in der vergangenen Woche für seine 100. Spende geehrt wurde. Stattliche 50 Liter und damit das Siebenfache seines eigenen Blutes hat Hans Buhmann damit in seinem Leben schon gespendet und wahrscheinlich damit zahlreiche Leben gerettet, Kranken geholfen, wieder gesund zu werden, und dazu beigetragen, erfolgreich gegen Krankheiten zu kämpfen.
Das sieht der 61jährige aber ganz locker – "das ist eine gute Tat, ja, aber man ist ja auch bei der Freiwilligen Feuerwehr." 1973 hat er angefangen mit dem regelmäßigen Blutspenden – "das war der damalige Vorarbeiter, der sagte, da muss man hin", erinnert er sich, "also sind wir nach Feierabend alle zusammen in die Autos und zum Blut spenden." Und von da an hat er regelmäßig und ganz selbstverständlich Blut gespendet – dafür wurde er nun von Jutta Conrad vom DRK Ortsverband Preetz und dem Blutspendedienst Nord mit einem Gutschein seiner Wahl und einer goldenen Spendernadel geehrt. Aber nicht nur Spende-Jubilare werden von den Damen und Herren des DRK Ortsverbandes verwöhnt – auf alle Spender wartet nach dem Aderlass ein üppiges Buffet mit Schnittchen und Butterkuchen. Die Schnittchen allerdings sind nicht irgendwelche Schnittchen – liebevoll werden sie von den ehrenamtlichen DRK-Damen geschmiert, verziert und angerichtet, da geht kein Brot aus der Küche, das kein Augenschmaus ist. Rund 300 Spender müssen im besten Fall verköstigt werden – dazu braucht es 400 Partybrötchen, drei Bleche Butterkuchen, 13 Brote, 20 Kilo Würstchen, 20 Pfund Kartoffelsalat, 120 Eier, 10 Pfund Butter, sechs Kilo Salate, zweieinhalb Kilo Mett, zwei Kilo Kassler, dazu Käse, Wurst und reichlich Obst und Gemüse als gesunde Deko. "Viele kommen zu uns, weil sie wissen, dass es bei uns gut zu essen gibt", schmunzelt Jutta Conrad. Auf ihre fleißigen Helferinnen ist sie zu Recht stolz – an acht Tagen im Jahr von vormittags bis abends stehen sie in der Küche der Wilhelminenschule, schnippeln, schmieren und belegen mit ganz viel Liebe, damit ihre Spender sich stärken können. Kaum ist eine Platte leer, steht die nächste schon bereit – kein Spender dürfte hier je hungrig rausgegangen sein. Verdächtig viele Spender kommen nach 17 Uhr, denn dann, das wissen die meisten längst, werden die Würstchen heißgemacht und der Kartoffelsalat verteilt – aber auch über das Essen hinaus ist die Betreuung so gut, dass in all den Jahren, in denen das DRK die Blutspende durchführt, "vielleicht zwei oder drei Spender umgekippt sind", erinnert sich Jutta Conrad. "Aber unsere Liege steht immer bereit – Ärzte sind ohnehin da, es kann also gar nichts passieren." Wer zum ersten Mal spendet, wird besonders gut betreut, denn jeder Erstspender soll möglichst zum Dauerspender werden, damit der Blutbedarf in Schleswig-Holstein und Hamburg weiter gedeckt werden kann. 15 Minuten dauert die Spende nur – ein kleines bisschen Zeit, das viel bewirken kann. Tatsächlich sind es nur drei Prozent aller Deutschen, die Blut spenden – dabei dürften vielmehr ihr Blut spenden. Vom 18. bis zum 70. Lebensjahr darf man sein kostbares Blut bis zu fünfmal im Jahr zur Verfügung stellen – Erstspender dürfen bis zu 60 Jahren alt sein. Das Schöne ist, die Spende hat nicht nur zahllose Vorteile für die Empfänger des Blutes in all seinen Bestandteilen – denn das Blut wird natürlich genau kontrolliert und sobald es in irgendeiner Form auffällig ist, wird der Spender verständigt und kann mit dem Testergebnis seinen Hausarzt aufsuchen. Das schätzen auch die Preetzer Spender wie Hans Buhmann sehr – "das Blut wird ständig kontrolliert, da hat man doch eine gewisse Überwachung." Und diesmal freuten sich die Damen und Herren des DRK Ortsverbandes Preetz ganz besonders über zahlreiche Spender, die ganz regelmäßig kommen und für ihr vielmaliges Blutspenden geehrt werden konnten: für ihre 25. Spende wurden Birgit Hüttinger, Beate Sinterhauf und Adelheit Sommer geehrt, für ihre 50. Spende Katja Krause und Irene Bruhn, für die 60. Spende Gerd Eulitz und Dirk Bock, für die 80. Axel Wulf, Dirk Schäfer und Franz Otto Richter, für 90. Hans-Joachim Wiggering, für die 120. Spende Kay Zigelski und für die 130. Gerhard Bartsch. 266 Spender waren es an den beiden Spendetagen diesmal insgesamt – sieben davon kamen zum allerersten Mal zur Blutspende und werden dank der liebevollen Betreuung der DRK-Damen ganz sicher nicht zum letzten Mal dagewesen sein. "Wir bedanken uns bei allen Spendern herzlich", so Jutta Conrad, "und freuen uns auf den nächsten Spendetermin."