Im Jahre 2010 feiert die Gleschendorfer Kirchengemeinde am Sonntag, dem 7. März, um 17 Uhr mit einem feierlichen Orgelkonzert den Beginn des 25-jährigen Jubiläums der am Ostersonntag des Jahres 1985 in den Dienst gestellten Bruhn-Orgel.
Die Orgel erstrahlt jetzt nach der umfangreichen Reinigung durch die bekannte Hamburger Orgelbaufirma v. Beckerath in altem und neuem Glanz. Ein erstes Konzert von Prof. Stender im November 2009 nach Beendigung der Arbeiten hat bereits gezeigt, dass das Instrument von der Schönheit seines Klanges nichts eingebüßt hat. Und so können sich die Zuhörer auf ein ganz besonderes musikalisches Ereignis freuen, für dessen Gestaltung der bekannte Organist Rudolf Innig aus Coesfeld gewonnen werden konnte. Er präsentiert Werke von Johann Sebastian Bach, Robert Schumann, Johannes Brahms und Felix Mendelssohn-Bartholdi.
Innig hat im Jahre 1985 als noch junger, aber schon mehrfach auf Orgel- Wettbewerben preisgekrönter Organist im Anschluss an die Inbetriebnahme des neuen Instrumentes im Juni das erste öffentliche Konzert an der Gleschendorfer Orgel gespielt und damit letztlich den Grundstein für das jetzt seit vielen Jahren in hoher Blüte stehende Musikleben in unserer Kirchengemeinde gelegt. Inzwischen ist Rudolf Innig langjähriger Leiter der Musikschule Coesfeld und Organist der Marktkirche in Coesfeld. Er hat Lehraufträge an den Universitäten Bielefeld und Paderborn sowie an der Musikhochschule Detmold, wo er ebenso wie in Köln und Paris als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes studiert hat. Durch seine Konzerte auf fast allen großen und berühmten Orgeln in Europa, den USA, Russland sowie in Korea und Japan ist er weltbekannt geworden. Seine CD-Einspielungen mit sämtlichen Orgelwerken von Johannes Brahms, Franz Lachner, Felix Mendelssohn Bartholdi, Robert Schumann und Olivier Messiaen wurden mit mehreren internationalen Schallplattenpreisen ausgezeichnet.
Das Konzert mit Rudolf Innig am 7. März gewinnt eine weitere Bedeutung dadurch, dass es, wie schon das Konzert im November 2009 von Prof. Stender aus Lübeck, von dem Video- Spezialisten Wolf Kamlott aus Klingberg mit HDTV-Video aufgenommen und in den Altarraum übertragen wird. Auf vielfachen, nachträglich zum Novemberkonzert geäußerten Wunsch wird Rudolf Innig zum Beginn seines Spiels die einzelnen Register der Orgel im Hauptwerk und im Rückpositiv, ihren Klang allein und in Kombination mit anderen vorstellen und so die Zuhörer in die Geheimnisse dieser Königin der Instrumente einweihen und im Anschluss daran Werke der oben angeführten Komponisten spielen.
Im Hinblick auf die besondere Bedeutung anlässlich der Eröffnung des 25-jährigen Orgeljubiläums ist dieses Konzert bei freiem Eintritt zu genießen.