Reporter Timmendorf
02. März 2017 | Allgemein

Doppelt so großer Neuwald bei Ahrensbök: Teile des Meierkamps weichen Logistikzentrum

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Sereetz. Zugunsten einer Neuwaldbildung verschwindet ein Teil vom Waldstück Meierkamp auf dem Gebiet der Gemeinde Ratekau. Im Gegenzug dazu wird an anderer Stelle ein doppelt so großes Gebiet aufgeforstet. Die betroffene Fläche ist rund 2,2 Hektar groß und befindet sich an der Autobahn 1 hinter dem Famila-Warenhaus Sereetz und der benachbarten Firma Rudloff Feldsaaten. Die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten haben das Flurstück an die Firma Rudloff Feldsaaten verkauft, die hier ein Logistikzentrum errichten will. „Als unser Unternehmen 1960 gegründet wurde, gab es in unserer Branche bundesweit über 70 private Saatgutanbieter. Heute sind es noch vier. Und von diesen vier Unternehmen sind wir das kleinste“, erklärt Christopher Rudloff, Geschäftsführender Gesellschafter des Traditionsbetriebes, das aktuell an zwei Standorten 90 Mitarbeiter beschäftigt – davon 65 am Stammsitz in Sereetz. „Normalerweise investieren wir rund eine Million Euro pro Jahr. Diese Maßnahme hat ein Volumen von sechs Millionen und ist auch für uns ein Kraftakt. Ich bin eigentlich kein Freund von Wachstum. Aber, wer nicht mitwächst, ist irgendwann nicht mehr da“, so Rudloff. Keinen Hehl daraus, im Sinne der Gemeinde Ratekau froh über diese Entscheidung zu sein, machte beim Ortstermin Ratekaus Bürgermeister Thomas Keller. Mit Blick auf die Gewerbesteuern und auf den zweiten Standort im mecklenburgischen Schönberg wies er darauf hin, dass auch von der dortigen Verwaltungsführung kräftig um das Sereetzer Unternehmen gebuhlt worden sei. „Ich bin froh, dass wir Sie und Ihr Unternehmen hier am Standort halten können“, sagte Keller zu dem Firmenchef. „Mein Vater hat das Unternehmen hier 1960 gegründet. Meine Mutter wurde in Sereetz geboren. Da war es mir schon eine Herzensangelegenheit mit dem Stammsitz in Sereetz zu bleiben“,ließ Rudloff wissen. Gemeinsam mit Ratekaus Verwaltungschef betonte Revierförster Karsten Tybussek ausdrücklich, dass es sich bei dem überwiegend aus rund 50 Jahre alten Fichten bestehenden Gebiet um kein Waldstück handele, das nachhaltig Bestand hätte. Außerdem werde im Auftrag und auf Kosten der Firma Rudloff Feldsaaten die Auflage erfüllt, durch die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten eine Ersatzaufforstung im Verhältnis 1:2 zu schaffen. Weil in der Gemeinde Ratekau jedoch kein 4,4 Hektar großes Areal für diese Zwecke gefunden werden konnte, wird ein Gebiet dieser Größenordnung nun in der Nähe von Ahrensbök neu bewaldet. „Als weiterer zusätzlicher Ausgleich entsteht auf unserem Gemeindegebiet eine rund 2.000 Quadratmeter große Streuobstwiese und Richtung Scharbeutz werden um die 5.000 Qudratmeter Knick neu gepflanzt“, so Keller. Grünes Licht für das Vorhaben gab es übrigens nicht nur von den Landesforsten. Auch aus natur- und umweltschutztechnischen Gesichtspunkten hat alles seine Richtigkeit. „Durch einen Diplom-Biologen wurde ein Gutachten erstellt, dass sicherstellt, dass die Vogelwelt durch die Rodungsarbeiten keinen Schaden nimmt. Erst im März beginnt die Brutsaison“, teilte Ratekaus Umweltamtsleiter Torben Illige mit. Zwar wurden die Rodungsarbeiten erst Ende letzter Woche aufgenommen. Aber der „Harvester“, wie die für die Baumfällarbeiten verwendeten Maschinen im Fachjargon bezeichnet werden, arbeitet derart effizient, dass der einstige Baumbestand schon seit gestern der Geschichte angehört. Das neue Logistikzentrum der Firma Rudloff Feldsaaten soll vor der neuen Saison 2018 voraussichtlich im Februar nächsten Jahres in Betrieb genommen werden.



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