Reporter Timmendorf
21. Februar 2017 | Allgemein

„Gut, dass sie da sind und so sind wie sie sind!“: Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Ostholstein in Timmendorfer Strand

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Rund 400 Delegierte und Gäste wohnten der Jahreshauptversammlung in Timmendorfer Strand bei. (Foto: KFV OH)

Rund 400 Delegierte und Gäste wohnten der Jahreshauptversammlung in Timmendorfer Strand bei. (Foto: KFV OH)

Timmendorfer Strand. Über 400 Delegierte und Gäste begrüßte Kreiswehrführer Thorsten Plath zur diesjährigen Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Ostholstein im Saal des Maritim Seehotels in Timmendorfer Strand. Der umfangreiche Jahresbericht, Jahresrechnung und Haushalt sowie zahlreiche Ehrungen und Beförderungen standen wiederum auf der Tagesordnung. Die zahlreichen Grußredner ließen es sich nicht nehmen, das große ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrmitglieder zu würdigen. Als gastgebende Bürgermeisterin der Gemeinde Timmendorfer Strand begrüßte Hatice Kara die Anwesenden. In ihrem Grußwort betonte sie, dass jede einzelne Wehr, egal mit welcher Mitgliederzahl, für unsere Städte und Gemeinden zum Schutz aller Einwohnerinnen und Einwohner unentbehrlich sei. Die Gefahrenabwehr fordere die Feuerwehren im Kreis zunehmend. In den Einsätzen werden physische und psychische Grenzen erreicht. Umso mehr zählt eine stabile Kameradschaft innerhalb der Wehren. Kara: „Die Stärkung der kleineren Wehren ist wichtig und der Erhalt muss uns allen eine Herzensangelegenheit bleiben. Für uns als Verwaltungsleitungen sowie als politische Vertreter bleibt es unsere maßgebliche Aufgabe, die Wehren in ihrer Mitgliederfindung zu unterstützen.“ Die Grüße des Kreises Ostholstein überbrachte der stellvertretende Landrat Timo Gaarz. Er betonte, dass der Feuerwehrdienst ein Dienst an der Allgemeinheit sei, der heute wichtiger denn je sei. Feuerwehrmitglieder stellen dafür ihre Freizeit zur Verfügung, was heute nicht mehr selbstverständlich ist. Man frage nicht, was bekomme ich dafür, sondern setze mit dem Tun und Handeln Maßstäbe für besondere Werte der Hilfsbereitschaft und Solidarität. Familie und Beruf fordern ihre Zeitanteile, die Ansprüche allen gerecht zu werden wachsen immer mehr. Dennoch können sich die Ostholsteiner durch das Handeln der Feuerwehren sicher fühlen. Gaarz: „Gut, dass sie da sind und so sind wie sie sind.“ Auch der Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetages - Kreisverband Ostholstein -, Bürgermeister Thomas Keller aus Ratekau, dankte den Feuerwehren für ihren Einsatz. Keller: „Klar ist, ohne Sie, ohne die ehrenamtliche Arbeit könnte die Sicherheit in Ostholstein im Brandschutz und der technischen Hilfeleistung und im Katastrophenschutz nicht gewährleistet werden. Wir brauchen Sie und wir wissen Ihre Arbeit sehr zu schätzen.“ Kritisch merkte er an, dass Führungskräfte teilweise mehr leisten, als man eigentlich erwarten könne. Man müsse aufpassen, dass das Ehrenamt mit der Summe von vielen zusätzlichen Regeln und Aufgaben nicht überfordert werde. Man müsse sich die Frage stellen, ob alles bis ins Kleinste geregelt werden müsse oder ob man den Feuerwehren nicht auch Handlungsspielräume geben müsse, ohne sich automatisch rechtlich in einer Grauzone zu bewegen. Grußworte gab es auch vom stellv. Vorsitzenden des Landesfeuerwehrverbandes Gerd Riemann, vom Leitenden Polizeidirektor Norbert Trabs und vom Präsidenten des DRK Kreisverbandes Ostholstein Gert Schuberth. Trabs würdigte die freiwillige Arbeit und forderte, dass man den Feuerwehren verdienter Maßen den gebotenen hohen Respekt entgegenbringe. Während der Versammlungen wurde die Jahresrechnung für das Jahr 2016 ebenso einstimmig verabschiedet, wie der Haushalt für das Jahr 2017. Einer Änderung der Jugendordnung der Jugendfeuerwehren des Kreises Ostholstein wurde ebenfalls einstimmig zugestimmt. Oberfeuerwehrmann Christopher Noll, Feuerwehrseelsorger im Kreisfeuerwehrverband Ostholstein, wurde zum Brandmeister befördert, Brandmeister Martin Stahl, Gemeindewehrführer der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Kasseedorf, zum Oberbrandmeister, Brandmeister Henrik Sturm, Gemeindewehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Göhl, zum Hauptbrandmeister**, Oberbrandmeister Dirk Joedicke, stellv. Amtswehrführer der Freiwilligen Feuerwehren des Amtes Ostholstein-Mitte, zum Hauptbrandmeister**, Oberbrandmeister Björn Schlieter, Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Mori, zum Hauptbrandmeister**, Oberbrandmeister Dennis Wichelmann und Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Stockelsdorf, zum Hauptbrandmeister**. Und es gab auch zahlreiche Ehrungen: Eine Dankesurkunde für 25-jährige Tätigkeit als Kreisausbilder Atemschutz des KFV OH erhielt Herbert Hopp (FF Harmsdorf), Helmut Wollesen (FF Lensahn) durfte eine Dankesurkunde für 25-jährige Tätigkeit als Kreisfachwart für Technik des KFV OH entgegennehmen. Thomas Ibendorf, stv. Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Heringsdorf, und Heiko Holst, stv. Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Nüchel, wurden mit dem Schleswig-Holsteinischen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold geehrt. Über das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze durften sich Helmut Schlichting, Ortswehrführer der FF Schönwalde a.B., Ulrich Piper, Ortswehrführer der FF Pansdorf, und Peter Kaffka, Ortswehrführer der FF Sipsdorf, freuen. Das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber erhielten Andreas Riemke, Gemeindewehrführer der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Bosau und Beisitzer im Vorstand des KFV OH, Ernst-Otto Kickbusch-Eck, Ortswehrführer der FF Gnissau, Udo Henning, stv. Ortswehrführer der FF Wahrendorf und Lehrgangsleiter für die Kreisausbildung Truppführung beim KFV OH, und Dirk Grönzin, stv. Gemeindewehrführer der FF Neustadt. Klaus Peter Kühl, ehemaliger Gemeindewehrführer der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Bosau und Kreisfachwart für Leistungsbewertungen beim Kreisfeuerwehrverband Ostholstein, wurde mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold ausgezeichnet und Bürgermeister Hans-Alfred Plötner (Gemeinde Schönwalde am Bungsberg) mit der Deutschen Feuerwehr-Ehrenmedaille.



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