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Reporter Eutin

2. Oldenburger Hospizlauf mit fast 600 SportlerInnen

Oldenburg (ed). Hätten die SportlerInnen sich beim 2. Hospizlauf des Fördervereins Hospiz Wagrien Fehmarn eV am Sonntag in Oldenburg etwas wünschen dürfen, wären es allerhöchstens zwei, drei Grad weniger und ein frischeres Lüftchen gewesen, das hätte wehen dürfen. Denn während schon im vergangenen Jahr die Sonne für das Benefizevent für das Hospiz im östlichen Ostholstein gelacht hatte, meinte es Petrus dieses Jahr fast ein bisschen zu gut. Aber dank der professionellen Organisation durch den Oldenburger SV und die Unterstützung der lokalen Freiwilligen Feuerwehren, des DRK Göhl und des Lübecker Radsport-Teams kamen alle SportlerInnen erschöpft, aber glücklich ins Ziel. „Und es sind dieses Jahr schon deutlich mehr als letztes Jahr“, freut sich Hospizlauf-Koordinatorin Beate Klander vom Förderverein des geplanten Hospizes, „wir kratzen fast an den 600 SportlerInnen, es kommen dauernd noch Nachmeldungen. Glücklicherweise haben sich so viele SchülerInnen gemeldet, die uns als Streckenposten unterstützen, dass wir das wuppen können. Diese große Unterstützung von allen Seiten, natürlich auch von unseren Sponsoren, ist wirklich großartig, dafür bedanken wir uns sehr.“


Im vergangenen Jahr wurden beim 1. Hospizlauf mit rund 420 SportlerInnen mehr als 26.000 Euro für den Bau des Hospizes erlaufen, den zu ermöglichen sich der Förderverein Hospiz Wagrien Fehmarn sich auf die Fahnen geschrieben hat – und jeder Sportler, jede Läuferin und alle, die den Lauf unterstützen, tragen mit jedem Schritt dazu bei, dass Schwerstkranke und Sterbende in Ostholstein hier in nicht allzu ferner Zukunft optimal versorgt werden können.
So wurden die Ultras, die mit mehr als 85 Kilometern in den Beinen zurück aufs Gelände liefen, ebenso bejubelt wie die LäuferInnen, GeherInnen und WalkerInnen der zwei, fünf oder zehn Kilometer und der Staffeln, die kleinen und die großen, besonders aber die, die mit einem schwereren Päckchen auf die Strecke gingen: Die SportlerInnen des Hamburger Lebenshilfewerks oder von Die Ostholsteiner, die mit unglaublichen 55 LäuferInnen auf fast allen Distanzen vertreten waren. Gleich drei unified-Teams waren bei der Staffel am Nachmittag am Start. „Das Konzept, einen Inklusionslauf zu machen, hat voll geklappt“ strahlt Beate Klander. „Es hat sich gelohnt.“


Trotz einiger parallel stattfindender Sportveranstaltungen hatten sich viele, viele LäuferInnen für den Oldenburger Hospizlauf entschieden. Wunderbarerweise sieht es schon im zweiten Jahr ganz danach aus, als könnte es eine echte Traditionsveranstaltung werden. So hatten auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Firmen und Vereine der Region Teams gebildet, um laufend, walkend, gehend die gute Sache zu unterstützen. Mit stattlichen 21 LäuferInnen war natürlich die Hospizinitiative Eutin nach Oldenburg gereist, um den Bau des Hospizes auf nahezu allen Strecken zu unterstützen – und zusammen mit dem Förderverein Hospiz Wagrien Fehmarn, der Diakonie und den Hospizvereinen der Region über ihre Arbeit und die Bedeutung eines Hospizes für Ostholstein zu informieren.


Und auch Ihr Familienwochenblatt der reporter hat wieder die Laufschuhe geschnürt und sich auf die Strecken des Hospizlaufs gewagt – mit deutlich mehr LäuferInnen als im Vorjahr übrigens. So absolvierten unsere drei jüngsten Läuferinnen Minna und Lene Junge, acht und sechs Jahre jung, zusammen mit ihrer Freundin Sophie Chau entspannt und strahlend den Kinder- und Jedermannslauf über zwei Kilometer. Strahlend kamen auch unsere Zehn-Kilometer-Walkerinnen Sabine Schauer, Regine Mix und Stephanie Sievert ins Ziel – genauso unsere Anzeigenberaterin Henrike Junge und Andrea Wittorf, die für den reporter aus Neustadt die sportliche Fahne hochhielt, die die zehn Kilometer laufenderweise hinter sich brachten. Zuvor hatten bereits Lotta Schneider und Sabina Gradert, Johanna Behrens, Carsten Voß und Dirk Schneider die fünf Kilometer für den reporter locker weggetrabt.


Um die Läufe herum kamen SportlerInnen und UnterstützerInnen ins Gespräch, es wurde gequatscht, gelacht in der angenehmen Atmosphäre eines schönen Lauffestes - auch getreu dem Motto: Über den Tod zu reden, hat noch keinen umgebracht. Am Ende waren sich bei Bananen, Wasser, Bratwurst und Kuchen alle einig: „Das hat Spaß gemacht“. Welche Summe erlaufen wurde, ist demnächst unter www.hospiz-ostholstein.de zu finden ebenso wie die erlaufenen Zeiten. Und wer mag, notiert sich jetzt schon das Wochenende Mitte September 2024, denn „dieser Tag ist so toll“, sagt Beate Klander und verspricht schon jetzt: „Dieser Lauf wird auch nächstes Jahr wieder stattfinden.“


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