Reporter Eutin

2.222 Fahrgäste und 222,22 Euro Spende für den „lütten Lenter“

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Bad Malente-Gremsmühlen (t). Viel früher als ursprünglich erwartet, durfte der BürgerBus-Malente seinen 2.222. Fahrgast begrüßen. Am 31. Juli war es bereits so weit und an einem sonnigen Montagmorgen wurde Frau Link aus Rachut nicht einfach „nur“ vom BürgerBus-Malente vor ihrem Haus abgeholt, sondern von der Bürgermeisterin Tanja Rönck, dem Vorstand des Seniorenverbandes und dem des BürgerBus-Vereins begrüßt. Eigentlich war damit nicht vor Anfang bis Mitte November zu rechnen, doch die Fahrgastzahlen des BürgerBus-Malente nahmen nach dem ersten Quartalsbericht stetig zu. Die Initiatoren des Projektes gingen bei ihren Erwartungen von rund 50 Fahrgästen pro Woche aus. Der im März vorgelegte Quartalsbericht bestätigte diese Annahme dann auch mit einer Punktlandung. Aber schon der zweite Quartalsbericht überraschte mit seinen aktuellen Zahlen. Während von Januar bis März 2017 rund 670 Fahrgäste den BürgerBus-Malente nutzten, waren es für den Zeitraum April bis Juni fast 1.100. Nun hieß es schnell hochrechnen. An welchem Tag wird wohl der 2222. Fahrgast mitfahren? Ein solches Jubiläum will ja auch schließlich vorbereitet und mit den jeweiligen Repräsentanten terminlich abgestimmt sein. Fortuna meinte es aber offensichtlich gut mit der Organisation, denn auch der ausgeguckte Tag wurde zu einer Punktlandung in Sachen Wetter und Treffergenauigkeit. So passte dann wirklich alles exakt, als Frau Birgit Losert vom Vorstand des BürgerBus-Vereins Frau Link aus Rachut einen Blumenstrauß übergab. Dann übergab der Seniorenverband Bürgermeisterin Tanja Rönck einen Scheck in Höhe von 222,22 Euro, der dem Projekt und dem Verein zugutekommen soll. Die Vorstandsprecherin des Seniorenverbandes, Frau Elke Malchau, sagte dazu: „Die Idee, für einen Bürgerbus zu werben und damit 9 Dorfschaften mit einander zu verbinden und das Angebot des ÖPNV zu ergänzen, war einfach ideal. Der Kampf um den Bürgerbus hat sich gelohnt. Wie der Seniorenbeirat der Gemeinde Malente erfahren hat, wird der 9-sitzige Bus durch die Einwohner der Gemeinde erfreulicherweise stark frequentiert. Da das Fahrangebot kostenlos und auf Spenden angewiesen ist, ist der Seniorenbeirat nicht mit leeren Händen gekommen. “Leider fährt der Bus ja nicht mit Wasser und so haben wir unserer Bürgermeisterin eine Spende für die Betriebskosten überreicht. Wir wünschen den Organisatoren, Fahrern und Fahrerinnen allzeit gute Fahrt und hoffen, dass das Fahrangebot auch in Zukunft gut angenommen wird.“ Eine nächste Hochrechnung, wann dann wohl der nächste Jubilar begrüßt werden darf, wollte der Vorstandsprecher des BürgerBus-Vereins, Michael Winkel, noch nicht aufmachen. „Das dritte Quartal begann bereits sehr erwartungsvoll. Wir sind mit dem heutigen Tag für das dritte Quartal bei durchschnittlich 19 Fahrgästen pro Tag. Im ersten Quartal waren es 9 und im zweiten 15. Das dritte Quartal kann aber nicht repräsentativ für das ganze Jahr gewertet werden. Hier spielen einige Faktoren - wie beispielsweise unsere Feriengäste und die Zunahme junger Fahrgäste im BürgerBus - eine große Rolle. In den Ferienzeiten stellt der ÖPNV einige Linien ein und den verbleibenden Bedarf decken wir in dieser Zeit mehr als sonst ab. Nach den Sommerferien erwarten wir wieder einen Rückgang, - leider, denn unsere Fahrerinnen und Fahrer freuen sich über jeden einzelnen Fahrgast und das damit einhergehende Feedback unserer Fahrgäste. Wenn ich schätzen müsste, dann würde ich bis zum Ende des Jahres an insgesamt 3.800 Fahrgäste denken und auf 4.000 hoffen. Wenn dann 13 Fahrgäste pro Tag keine Erfolgsgeschichte sind, dann weiß ich es auch nicht.“ Wie sieht es mit den Spenden aus? Lassen die Fahrgäste den einen oder anderen Euro in die Spendendose „klackern“? „Man kann sagen, dass die Spenden mit der Zunahme junger Fahrgäste sinken. Im ersten Quartal war es noch durchschnittlich knapp 1 Euro pro Fahrgast. Das wurde dann mit der Zeit schon weniger und momentan liegen wir unter 50 Cent. Aber, da sind sich alle ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer einig: wenn wir die Wahl zwischen einem vollen Bus oder einer vollen Spendendose hätten, würden sich alle einen vollen Bus mit netten Fahrgästen wünschen. Dass der BürgerBus Malente ein gelungenes Verbindungsinstrument zwischen den Dorfschaften für Jung und Alt geworden ist, dass man im BürgerBus auch Spaß haben kann und dass wir damit neue Möglichkeiten geschaffen haben, ist ebenfalls eine Punktlandung in Bezug auf unsere anfänglich formulierten Ziele. Wir wollten verbinden und Lücken schließen und das scheint uns bestens gelungen zu sein. Und wir freuen uns immer über neue Mitglieder und Unterstützer des Vereins.“ Kontakt: BürgerBus-Malente e.V. Michael Winkel, Kampstraße 60 in Malente, 04523-988 547, http://www.buergerbus-malente.de, info@buergerbus-malente.de. „Mit großem Dank an alle Beteiligten und Unterstützer“, so die Malenter Bürgermeisterin, „freue ich mich auf eine weiterhin starke Auslastung des BürgerBusses.“



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