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97 Gesetzeshüter zu Polizeiobermeistern ernannt

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Die Eutinerin Betsy Klahr beendete als Fünftbeste des Jahrgangs ihre Ausbildung.

Die Eutinerin Betsy Klahr beendete als Fünftbeste des Jahrgangs ihre Ausbildung.

Lübeck-Travemünde (tgr). Es war der Moment, auf den 97 junge Nachwuchspolizisten seit ihrem Ausbildungsstart vor zweieinhalb Jahren zielstrebig hingearbeitet haben: Bei einem Festakt im Maritim-Strandhotel wurden Freitagnachmittag 28 Frauen und 69 Männer in Gegenwart von Innenstaatssekretär Torsten Geerdts zu Polizeiobermeistern ernannt. Nachdem die jungen Gesetzeshüter in der PD AFB und im Praktikum mit dem notwendigen Rüstzeug für ihren weiteren Berufsweg ausgestattet worden sind, geht der Arbeitsalltag für sie jetzt richtig los. Als fertig ausgebildete Schutzpolizisten werden sie im Funkstreifendienst im Lande oder als Kräfte in der 1. Einsatzhundertschaft eingesetzt. Juliane Bohrer, die Stellvertretende Leiterin der Fachinspektion Aus- und Fortbildung, würdigte in ihrer Festansprache vor rund 800 Gästen, darunter unzählige Angehörige und Freunde des Polizeinachwuchses, die Leistung der erfolgreichen Absolventen. „Sie haben heute nach einem anspruchsvollen Weg den wichtigsten Schritt in ihrer Laufbahn gemacht und werden dringend erwartet“, sagte die Kriminaloberrätin. Nach den theoretischen Grundlagen auf Hubertushöhe hätten die Polizeianwärter im Praktikum die Anforderungen des Berufslebens in Natura erlebt. „Sie sind jetzt bestens vorbereitet“, so Bohrer. Und auch Innenstaatssekretär Torsten Geerdts war sichtlich angetan. „Ich bin tief beeindruckt, derartig qualifizierte Kolleginnen und Kollegen in unserer Landespolizei zu wissen“, sagte Innenstaatssekretär Torsten Geerdts. Die neuen Polizeiobermeister hätten sich für einen Beruf entschieden, der in der Gesellschaft sehr hoch angesehen und mit einer enormen Verantwortung verbunden sei. „Haben Sie deshalb immer ein offenes Ohr für unsere Bürgerinnen und Bürger, zeigen Sie Mitgefühl und Verständnis für andere. Im täglichen Dienst hindert Sie keiner daran, sich um andere zu kümmern und Ihren gesunden Menschenverstand zu benutzen“, so Geerdts. Die schleswig-holsteinische Landespolizei sei eine Polizei für die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes und genieße höchstes Vertrauen und Respekt. Die allgemeine Sicherheitslage habe den Umgang der Polizei mit den Menschen verändert und werde ihn weiter verändern, machte der Innenstaatssekretär jedoch auch deutlich. „Sie sind aber bestens gewappnet“, unterstrich Geerdts. Von nun an würden die Nachwuchspolizisten auch die dunklen Seiten in der Gesellschaft beleuchten und kennenlernen, aber auch Gewalt gegen die Polizei erleben. Der Stellvertretenden Landespolizeidirektor Joachim Gutt verlieh den Worten des Innenstaatssekretärs Nachdruck. Polizist zu sein, könne hart und anspruchsvoll sein, sagte Gutt mit Blick auf Erfahrungen seiner über 40-jährigen Dienstzeit. „Im Alltag müssen Polizisten oftmals Menschen von etwas überzeugen, was sie auf den ersten Blick gar nicht wollen. Sie werden die Abgründe des menschlichen Daseins erleben. Dennoch ist es der schönste Beruf der Welt“, meinte Gutt. Ihren Rückblick nutzten die frisch gebackenen Polizeiobermeisterinnen Nina Drews und Wiebke Düsterhoff vor allem, um ihren Ausbildern in der PD AFB zu danken und ihre Wertschätzung zum Ausdruck zu bringen. „Wir konnten uns immer auf sie verlassen, haben einen großen Rückhalt erlebt und bei ihnen in dieser Zeit auch Freunde und Vorbilder gefunden“, berichteten Drews und Düsterhoff unter großem Beifall ihrer Kolleginnen und Kollegen. Die Polizei sei eine große Familie. Das sei ihnen auch in der Ausbildung deutlich geworden. „Wir haben einen Zusammenhalt erlebt, der in der Berufswelt wohl einzigartig ist. Nun gehören wir auch richtig dazu“, freuten sich die beiden Polizistinnen. Die Qualität der Ausbildung spiegelte sich auch in der Anzahl der Lehrgangsbesten. So beendeten insgesamt 22 Nachwuchspolizisten die Ausbildung mit der Gesamtnote „gut“. Der Leiter der PD AFB, Michael Wilksen, überreichte den erfolgreichen Polizistinnen und Polizisten ihre Ernennungsurkunde. Dabei gelang dem Lehrgangsbesten Raphael Onita aus Göhl sogar etwas bislang Einmaliges. Der 31-Jährige ist der erste Polizeianwärter, dem es jemals gelang, die Ausbildung mit mehr als 13 Punkten abzuschließen. 13,44 Punkte waren es, die Onita als Abschlusswert für sich verbuchen konnte. Als Zweitbester beendete Christopher Siewert die Ausbildung (12,89 Pkte). Dritter wurde der Kieler Timo Rieth (11.52 Pkte) vor Louisa Reimers (12,39 Pkte) und der Eutinerin Betsy Klahr (12,35) sowie Franziska Schreiner (12.10). Zu den Ausgezeichneten gehören ferner Viola Dübner, Erkan Baran, Eric Piwonski, Andreas René Büssau, Lasse Messerschmidt, Kathi Werdin, Fleming Reher, Melina Klaus, der Wasserschutzpolizist Daniel Dietrich, Nadja Rupprecht, Kira Kapteina, Tobias Wolter, Tim Felix Mietzner, Philipp Rudloff, Christian Willhöft und Paul Becker.



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