Reporter Eutin

„Anderen helfen zu können, ist schön“

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Beim hundertsten Blutspenden: Wulf Meyer mit Harald Hinz vom DRK und der Arzthelferin Monique Zandereit.

Beim hundertsten Blutspenden: Wulf Meyer mit Harald Hinz vom DRK und der Arzthelferin Monique Zandereit.

Sarau (wh). Als der siebzigjährige gelernte Kaufmann Wulf Meyer, gebürtiger Rendsburger, im Jahr 1984 nach Sarau gezogen war, stellte er sich zu ersten Mal für eine Blutspende zur Verfügung. Vielleicht war seine Frau Hannelore daran „schuld“, denn die hatte in jenem Jahr den Vorsitz und die Leitung der DRK-Blutspendenaktionen übernommen. Doch Wulf Meyer versichert, dass sie gar nicht so viel Überzeugungsarbeit leisten musste, denn er war sich damals bereits bewusst, wie wichtig Blutspenden sei. So hat er sich 35 Jahre lang regelmäßig diesem humanitären Aderlass unterzogen und selten einen Termin in Sarau oder Hutzfeld verpasst. Und einen Tag vor dem alljährlichen Weltblutspender-Tag, am 14. Juni, begab sich Wulf Meyer zur Sarauer Grundschule, um sich an der Blutspendenaktion des DRK Ortsvereins Glasau-Sarau zum hundertsten Male zu beteiligen.

Als Wulf Meyer den Blutspende-Raum betrat, wurde er von HelferInnen und anderen SpenderInnen herzlich begrüßt. Harald Hinz vom DRK-Blutspendedienst Nord-Ost dankte dem Jubilar für seinen Einsatz und überreichte ihm eine Geschenkbox. Die Urkunde wird ihm später während einer zentralen Ehrung ausgehändigt. Wulf Meyer legte sich zum hundertsten Male auf die Liege, machte es sich bequem und ließ sich von der erfahrenen Arzthelferin Monique Zandereit „punktieren“. Die Blutabnahme dauerte knapp sieben Minuten, für Meyer mittlerweile „ein Klacks“.

Während er sich entspannt „anzapfen“ ließ, plauderte Wulf Meyer über seine Spender-Zeit. Anderen helfen zu können, regelmäßige positive Erfahrungen und unproblematische Abläufe motivieren ihn, konsequent vier bis fünf Mal im Jahr zum Spenden zu gehen. Dann tritt auch schon mal seine seit 1959 anhaltende Leidenschaft für das Fotografieren im Schifffahrtswesen in den Hintergrund. Und er versichert, er wolle bis zur Vollendung seines 73. Lebensjahres regelmäßig weiter zum Spenden gehen. Er beklage es, dass die allgemeine Bereitschaft zum Blutspenden nachgelassen habe.

Wenn man bedenkt, dass pro Spende ein halber Liter Blut fließt, hat Wulf Meyer bis heute mit 50 Litern Blut wahrscheinlich manches Leben gerettet und viele Leiden vermindert. Harald Hinz erklärt, das Blut, „der besondere Saft“, werde ja nicht im „Originalzustand“ verwendet, sondern vorher aufgeteilt in rote Blutkörperchen, Blutblättchen und Blutplasma. Der größte Anteil der Blutspenden (19 Prozent) gehe an Krebspatienten, je 16 Prozent an Herzpatienten oder Magen/Darm-Patienten und - anders, als man allgemein glaube - „nur“ 12 Prozent an Unfallopfer. Jeder Blutspender werde vor dem Spenden einem ärztlichen Check-up unterzogen. Das gespendete Blut gehe zur Analyse ins Labor, und somit sei das Blutspenden jedesmal für den Beteiligten eine Gesundheitsvorsorge.
Hinz wies auf die „soziale Komponente“ des Spendens hin. Ja, nicht zu verachten sei der Imbiss nach dem Spenden, bestätigte Wulf Meyer. Das sei dann jedesmal ein schöner Ausklang, da mit einem Klönschnack verbunden. Viele Dauerspender kennen sich schon lange. Bei der Aktion am Donnerstag waren sogar drei ErstspenderInnen dabei. Auch ihnen dankte Harald Hinz im Namen des DRK für ihre Bereitschaft.
Informationen zum Blutspenden und Termine zu Blutspendenaktionen des DRK finden Interessenten unter www.blutspende.de oder über das kostenlose Servicetelefon 0800 11 949 11.



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