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Aufklärer unter neuem Kommando

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Brigadegeneral Oliver Kohl übergab das Kommando von Oberstleutnant Alexander Radü an Oberstleutnant Tobias Aust (vorn v.li).

Brigadegeneral Oliver Kohl übergab das Kommando von Oberstleutnant Alexander Radü an Oberstleutnant Tobias Aust (vorn v.li).

Eutin (aj). Im Rahmen eines Übergabeappelles auf dem Eutiner Marktplatz übertrug Brigadegeneral Oliver Kohl am vergangenen Freitag das Kommando über das Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“ von Oberstleutnant Alexander Radü auf Oberstleutnant Tobias Aust. Radü verlässt Eutin nach drei Jahren und wechselt an das Kommando Heer nach Straußberg bei Berlin.
 

Für ihn sei es sein „persönlicher schwarzer Tag“, sagte der Oberstleutnant in seiner Ansprache. Drei Jahre Kommandeur seien per se etwas Besonderes, an der Spitze der Eutiner Aufklärer zu stehen sicherlich nochmal das berühmte „I-Tüpfelchen“, so der scheidende Kommandeur. Er blickte auf Wegmarken wie den Aufbau der Strukturen der Erstaufnahme-Einrichtung in Horst im Rahmen der Flüchtlingshilfe und den Einsatz in Mali von April bis Oktober 2016 zurück. Im Zusammenhang mit dieser Aufgabe würdigte Brigadegeneral Oliver Kohl die Führungsstärke Radüs.
 

Er attestierte ihm zudem, in der Diskussion mit verantwortlichen Fachleuten Maßstäbe gesetzt und Durchsetzungskraft gezeigt zu haben: „Oberstleutnant Radü hat es fachlich wie menschlich drauf“, meinte Kohl.
 

Der so Gelobte appellierte an „seine“ Soldatinnen und Soldaten, sich umeinander zu kümmern. Abschließend regelte er eine wichtige Personalie, indem er den Oberstleutnant Andreas Fetzer als stellvertretenden Bataillonskommandeur verpflichtete. Damit werde nach 15 Monaten endlich eine Lücke geschlossen und für seinen Nachfolger Tobias Aust seien bessere Rahmenbedingungen gegeben, konstatierte Radü. Als musikalischen Abschied hatte er sich den „Marsch der finnischen Reiterei“ gewünscht, den das Heeresmusikkorps aus Hannover vortrug. Dass der Name des 21. Kommandeurs einen Nachhall haben wird, ist wohl sicher. „Sie sind die Nummer 22“, mit diesen Worten wandte sich Brigadegeneral Kohl an Tobias Aust. Es sei an ihm, sich das Vertrauen der Männer und Frauen zu erringen, betonte Kohl und ergänzte: „Wo Sie stehen, ist vorne. Sie müssen die Richtung vorgeben.“
 

Für Aust ist Eutin kein unbekanntes Terrain: Von 2006 bis 2008 war er als Kompaniechef der 2. Kompanie im Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“ stationiert. Vor seinem Wechsel war er Chef des Stabes der Panzergrenadierbrigade 41 Vorpommern in Neubrandenburg. Für die Stadt Eutin sprach Bürgermeister Carsten Behnk. Er dankte Alexander Radü für die Zusammenarbeit und nannte die gemeinsamen Neujahrsempfänge und die Unterstützung bei der Landesgartenschau und der Eutiner Festspiele als Beispiele. Sein Willkommen galt Tobias Aust: „Auf Eutin können Sie sich verlassen“, versicherte Behnk.



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