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Brunnen ist zurück am Ehrenmal

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Gitta Stender und Regine Jepp freuen sich mit Bürgermeister Carsten Behnk über die Rückversetzung des Brunnens.

Gitta Stender und Regine Jepp freuen sich mit Bürgermeister Carsten Behnk über die Rückversetzung des Brunnens.

Eutin (aj). Er plätschert wieder in dem Areal, für das er einmal gedacht war: In das Ehrenmal für die Toten der Weltkriege in der Oldenburger Landstraße ist im Frühjahr wieder jener Brunnen eingegliedert worden, der dort 1928 vom Architekten Alfred Schulze vorgesehen war. Mit einer offiziellen Einweihung im kleinen Kreis wurde damit in dieser Woche ein Schlusspunkt hinter die wechselvolle Geschichte des sandsteinernen Wasserspiels gesetzt.
Vom Ehrenmal ins Abseits, dann in die Schmuddelecke und zurück führte der Weg des Objektes. Nicht nur für die Eutiner Bürgergemeinschaft ist die Rückversetzung ein Anlass zur Freude. Sprecherin Regine Jepp warf einen Blick zurück: „Die Geschichte des Eutiner Ehrenmals ist eine, die sich über 14 Jahre hingezogen hat. Bereits am 10. August 1914 - vor mehr als 100 Jahren – hat einer der Eutiner Pastoren, Max Harms, an Kirchenrat Rahtgens folgende vertrauliche Notiz geschickt: ‚Um auf alle Fälle gerüstet zu sein, hat die Friedhofskommission heute früh einen Platz bestimmt, der für die hier etwa ihren Wunden erliegenden Kriegsteilnehmer vorbehalten ist. Die Anlage ist so gedacht, dass in der Mitte Platz ist für ein gemeinsames Denkmal…‘“ Es sollte sich noch bis zum 30. Juni 1928 hinziehen, bis das Ehrenmal für die Toten des Ersten Weltkrieges fertig wurde. Fest zum Ensemble des Architekten Schulze aus Malente gehörte auch die Brunnenanlage, die sich oberhalb der Stufen direkt vor den Ehrentafeln befunden hat. „Für diesen Standort ist der Brunnen geschaffen“, so Jepp. Von 1928 bis 1953/54 befand er sich dann direkt zwischen den Bänken vor den Ehrentafeln. „Alfred Schulze stimmte zu, den Brunnen für den Sandsteinsarkophag zu entfernen, der seitdem an die Toten des Zweiten Weltkriegs erinnert“, berichtet die Eutiner Heimatkundlerin. Nachdem er eine Reihe von Jahren unbeachtet in einer Ecke des Ehrenmalgeländes abgestellt worden war, wies man ihm 1992 eine unrühmliche Rolle als „verkehrslenkendes Möbel“ am Berliner Platz zu. Er verdreckte, vermüllte und wurde von den Autofahrern als Puffer zweckentfremdet. Im Zuge der von der Bürgergemeinschaft initiierten Wiederherstellung der entwendeten Gedenktafeln am Ehrenmal wurde an den Vorstand die Frage herangetragen, was mit dem kleinen Sandsteinbrunnen geschehen soll. Schließlich erreichte die Diskussion die politischen Gremien. 2015 wurde beschlossen, den Brunnen an seinen ursprünglichen Platz zurückzuversetzen. Ein Vorhaben, das rund 7000 Euro gekostet und nun ein gutes Ende gefunden hat. Der Brunnen ist täglich von 10 bis 17 Uhr in Betrieb.



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