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„Das Bluesfest muss bleiben!“

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Abi Wallenstein hat schon für sie „Sugarbaby“ gesungen, im Mai wurde sie mit dem Blues Award in der Kategorie „Ehrenpreis National“ ausgezeichnet – Lisa Schirmer kämpft dafür, dass das Bluesfest in Eutin bleibt.

Abi Wallenstein hat schon für sie „Sugarbaby“ gesungen, im Mai wurde sie mit dem Blues Award in der Kategorie „Ehrenpreis National“ ausgezeichnet – Lisa Schirmer kämpft dafür, dass das Bluesfest in Eutin bleibt.

Eutin (aj). Lisa Schirmer ist eine Macherin mit einem guten Auge für Missstände und einer klaren Sprache für ihre Anliegen. Nur zu meckern ist nicht ihr Ding, sie tut was. Dass sie 102 Jahre alt ist, ist dabei kein Hindernis. 500 Unterschriften von Menschen, die möchten, dass das Bluesfest das „Eutiner Bluesfest“ bleibt und nicht künftig in einer anderen Stadt gefeiert wird, hat sie Bürgermeister Carsten Behnk nun übergeben.
Der Termin im Rathaus habe auf Wunsch des Bürgermeisters ohne Pressebeteiligung stattgefunden, berichteten Petra und Dagmar Schirmer, die Töchter von Bluesfan Lisa Schirmer. Die beiden sind immer an der Seite der Mutter und waren natürlich auch dabei, als auf dem diesjährigen Bluesfest die Kunde vom möglichen Ende des mehrtägigen Musikevents auf dem Markt die Runde machte. Lisa Schirmer, als treue Besucherin des international besetzten Festivals ein bekanntes Gesicht in der Szene, war entsetzt: „Da muss man etwas machen!“, das stand für sie sofort fest. Tochter Petra organisierte Zettel im „Brauhaus“ und innerhalb von dreieinhalb Stunden hatten 500 Gleichgesinnte unterschrieben. Angesichts des Beschlusses, den der Vorstand des Vereins Blues Baltica e.V. gefällt hat, wonach für das Bluesfest ein anderer Ort gefunden werden soll, wenn von Seiten der Stadt über das Finanzielle hinaus nicht deutlich mehr Wertschätzung und Entgegenkommen gezeigt werde, erwartet Schirmer Signale aus dem Rathaus: „Der Bürgermeister ist in erster Linie dazu da, die Interessen der Bürger zu vertreten. Das habe ich ihm auch so gesagt“, sagt die Eutinerin energisch. Man sei nett empfangen worden, aber eine klare Antwort auf die Frage: „Warum klappt das Miteinander nicht?“ habe es nicht gegeben. Aus Sicht der Schirmers müsste der Verwaltungschef die Initiative ergreifen: „Ich würde mir wünschen, dass der Bürgermeister alle an einen Tisch holt und die alten Sachen ausräumt“, meint Lisa Schirmer. Anderenfalls müsse ein Vermittler die verhärteten Fronten aufweichen. Sonst, so befürchten die Drei, verschwinde das Bluesfest von Eutiner Landkarte wie beispielsweise das Motorradtreffen. Dass das Schirmer-Trio die Gründung des Fördervereins für das Eutiner Bluesfest unterstützt, versteht sich von selbst. Ihr Appell, tätig zu werden, richtet sich nicht nur an die Verwaltung, sondern auch an die Bürgerinnen und Bürger: „Bewegt Euch mal, Ihr seid die Bürger, also steht auf!“ Lisa Schirmer jedenfalls weiß, was sie täte: „Wenn ich zu bestimmen hätte, würde ich sagen: Das Bluesfest findet statt!“, bekräftigt sie mit der weisen Bestimmtheit ihrer 102 Jahre.



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