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Das ganze Jahr Geburtstag

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Dietmar Rohlf, Faro Sevenheck, Kirsten Bruhn, Gunda Spennemann-Gräbert und André Leben bei der feierlichen Eröffnung der Jahresprojektmesse der Sportjugend Schleswig-Holstein.

Dietmar Rohlf, Faro Sevenheck, Kirsten Bruhn, Gunda Spennemann-Gräbert und André Leben bei der feierlichen Eröffnung der Jahresprojektmesse der Sportjugend Schleswig-Holstein.

Bad Malente-Gremsmühlen (fl). „Herzlichen Glückwunsch! Nein! Wir, die Jahrgangssprecher der freiwillig Diensttuenden im Sport in Schleswig-Holstein (FWD), gratulieren Euch jetzt nicht, weil Ihr das Jahr fast hinter Euch habt, sondern weil wir das gesamte Jahr als Geburtstag ansehen“: Die Einsatzstelle als das Zuhause, in dem die Feier ausgerichtet wird. Anleiter/innen, die wie „Eltern“ alles tun, damit die „Gäste“ (FSJler und BFDler) sich wohl fühlen. Die Sportjugend (SJSH) in der Rolle von „Omi und Opi“ ermöglichen, dass alle überhaupt zusammenkommen können, schaffen den ganzen großen Rahmen.
Diese Rede der Jahrgangssprecher zur Eröffnung der Jahresprojektmesse der Sportjugend Schleswig-Holstein im Sport- und Bildungszentrum Malente zeigt vor allem eines: die Stimmung der FWDler/innen ist positiv, optimistisch und gewürzt mit einer gesunden Portion Humor. Es handelt sich um das Abschluss-Seminar der jungen Freiwilligen. Ein Schwerpunkt ist die Präsentation ihrer Jahresprojekte: Imagefilme, Umgestaltung von Webseiten, Ferienprogramme - hundertvierzig Teilnehmer, ebensoviele Themen. Wie ein roter Faden zeigt sich das Thema Inklusion, verstärkt auch durch die im Mai stattgefundene Special Olympics in Kiel.
Die FWDlerin Anneke Müller (20) aus Eutin hat sich während ihrer Zeit bei der Handballspielgemeinschaft Holsteinische Schweiz mit der Nachwuchsgewinnung beschäftigt. Mit großer Einsatzbereitschaft arbeitete sie ein Konzept zur Gestaltung von Aktionstagen in Kindergärten und Schulen aus. In der Grundschule Sieversdorf gibt es inzwischen eine Arbeitsgemeinschaft, mit der sie jeden Freitag trainiert. Ein wichtiger Aspekt war auch die aktive Nutzung der Facebookseite des HSG als Informationsplattform für interessierte Eltern. Ihre Idee wurde so begeistert aufgenommen, dass ihr Projekt auch mit dem Ende ihres Jahres von einem anderen FWDler weitergeführt werden wird. Malte Koch (19) aus Malente hat seinen Bundesfreiwilligendienst bei Eutin 08 verbracht. Als Kind begeisterter Fußballer beim TSV Malente, hat er jetzt die Jugendmannschaft trainiert. Sein Jahresprojekt ist ein Stickeralbum mit allen dreihundert Spielern von Eutin 08, das voraussichtlich zur nächsten Saison fertig gestellt sein wird. Wo Anneke bereits Gewissheit hat, wird sich für Jannick Taurino (19) vom Handballverband SH e.V. erst in den kommenden Jahren zeigen, ob die Arbeit dieses Jahres Wurzeln schlagen und sich zu einem wiederkehrenden Event entwickeln wird: Ende Juni findet der erste Fehmarn-Beach-Cup für E-Jugend und Frauen im Beachhandball statt.
Dr. Kristina Exner-Carl, Projektleiterin Freiwilligendienste, erklärt, dass es sich für die jungen Menschen um ein Bildungs- und Entwicklungsjahr handelt. Viele erwerben im Rahmen der fünfundzwanzig Seminartage die bundesweite Jugendleitercard (Juleica), die Übungsleiter-Lizenz oder die C-Trainer Ausbildung. Diese Zusatzqualifikationen nehmen die jungen Menschen natürlich mit in ihr Leben nach dem freiwilligen Jahr. Aber, so die Jahrgangssprecher, erhalten alle noch weitere Geschenke: Fähigkeiten wie Verantwortungsbewusstsein, Selbstständigkeit, eine neue Zukunftsorientierung, neue Freunde, wahnsinnig viele tolle neue Erinnerungen und nicht zuletzt ein kleines Taschengeld von Omi und Opi Sportjugend. Kirsten Bruhn, die in Eutin geborene Schwimmerin und Paralympics-Siegerin, inzwischen beim Vorstand des Landessportverbandes, spricht, wie sie sagt, aus eigener Erfahrung, wenn sie die elementare Wichtigkeit von Bewegung und Sport ganz besonders schon bei den jungen Menschen heraushebt. Beides hilft zu reifen, heranzuwachsen. Etwas, dass die FWDler in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit in Sportvereinen und Verbänden intensiv selber in zahlreichen Übungsstunden mit Kindern und Jugendlichen, in Kooperationen mit Schulen und Kindergärten beobachten konnten.
Gunda Spennemann-Gräbert, Referatsleiterin im Kieler Innenministerium, verweist auf die außerordentliche Erfolgsgeschichte des FDJ im Bereich Sport. Ein Erfolg, wie sie betont, der ohne den Einsatz von Dr. Kristina Exner-Carl nicht möglich gewesen wäre. Starteten vor fünfzehn Jahren ganze siebe FWDler, waren es im Jahrgang 2017/18 rund hundertvierzig - insgesamt bereits tausend Freiwillige! Dietmar Rohlf, stellv. Vorsitzender Sportjugend SH, freute sich über die Anerkennung von fünfzehn weiteren Sportvereinen, die nun ebenfalls FWDler beschäftigen können.
Bewerbungen für Freiwilligendienste im Sport sind jederzeit möglich. Detailinformationen, eine Übersicht der Einsatzstellen und Voraussetzungen für die Anerkennung als Einsatzstelle finden sich auf www.sportjugend-sh.de/freiwilligendienste.



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