Reporter Eutin

Denkanstöße im kulturellen Zentrum der Stadt

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Dr. Helga Krupke und Sigrid Sick engagieren sich in Eutin seit vielen Jahren für die SHUG.

Dr. Helga Krupke und Sigrid Sick engagieren sich in Eutin seit vielen Jahren für die SHUG.

Eutin (aj). Seit 1937 gehört Eutin zu Schleswig-Holstein und genau so lange gibt es eine Sektion der Schleswig-Holsteinischen Universitätsgesellschaft in der Stadt. Nach einer Zwangspause zwischen 1942 und 1946 wurde und wird mit den Vorträgen renommierter WissenschaftlerInnen der Hunger nach Wissen gestillt: „Jahrzehntelang fanden die Veranstaltungen in der Aula der Weberschule statt“, berichtet die Vorsitzende Dr. Helga Krupke. Mittlerweile ist man seit Anfang der 2000er Jahre mit den Vorträgen in der Landesbibliothek zu Gast: „Hier im kulturellen Zentrum zwischen Museum, Schloss, Kulturstiftung und den Bibliotheken fühlen wir uns sehr gut aufgehoben“, so Krupke. Gemeinsam mit Sigrid Sick steht sie seit 2012 der Eutiner Sektion vor, Mitglied ist sie seit 2011. Beide fühlen sich nicht nur der Tradition verpflichtet - „Eutin hatte für eine so kleine Stadt immer eine erstaunliche Dichte an Intellektuellen“, konstatiert Dr. Krupke -, sondern sehen den Wert der SHUG in der Aktualität und thematischen Vielfalt der wissenschaftlichen Diskussion, die in den Vortragsabenden für die Eutiner Hörerschaft aufbereitet wird. Ein Angebot, von dem beide Frauen auch ganz persönlich profitieren. Sigrid Sick ist seit 1987 Mitglied der SHUG: „Ich bin über meinen Ehemann Professor Dr. Sick dazu gekommen. Damals waren wir neu in Eutin, da interessiert man sich für alles“, erinnert sich die pensionierte Lehrerin. Schon immer hat sie Themen mit ausgesucht, gemeinsam mit Dr. Krupke ist sie nun für die Abläufe vor Ort verantwortlich, sie betreuen die Referierenden, erledigen die Pressearbeit und stellen aus dem großen Pool der Kieler Christian-Albrechts-Universität das passende Programm für Eutin zusammen. Vieles wird in anschließenden Diskussionen vertieft und wenn sich die Tür zum Seminarraum der Landesbibliothek schließt, werden die Gespräche nicht selten bei einem Absacker in einem Restaurant in der Innenstadt fortgesetzt: „Mich beeindruckt immer wieder, wie lebhaft auch vermeintlich sperrige Themen dargestellt werden“, sagt Dr. Krupke. Sie persönlich, so gibt sie gern preis, hat für sich die Meeresbiologie als fesselndes Sujet entdeckt. Und Höhepunkte, da ist die Medizinerin mit Sigrid Sick einig, sind die Exkursionen zum Geomar in Kiel: „Man hat Zugang zu Institutionen der Universität“, das sehen die Frauen als Privileg. Derzeit zählt die Sektion Eutin rund 100 Mitglieder, die Vorträge sind gut besucht: „Aber für 20 Leute mehr haben wir immer noch Platz!“ Eine freundliche Einladung, die explizit an die Eutiner Schulen und Bildungsinstitutionen geht: „Für die Schulen gab es früher eine kooperative Mitgliedschaft“, erläutert Dr. Krupke. Viele Themen eigneten sich auch als Ergänzung des regulären Unterrichtes: „Wir würden uns freuen, wenn gerade auch junge Menschen wieder verstärkt die Gelegenheit nutzen würden, um schon einmal in Kontakt mit der Universität und wissenschaftlichen Fragen zu kommen“, ergänzt sie. Grundsätzlich sind neue Mitglieder stets willkommen. Sie dürfen sich auf einen regen Austausch unter vielseitig interessierten Menschen freuen und halten damit auch gesellschaftliche Diskussionen lebendig. Oder, wie es Dr. Helga Krupke und Sigrid Sick formulieren: „Kultur ist für eine Stadt wie Eutin enorm wichtig!“
Das aktuelle Vortragsprogramm findet sich auf der Homepage www.shug.uni-kiel.de unter der Sektion Eutin. Für SchülerInnen und StudentInnen ist der Eintritt frei. Der nächste Vortrag am 6. März um 19.30 Uhr beschäftigt sich mit der Frage: „Was ist Postmoderne!“ Es spricht dann der Literaturwissenschaftler Professor Albert Meier.



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