Reporter Eutin

Der Blues ist in der Stadt!

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Eutin (aj). „30 and still young´n´crazy” – 30 Jahre alt und immer noch jung und verrückt. Das gilt beim 30. Eutiner Bluesfest BluesBaltica nicht nur für die dreizehn Acts aus acht Ländern, sondern auch für die Macher des Festivals. Denn ein bisschen verrückt muss man wohl sein, um in einer kleinen norddeutschen Stadt, in der auf den ersten Blick nur wenig an ein Mekka der Bluesszene erinnert, ein mehrtägiges Konzertereignis zu initiieren, zu dem sich internationale Stars der Szene einfinden.
Helge Nickel hat genau das gewagt – und nicht nur er, sondern ganz Eutin hat gewonnen: 30 Jahre Bluesfest, das steht für 30 Jahre richtig gute Musik in einer Atmosphäre von Offenheit und lässig-cooler Lebensfreude. Und so werden sich in diesem 30. Jahr die Eutiner Bluesfans ganz besonders freuen, dass ihre Stadt für vier Tage zum Hotspot wird. „Wir haben viele junge Musikerinnen und Musiker gewinnen können“, kündigt Helge Nickel an. Sie kommen aus den USA, Polen, Dänemark, Deutschland, Norwegen, den Niederlanden, Schweden und Lettland.
Im Gepäck haben sie die verschiedenen Stilrichtungen des Blues: Bluesrock, Traditional Blues, Retroblues, Americana, Funk, Boogie Woogie, Ragtime, Zydeco, Soul, Contemporary Blues, Chicagoblues und Southern Rock. Dass die Musik dem Publikum direkt unter die Haut geht, liegt an der einmaligen Atmosphäre: Auf dem Marktplatz kommen sich Publikum und KünstlerInnen ganz nah – ohne künstlichen Nebel, ohne Lightshow – und ohne Eintritt.
Auch in diesem Jahr ist der Besuch frei, Spenden sind wie immer willkommen. Dass das möglich ist, liegt auch am Engagement des Sponsors: Seit 30 Jahren unterstützt die Sparkassenstiftung das Bluesfest: „Kultur ist das, was Eutin braucht“, erklärt deren Vertreter Hans-Ingo Gerwanski.
Für ihn liegt der Charakter der Veranstaltung im Face-to-face von Musikern und Besuchern: „“Viele Events werden immer greller, bunter, lauter und teurer. In Eutin setzt man einen Kontrapunkt: Wir konzentrieren uns auf den Blues!“, sagt er.
Dieser Blues kommt in gewohnt hoher Qualität daher: Aus Nordamerika reisen Dustin Arbuckle & The Damnations, Jonathan “Boogie” Long und die Sean Chambers Band an, die sicherlich große Konzerte abliefern werden. Dass „verrückt“ auf dem diesjährigen Bluesfest ein Gütesiegel ist, zeigen “Ragtime Rumors” aus den Niederlanden: Sie bringen Neuinterpretationen klassischen Ragtimes auf die Bühne. Das dänische Trio “Fried Okra” überrascht mit modernen Sounds und die “Jan Galach Band” aus Polen dürfte mit psychedelisch angehauchtem Blues, bei dem die Violine im Vordergrund steht, durchaus für Gesprächsstoff sorgen: „Die wollte ich schon lange dabeihaben“, freut sich Organisator Helge Nickel. Ein besonderer Fokus liegt auf Lisa Mills, die als „Artist in residence“ dabei ist. Das gesamte Festival über wird die US-Amerikanerin in Eutin weilen und mehr als einmal zu hören sein.
Rund wird das vielfältige Programm auch in diesem Jahr durch die Nightsessions im Brauhaus und den Frühschoppen im Kultur Café, wo mit „From Copenhagen to Eutin“ eine Fotoausstellung das Bluesfest begleitet.



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