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Ein gefüllter Handwerkskoffer?…

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Freuen sich, pädagogischen Fachkräften mit dem Eutiner Modell ein zeitgemäßes Weiterbildungsangebot machen zu können: Holger Schröder, Angela Metzler (beide Mattiehaus) und Annette Rudolph (VHS Eutin).

Freuen sich, pädagogischen Fachkräften mit dem Eutiner Modell ein zeitgemäßes Weiterbildungsangebot machen zu können: Holger Schröder, Angela Metzler (beide Mattiehaus) und Annette Rudolph (VHS Eutin).

Eutin (aj). Nach seinem Studium und dem Diplom in Sozialpädagogik dachte Holger Schröder, er hätte ausreichend Rüstzeug für seinen beruflichen Alltag und sah sich bald eines Anderen belehrt: „Im Studium ist die sozialpädagogische Familienhilfe oft Thema, aber in der Praxis steht man oft allein da und es fehlt an konkreten Methoden“, erklärt der Familien-Coach. Die Praxis – das ist die Arbeit mit Familien, deren gemeinsames Leben in einer Krise steckengeblieben ist und die deshalb mit der Bitte um Unterstützung an den zuständigen Fachbereich des Kreises, früher das Jugendamt, herantreten. Die Aufgabe der FamilienhelferInnen ist es, im Dialog mit den Familien in kleinen Schritten zu stärken, was gut ist, und überwinden zu helfen, was das Miteinander belastet. Dazu, welcher Methoden sich die PädagogInnen in den jeweiligen Situationen bedienen können, fand Holger Schröder häufig keine griffigen Antworten. Bis er sich daran machte, im Austausch mit den Fachkolleginnen Dr. Miroslawa Britzkow und Henriette Liebmann eine Berufsbegleitende Weiterbildung Fachkraft für Ressourcenorientierte Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH) zu entwickeln: „Wir nennen das Ergebnis ganz selbstbewusst das Eutiner Modell“, erläutert Schröder, der als Fachbereichsleiter im Eutiner Mattiehaus von Angela Metzler arbeitet. Das heilpädagogische Zentrum wird auch Ort der Bildungsmaßnahme sein. Über zwei Jahre sollen Pädagoginnen und Pädagogen in 18 Modulen jeweils freitags von 14.30 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 16.30 Uhr unterrichtet werden und in Gruppenarbeiten und praktischen Übungen erfahren und trainieren, welche Methoden und Techniken in der Arbeit mit den Familien hilfreich und zielführend sein können: „Es ist ein gefüllter Handwerkskoffer für FamilienhelferInnen“, beschreibt Holger Schröder. Zu 224 Präsenzunterrichtsstunden kommen 86 Unterrichtsstunden à 45 Minuten Selbststudium. Am Ende steht eine Leistungsüberprüfung. Ein Zertifikat bescheinigt die erfolgreiche Teilnahme. Ausgestellt wird es von der Volkshochschule Eutin in Kooperation mit Advanced Studies Association der Kieler Christian-Albrechts-Universität: „Ich schmücke das VHS-Programm sehr gern mit einem solchen Angebot“, betont VHS-Leiterin Annette Rudolph. Für die Weiterbildung kann der Bildungsurlaub in Anspruch genommen werden. Detaillierte Informationen zu Inhalt, Abläufen und Finanzierung werden im Rahmen zweier Veranstaltungen gegeben, die für den 30. August im Mattiehaus und für den 20. September in der VHS geplant sind. Die Weiterbildung beginnt am 25. Oktober. „Unser Wunsch an die Teilnehmenden ist: Bringt Eure Erfahrungen ein!“, sagt Holger Schröder. Wer mehr über das Eutiner Modell wissen möchte, kontaktiert ihn unter der Telefonnummer 04521 – 849948 im Mattiehaus. Die Anmeldungen nimmt die VHS unter 04521 – 849880 oder unter Email vhs@eutin.de entgegen.



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