Reporter Eutin

Girls’Day auf der Hubertushöhe

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Isabel (li.) und Silja versuchten sich in der richtigen Schlagtechnik.

Isabel (li.) und Silja versuchten sich in der richtigen Schlagtechnik.

Eutin (aj). „Ihr habt keine Ahnung, was Euch hier erwartet, oder?“, so begrüßte Maik Roloff am letzten Donnerstag die acht Mädchen, die ihm auf dem Mattenboden der Sporthalle gegenübersaßen. Für die 13 bis 15jährigen war der Einblick in die Selbstverteidigung nach der Einkleidung die erste Station des Girls’Days bei der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung und für die Bereitschaftspolizei Schleswig-Holstein auf der Hubertushöhe. Und die Schülerinnen aus Kiel, Preetz, Plön und Eutin waren sofort mitten im Ausbildungsalltag angehender Polizistinnen und Polizisten: „Ich möchte, dass meine Auszubildenden von jedem Einsatz heil wieder nach Hause kommen“, erklärte Roloff und fuhr fort: „Deshalb trieze ich sie und Euch werde ich auch ein bisschen triezen.“ Verantwortlich für polizeipraktische Ausbildung erklärte Roloff den Mädchen Schlag- und Tritttechniken, zeigte ihnen, wie man Angreifer zu Boden zwingen kann. Auch Pfefferspray wurde gezückt, natürlich in der Übungsvariante, bei der nur destilliertes Wasser aus der Düse spritzt. Zunächst eher zurückhaltend, dann zunehmend mutiger folgten die Schülerinnen den Anweisungen. Die wichtige Regel: „Immer böse gucken!“ allerdings wurde nicht immer umgesetzt, dafür machte die Trainingseinheit offensichtlich zu viel Spaß. Ein wichtiges Ziel beim Girls’day, der initiiert wurde, um geschlechtsspezifische Vorurteile und dadurch bedingte Einschränkungen bei der Berufswahl zu überwinden. Bei der Polizei finden sich dafür bereits eine Reihe von Vorbildern in Uniform. Für Martha war der Girls’Day dann auch nicht der erste Kontakt mit der Landespolizei: Dass sie dort bereits ein Praktikum absolviert hat, zeigte die 15jährige beispielsweise bei der sicheren Anwendung des Dreh-Kipp-Hebels. Die Zehntklässlerin will nach dem Abschluss an der Wilhelm-Wisser-Gemeinschaftsschule an das Gymnasium der Kreisberufsschule wechseln. Und danach? „Ich kann mir sehr gut vorstellen, Polizistin zu werden“, lautete die Antwort. Und damit lag Ausbilder Roloff richtig mit seiner Vermutung: „Vielleicht sehe einige von Euch in ein paar Jahren wieder!“



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