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Kleine Sarauer Tomatengärtner

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Bjarne, Maileen, Rebekka, Tabea, Luca, Louis und ihre Tomatengärtner-Kollegen aus dem Sarauer Kindergarten Schatzkiste freuen sich über die reiche Ernte an den selbstgesäten Tomatenbüschen – die roten Tomaten übrigens verstecken sich unter den Blättern

Bjarne, Maileen, Rebekka, Tabea, Luca, Louis und ihre Tomatengärtner-Kollegen aus dem Sarauer Kindergarten Schatzkiste freuen sich über die reiche Ernte an den selbstgesäten Tomatenbüschen – die roten Tomaten übrigens verstecken sich unter den Blättern

Sarau (ed). Rebekka schiebt vorsichtig ein paar Blätter zur Seite und freut sich – drunter versteckt sich eine leuchtend rote Tomate. An der Pflanze gleich nebenan findet Luca eine dicke, reife Tomate, und auch Maileen und Louis werden fündig. „Die haben auf uns gewartet“, strahlt Rebekka, „extra bis nach den Ferien.“ Denn statt in den Kindergartenferien reif zu werden und abzufallen, werden die Tomaten, die die Schatzkisten-Kinder im März gesät haben, erst jetzt ganz langsam nach und nach reif. Genauso wie bei allen andern Tomatengärtnern, die sich nicht des Luxusses eines Gewächshauses rühmen können. Zwar stehen die Schatzkisten-Tomaten einigermaßen regensicher unter dem Überdach des Kindergartens, aber dank des regnerischen Sommers und der Sonne, die wohl irgendwo anders unterwegs ist, brauchen die Tomaten allerorten viel länger, um lecker rot und reif zu werden. „Aber eine haben wir schon probiert“, sagt Tabea, jeder nur ein kleines Stück, „aber das war lecker.“ Im Frühling war es, als der Kindergarten Schatzkiste beschloss, sich am großen Tomaten-Wettbewerb der Martin Meiner-Stiftung aus Bad Segeberg zu beteiligen – die Kindergärten mit den schönsten und meisten Tomaten können sogar eine Fahrt in einen großen Freizeitpark gewinnen. Aber die Schatzkisten-Kinder machen eigentlich nur mit, weil sie es total super finden, ihre Tomaten, die sie selbst und nur mit Hilfe von Kindergartenleiterin Elke Sieck gesät, umgepflanzt, gehegt und gepflegt haben, wachsen und gedeihen zu sehen. Die Sorte ist super für Kinder, denn die Tomatensträucher werden nicht viel höher als 50, 60 Zentimeter – eine perfekte Pflückhöhe also für die kleinen Gärtner. Umso schöner ist es, dass die Tomaten auf die Kinder gewartet haben mit dem Rotwerden, so können sie weiter jede Veränderung von grün über giftiggelb, hell- und dunkelorange bis hin zu leuchtend rot dokumentieren. Im Gruppenraum hängt dazu eine große Tomate, in der alles steht, was bisher so passiert ist. Wann die Tomaten gesät wurden (am 20. März), wann sie das erste Mal umgepflanzt wurden(am 10. Mai) und so weiter – genauso steht da, wer geholfen, wer gegossen, wer gepflückt hat. Und natürlich, dass am 21. Juli, als der Kindergarten für die Ferien geschlossen hat, eine Menge kleiner grüner Tomaten am Busch waren. „Da haben wir uns ganz schön Sorgen gemacht“, sagt Elke Sieck, „dass wir die ganze Tomatenernte verpassen.“ Aber da war es ja fast Glück, dass die Sonne kaum rauskam, und dass die Tomaten deshalb soooo lange brauchen, um rot zu werden. „Gießen müssen wir trotzdem“, sagt Maileen, „weil der Regen nicht an die Erde kommt, weil die Blätter drüber sind.“ Jetzt sollte aber doch mal dringend die Sonne scheinen, denn an den Büschen sind so viele dicke, grüne Tomaten, dass die Zweige sie kaum halten können – „und wir wollen ja auch welche zum Frühstück essen“, sagt Luca. Aber zwei, drei, vier Tomaten werden bis zum gemeinsamen Frühstück am Freitag bestimmt noch reif – „und davon essen wir dann alle“, strahlt Rebekka.



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