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Königstreffer beim siebten Versuch

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Der neue „Hofstaat“ ist proklamiert. Das Königspaar Marina und Lothar Bruhn; Schützenliesel Franziska Burger-Gaede, 1. Ritter Fred Steinacker, Spaßkönig Thorsten Nagel, Kurgastkönigin Christel Renfordt und 2. Ritter Wallda Wagner, 2. Jugendritter Kylian Bart, Jugendkönig Marco Schmidt und 1. Jugendritter Leonie Jürgensen.

Der neue „Hofstaat“ ist proklamiert. Das Königspaar Marina und Lothar Bruhn; Schützenliesel Franziska Burger-Gaede, 1. Ritter Fred Steinacker, Spaßkönig Thorsten Nagel, Kurgastkönigin Christel Renfordt und 2. Ritter Wallda Wagner, 2. Jugendritter Kylian Bart, Jugendkönig Marco Schmidt und 1. Jugendritter Leonie Jürgensen.

Bad Malente-Gremsmühlen (wh). „Nächstes Jahr, zum 50. Blumenkorso, muss das anders werden!“ wendete der Vorsitzende des Malenter Schützenvereins, Manfred Scheef, nach der traditionellen Veranstaltung seinen Blick nach vorn. Der Korso hatte wieder viele Malenter und ihre Besucher angelockt. Doch es waren in diesem Jahr lediglich sieben Motivwagen dabei, und zwar von den Friseurstudios „Haareszeiten“ (Eutin, 1. Preis) und „BelHair“ (Plön, 2. Preis), von den Gemeindewerken Malente, der Gemeinde Malente, der Johanniter Unfall-Hilfe, dem THW Eutin und vom Verschönerungsverein Timmdorf. Ihnen galt Scheefs Dank, wie auch den anderen Teilnehmern am Festzug: den lustigen Fußgruppen, den Malenter Schützenbrüdern und -Schwestern in ihren schicken Uniformen sowie Abordnungen befreundeter Vereine, der Feuerwehr Malente samt Jugendabteilung sowie dem Spielmannszug, die alle zusammen ein buntes Bild abgaben.
Geradezu „traditionell“ war in diesem Jahr auch wieder die Suche nach Bewerbern um die Königswürde. Aber dann hat es, gleichsam „fünf Minuten vor Zwölf“, doch noch geklappt, und zwei erfahrene und „lang gediente“ Schützenbrüder stellten sich dem Duell um Würde und Bürde: Lothar Bruhn und Peter Heins. So konnte ein erleichterter Manfred Scheef am Ende trotz der geringen Beteiligung am 49. Blumenkorso und trotz der Absage einer Catering-Firma von einem gelungenen Schützenfest sprechen. Schließlich ist Improvisation eine der Stärken des Vereins und seiner 170 Mitglieder, von denen etwa 70 Schützenbrüder und -Schwestern dem aktiven Schießsport frönen. Wie flexibel die Malenter Schützen sind, zeigte sich auch beim Kinder-Königsschießen. Als die schon etwas betagte Armbrust mitten im Wettschießen kaputt ging, warfen die kleinen Schützen die Pfeile ganz einfach per Hand in Richtung Zielscheibe, berichtet Schützenbruder Martin Locker. Kinder-König wurde Mathis Boller aus Eutin (12 Jahre), 1. Kinder-Ritter wurde Pascal Schindler aus Malente (15), 2. Kinder-Ritter Till Boller (10 Jahre) aus Eutin.
Für Lothar Bruhn war es das siebte Mal, dass er versuchte, die Königskette zu erringen. Um so mehr freute er sich, dass es ihm nach anderthalb Stunden und 170 von ihm und seinem Mitbewerber abgegeben Schüssen aus dem Kleinkalibergewehr gelang, den von Jens Albrecht und Günter Timm konstruierten Vogel abzuschießen. Der 66jährige Lothar Bruhn war im Berufsleben als Kfz-Mechaniker tätig und 40 Jahre lang als Bootsführer bei der Fünf-Seen-Fahrt. Dem Malenter Schützenverein gehört er seit 26 Jahren an, und zwar als aktiver Pistolen-Sportschütze. Nichtsdestoweniger war das KK-Gewehr für ihn kein Problem. Er freut sich, und seine Frau Marina freut sich erst recht, dass ihm jetzt – „endlich“, wie er sagt - der krönende Schuss gelungen ist. Das sei bei der schusssicheren Konkurrenz von Schützenbruder Heins kein Selbstläufer gewesen. – Ein Zapfenstreich im Kurpark mit anschließendem Fackelzug zum Abfeiern im Schützenhaus bildete den Abschluss eines vom Wettergott großzügig begünstigten Schützenfestes in Malente.



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