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Malenter Bahnhof soll Drehscheibe für Mobilität werden

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Bürgermeisterin Tanja Rönck und Birgit Boller, Projektkoordinatorin „Unser Malente 2030“, informierten Besucher der Planungswerkstatt.

Bürgermeisterin Tanja Rönck und Birgit Boller, Projektkoordinatorin „Unser Malente 2030“, informierten Besucher der Planungswerkstatt.

Bad Malente-Gremsmühlen (wh). In der Liegehalle des Kurparks sah man am Sonntag viele informative Broschüren und große Schautafeln, die zum Teil an diesem Tag oder auch schon bei ähnlichen Veranstaltungen von Bürgern mit vielen handgeschriebenen Vorschlägen bestückt waren. Es ging hauptsächlich um den Malenter Bahnhof, der eines nicht allzu fernen Tages eine „Drehscheibe für Mobilität“ sein soll. Bei dieser Veranstaltung im Rahmen des deutschlandweiten „Tags der Städtebauförderung“ standen Bürgermeisterin Tanja Rönck, Birgit Boller (Projektkoordinatorin „Unser Malente 2030“) sowie ein Gutachterteam der Agentur BahnStadt und von der EBP Deutschland GmbH den interessierten Besuchern mit Auskünften zur Verfügung.
Schon am Vormittag saßen Gemeindevertreter, sachkundige Einwohner und Experten in einem Planungs-Workshop zusammen und zerbrachen sich die Köpfe, wie die Visionen von einem Bahnhof als attraktivem Entree in den Heilklimatischen Kurort Bad Malente verwirklicht werden könnten. Überraschend sei gewesen, sagte Bürgermeisterin Rönck, dass die in diesem Workshop geäußerten detaillierten Vorschläge und Ideen sich als fast deckungsgleich mit jenen herausstellten, die bei früheren Gelegenheiten im Rahmen der Strategie „Unser Malente 2030“ (IGEK) unter breiter Bürgerbeteiligung erarbeitet worden waren.
Auf Fragen wie „Was benötigen Sie zum Reisen, Parken, Warten? Was könnte der Malenter Bahnhof als Mobilitätsdrehscheibe darüber hinaus noch bieten?“ gab es viele Vorschläge, stichwortartig festgehalten auf Flipcharts und großflächigem Packpapier. Viele wünschen sich den Malenter Bahnhof als freundliches Tor zum Ort, als Ort des Ankommens, des Verabschiedens und des Aufenthalts. „Wie ein zum Kurpark passendes Malenter Schmuckstückchen, ruhig ein bisschen altmodisch, aber liebenswert“, heißt es an einer Stelle; an anderer: „So ähnlich wie der Plöner Bahnhof“. Als wichtig wird vor allem Barrierefreiheit betont, erwünscht werden Carsharing-Parkplätze und Erhalt beziehungsweise Reaktivierung des dritten Gleises nach Lütjenburg und eine Vernetzung der Dörfer mit Bussen.
Dem Bahnhofsgebäude selbst gelten viele Vorschläge und Wünsche: Das historische Erscheinungsbild solle gewahrt und das Gebäude nachhaltig mit ökologischen Baustoffen saniert werden. Das Obergeschoss stellt man sich als vermietet vor, während der untere Teil des Gebäudes der Nutzung durch unterschiedliche soziale Gruppen dienen soll. Überhaupt spielt die wettergeschützte Aufenthaltsmöglichkeit mit Café oder Imbiss und WC auf der Wunschliste eine große Rolle. Auch möchte man gerne Tourist-Info und Bahn-Info sowie Fahrkartenverkauf dort zusammen haben, und zwar mit kundenfreundlichen Öffnungszeiten, denn - so schreibt ein Bürger - „Urlauber kommen in der Regel nach 17 Uhr oder am Wochenende“. Last but not least wäre eine Buchhandlung im Bahnhofsgebäude begrüßenswert und/oder eine Bücher-Tauschecke wie die Telefonzelle in Braak.
Schon diese kleine Auswahl der Ideen zum Malenter Bahnhof und dessen Umgebung zeugt wohl von der großen Kreativität der Bürger und Planer. Und der Bahnhof ist ja „nur“ ein Teil des großen Projekts „Unser Malente 2030“, eines komplexen Unterfangens mit vielen planerischen und finanziellen Aspekten, wovon Birgit Boller als Projektkoordinatorin mehr als ein Lied zu singen weiß. Informationen, auch über Teilaspekte des gesamten Projekts - wie Wirtschaftsförderung, Wohn- und Zuzugsinitiative, Gesundheit, Bildung, Sport, Tourismus und Umweltschutz – sind auf der Projekt-Seite im Internet zu finden, wo man auch die Newsletter (der neueste ist gerade herausgekommen) lesen oder downloaden kann: www.malente.de/de/m-t-alente-news.



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