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sky am Marktplatz schließt - 27. Januar letzter Verkaufstag

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Helga Ehlers-Schmidt hofft als Stammkundin auf einen Lebensmittelmarkt, der die Lücke nach der Schließung des sky-Marktes schließen wird.

Helga Ehlers-Schmidt hofft als Stammkundin auf einen Lebensmittelmarkt, der die Lücke nach der Schließung des sky-Marktes schließen wird.

Eutin (aj). Fleisch- und Käsetheke sind schon leergeräumt, seit Ende Dezember gehen hier keine Waren mehr über den Tresen und auch in den anderen Regalen des Eutiner sky - Marktes am Marktplatz klaffen Lücken, die nicht mehr aufgefüllt werden. Was schon lange bekannt ist, wird nun greifbar: Der 27. Januar ist der letzte Verkaufstag des Lebensmittelmarktes. „Es rechnet sich nicht mehr. Ein wirtschaftlicher Betrieb ist an diesem Standort nicht möglich“, teilt Sabine Pfautsch, Leiterin der Unternehmenskommunikation der Supermärkte Nord, zu den Gründen für die Schließung mit. Alle 18 Mitarbeiter würden in umliegenden Märkten weiter beschäftigt und seien vor der Öffentlichkeit informiert worden. Der Verlust betrifft Laufkundschaft und Stammkäufer gleichermaßen: „Ich bin traurig, dass hier geschlossen wird“, sagt Helga Ehlers-Schmidt. Für sie sei der sky-Markt bislang täglicher Anlaufpunkt gewesen, erzählt sie, während sie Leergut in den Pfandautomaten schiebt. Nicht nur das Angebot, auch die besondere Atmosphäre hätten den Supermarkt ausgemacht: „Ich komme so gern her, die Mitarbeiter sind besonders nett, es ist übersichtlich und persönlich“, beschreibt die 79jährige. Ihr Wunsch ist klar: „Es wäre schön, wenn sich wieder ein Lebensmittelhandel hier ansiedeln würde.“ Eine Hoffnung, die viele Kunden teilen, die als Anwohner oder für die Besorgungen in der Mittagspause den Markt ansteuern. Auch auf offizieller Seite wird die Schließung bedauert: „Wir haben uns als Stadt sehr frühzeitig um die Immobilie bemüht und Kontakt mit dem Eigentümer aufgenommen“, berichtet Stadtmanagerin Kerstin Stein-Schmidt. Es habe persönliche Treffen vor Ort gegeben. Der Eigentümer sitzt in Dänemark. Gesprächspartner sei ein Makler aus Kiel gewesen, der als Eigentümervertreter agiert habe. Das Objekt sei auch in der städtischen Ladenflächenbörse im Internet zu finden. Direktansprachen und Kontaktvermittlung hätten bislang aber nichts ergeben: „Das bedauern wir sehr und wir werden weiterhin aktiv im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen. Inzwischen ist ein zweiter Makler mit der Vermarktung des Objektes beauftragt worden - ein Spezialist für Gewerbe-Immobilien aus Berlin. Von dort aus wurde vor Weihnachten eine weitere Direkt-Ansprache im Lebensmittelhandel durchgeführt. Auch mit diesen Kollegen sind wir im Gespräch und unterstützen beispielsweise mit unserer Standortbroschüre“, führt Stein-Schmidt aus. Man wünsche sich für die Innenstadt weiterhin eine Nahversorgung am Standort. Allerdings: Die Vermarktung des Objektes liege ebenso in den Händen des Eigentümers wie die Preisgestaltung: „Darauf haben wir keinerlei Einfluss“, so die Stadtsprecherin.



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