Reporter Eutin

Verstärkung für die Landespolizei

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Die Jahrgangsbesten mit Staatssekretär Geerdts und dem Stellvertretenden Landespolizeidirektor Henning Nebbe und Polizeidirektor Arne Dunka.

Die Jahrgangsbesten mit Staatssekretär Geerdts und dem Stellvertretenden Landespolizeidirektor Henning Nebbe und Polizeidirektor Arne Dunka.

Travemünde (t). 102 Nachwuchs-Polizisten strahlten Donnerstagnachmittag um die Wette: Bei einem stimmungsvollen Festakt im Maritim Strandhotel zogen die 36 jungen Frauen und 66 Männer einen Schlussstrich unter ihre zweieinhalbjährige Ausbildung für den mittleren Polizeivollzugsdienst. Aus den Händen des Stellvertretenden Landespolizeidirektors Henning Nebbe und des Leiters der Fachinspektion Aus- und Fortbildung der PD AFB Arne Dunka erhielten die sichtlich erleichterten Ordnungshüter ihre Ernennungsurkunden zu Polizeiobermeistern. Aber nicht nur die erfolgreichen Uniformträger hatten einen Grund sich zu freuen. Auch die Dienststellen des Funkstreifendienstes im Lande und der ersten Einsatzhundertschaft sehnten das Ausbildungsende der Jungpolizisten herbei, denn die frisch gebackenen Polizeiobermeisterinnen und -obermeister werden ihnen ab 1. Februar als Verstärkungskräfte zur Verfügung stehen. Und der Rahmen für die Ernennung hätte kaum festlicher sein können. Rund 850 Gästen füllten den großen Saal, neben Familienangehörigen, engen Freunden und Ausbildern der jungen Ordnungshüter auch unzählige Führungskräfte der Landespolizei. Und mit seiner Gegenwart unterstrich Innenstaatssekretär Torsten Geerdts seine Wertschätzung und die Bedeutung des Festaktes zu Ehren des Polizeinachwuchses. „Ich bin wirklich stolz, so viele hervorragend ausgebildete neue Polizeiobermeisterinnen und Polizeiobermeister in unserer Landespolizei begrüßen zu dürfen. Egal ob im Streifenwagen oder in der Einsatzbewältigung. Wir freuen uns auf Sie und wir brauchen Sie“, bekundete Torsten Geerdts dem Nachwuchs seinen Respekt. Die 102 Beamtinnen und Beamten würden ab sofort gemeinsam mit zahlreichen Kolleginnen und Kollegen in Einsatzzügen, Dienstgruppen und anderen Einheiten eng zusammenarbeiten. Jeder von ihnen müsse alles dafür tun, damit diese Team-Arbeit so vertrauensvoll und reibungslos wie möglich verlaufe, appellierte Geerdts. Sie sei ein entscheidender Grundstein für eine erfolgreiche zukünftige Arbeit und immens wichtig, um das große Vertrauen der Menschen in die Landespolizei auch in Zukunft zu bestätigen, so der Staatssekretär. Der Staatssekretär verglich die Arbeit innerhalb der Polizei mit dem Spiel einer Fußballmannschaft: „Gehen Sie bitte nicht davon aus, dass Sie zunächst erst einmal auf der Reservebank sitzen werden. Das Gegenteil wird der Fall sein: Sie werden vom ersten Tag an in der Startelf stehen. Sie spielen 90 Minuten und gehen, wenn es sein muss, auch noch in die Verlängerung“. In seiner Rede dankte Torsten Geerdts ausdrücklich auch allen Verantwortlichen der Polizeidirektion Aus- und Fortbildung, den Lehrern und Ausbildern des Nachwuchses.
Und Henning Nebbe gab den ausgebildeten Polizisten Empfehlungen für ihren weiteren beruflichen Werdegang. „Sie sind in ihrer Ausbildung umfassend vorbereitet worden auf das, was jetzt auf Sie zukommt. Die Erfahrung wird Ihnen weiter helfen“, sagte der Leitende Polizeidirektor. Die ausgebildeten Beamten hätten sich nicht nur für einen tollen und anspruchsvollen, sondern auch staatstragenden Beruf entschieden. Wir brauchen und warten auf Sie“, sagte Nebbe. Dabei hob er die Rolle der Landespolizei als Bürgerpolizei hervor.
„Sie haben sich vor rund dreieinhalb Jahren in einem Feld von rund 2.300 Bewerbern durchgesetzt und ihr Leistungsvermögen erstmals unter Beweis gestellt“, rief Arne Dunka in seiner Festansprache in Erinnerung. Im August 2016 seien es dann insgesamt 130 Nachwuchspolizisten gewesen, die ihre anspruchsvolle Ausbildung bei der PD AFB in Eutin aufgenommen hätten. Die Altersspanne habe seinerzeit vom minderjährigen Schulabgänger bis eben hin zum lebens- und berufserfahrenen Anwärter jenseits der 30 mit Frau und Kind gereicht, berichtete der Polizeidirektor. 12 Anwärter hätten sich während der laufenden Ausbildung erfolgreich für einen Umstieg in den gehobenen Dienst zu beworben und würden nun an der Fachhochschule in Altenholz studieren. Der Durchschnittswert des Jahrgangs sei mit 9,56 Punkten in der Abschlussnote „eine hervorragende Leistung“ und bedeute damit im Vergleich zu den bisherigen Jahrgängen den 2. Platz. Und auch bei der Umsetzung des theoretischen Wissens im Berufspraktikum habe der Jahrgang mit einem Notendurchschnitt von 11,36 Punkten eindrucksvoll Leistungen gezeigt und ihre zukünftigen Dienststellen offensichtlich von sich überzeugt. Für mehrere Lacher sorgten Alica Wendorff und Alex Kaiser bei ihrem humorvollen Rückblick auf die zweieinhalbjähre Ausbildungszeit. „Heute haben wir es aber geschafft, wir sind durch. Nun sind wir keine Anwärter mehr, sondern Respektpersonen“, sagte Wendorff augenzwinkernd. Stellvertretend für ihren Jahrgang richteten die beiden jungen Polizisten ihren Dank an die Ausbilder, die dafür gesorgt hätten, dass sie für neue berufliche Herausforderungen gewappnet seien.
Besonders würdigten Arne Dunka und Henning Nebbe die 17 Jahrgangsbesten, die ihre Laufbahnprüfung und damit die Ausbildungszeit mit der Gesamtnote „gut“ abgeschlossen hatten und dafür mit einem Buchpräsent ausgezeichnet wurden.
Als Nummer eins unter den 102 Absolventen beendete mit 12,71 Punkten Jan-Niklas Niemeyer die Ausbildung. Zweitbeste wurde mit der 23-Jährigen Diana Rowedder (12,41 Pkt) eine Eutinerin vor Nathalie Küster (12,25 Pkt) aus Neumünster. Auf den weiteren Plätzen Marcel Kirschner (12,19 Pkt), Philipp Penning (12,14), Jesko Teetz (12,10), Rica Fischer (11,31), Lisa Wehmeyer (11,73), Patrick Boyni (11,57), Viola Wojciechowski (11,38), Daniel Paetzel (11,33), Lucas Vossgerau-Joes (11,17), Marie Sommer (11,14), Sandro Mehl (11,05), Ludger Moschet (11,02) sowie Malika Feddersen (11,01) und Alex Kaiser (11,00).
Begleitet wurde der Festakt von schwungvollen musikalischen Darbietungen von Alice und Jiri Halada mit der Sängerin Selina.


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