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Wieder ein Großbrand in der Gemeinde Süsel

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Am Sonntagabend brannte eine Scheune in Zarnekau komplett aus.

Am Sonntagabend brannte eine Scheune in Zarnekau komplett aus.

Zarnekau (aj). Erneut sorgt ein Großbrand in der Gemeinde Süsel für Unruhe: Gegen 21.50 Uhr wurde am vergangenen Sonntag, dem 13. Mai ein Feuer in Zarnekau gemeldet. Drei Süseler Ortswehren rückten aus, aber ein Ausbrennen des 15 mal 18 Meter großen Gebäudes war nicht zu verhindern. Die um 1900 erbaute Scheune, in der Stroh und Heu, landwirtschaftliche Kleingeräte und Heizöl gelagert waren, brannte komplett aus: „Das THW Eutin musste das Dach und eine Wand abbrechen, damit das Löschen möglich war“, berichtete Gemeindewehrführer Rolf Müller am Tag danach. Auch Eutiner Feuerwehrleute rückten an. Die Schadenshöhe könne noch nicht beziffert werden, teilte die Pressestelle der Polizeidirektion Lübeck mit. Der Kriminaldauerdienst hat in der Nacht die ersten Ermittlungen aufgenommen und beschlagnahmte den Brandort nach Abschluss der Löscharbeiten. Die weitere Sachbearbeitung hat die Kriminalpolizei in Eutin übernommen. Die Ermittler bitten um Zeugenhinweise. Sachdienliche Hinweise werden telefonisch unter der Rufnummer 04521-8010 erbeten. Für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren aus Zarnekau, Röbel und Bujendorf, war es ein erschreckendes Déjà-vu: Nach einer Halle der Küstenwerkstatt in Bujendorf und einer Halle auf dem Grundstück von Segler Christian Sach in Zarnekau stand in der Nacht auf den 4. Mai die Schützenhalle in Bujendorf in Flammen. Entgegen einer ersten anderslautenden Meldung laufen auch hier die Untersuchungen zur Brandursache, unter anderem waren Brandspürhunde im Einsatz: „Wenn es viermal hintereinander in der Größenordnung brennt, bekommt man schon ein mulmiges Gefühl“, erklärt Rolf Müller unumwunden. Währenddessen erfährt der Gesellige Verein Bujendorf aus dem ganzen Kreis Zuspruch und Unterstützung: „Das reicht von kostenfreien Angeboten zur Raumnutzung für Veranstaltungen und Versammlungen, aber auch für den Schießsport unseres Vereins bis zur Frage, ob wir helfende Hände brauchen“, erzählt der erste Vorsitzende Stefan Möller. Per Email und Telefon erreicht ihn eine Welle der Hilfsbereitschaft: „Es ist überwältigend, was da an Anteilnahme eingeht“, so Möller. Als Feuerwehrmann war er der Erste vor Ort, als mit der Schützenhalle das Gebäude Raub der Flammen wurde, das nicht nur der soziale Mittelpunkt des Dorfes, sondern ein zentraler Ort für die gesamte Gemeinde Süsel gewesen ist. Gerettet werden konnten die Vorderlader und die Gewehre der Sportschützen, auch die Fahnen der Bujendorfer konnten bewahrt werden. Für das Schützenfest, das alljährlich traditionell am letzten Augustwochenende stattfindet, hofft Möller, dass die Brandruine abgeräumt ist: „Wir wollen das Schützenfest hier in Bujendorf feiern“, sagt er. Dann würde ein Festzelt auf dem Platz aufgestellt. Ein wirklicher Ersatz für die Schützenhalle, die nach dem Schützenfest 1993 zum Schützenfest 1994 von den Vereinsmitgliedern in Eigenleistung errichtet wurde, ist das natürlich nicht. Deshalb ist es das Ziel, einmal eine neue Schützenhalle zu bauen. Mit gutem Grund: „Die Schützenhalle war das Herzstück unseres Dorfes“, betont Möller.



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