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„Die Fledermaus“ und einige musikalische Extras auf der Bühne am See

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Festspiel-Intendantin Dominique Caron, Geschäftsführerin Sabine Kuhnert und Arend Knoop, technischer Leiter der Eutiner Festspiele werben für „Die Fledermaus“ und einige musikalische Sonderveranstaltungen, mit denen für die nächste Spielzeit auf der Bühne am Eutiner See zum Teil neue und ungewöhnliche Akzente gesetzt werden.

Festspiel-Intendantin Dominique Caron, Geschäftsführerin Sabine Kuhnert und Arend Knoop, technischer Leiter der Eutiner Festspiele werben für „Die Fledermaus“ und einige musikalische Sonderveranstaltungen, mit denen für die nächste Spielzeit auf der Bühne am Eutiner See zum Teil neue und ungewöhnliche Akzente gesetzt werden.

Eutin (los). „Die Fledermaus“ flattert nach 12 Jahren Abstinenz im kommenden Jahr wieder über die Freilichtbühne am Eutiner See. Der Kartenvorverkauf hat begonnen und wer sich schon jetzt für eine Vorstellung der Operette von Johann Strauß die besten Plätze auf der Tribüne im Schlosspark sichern will, kann vom Frühbucherrabatt von 15 Prozent profitieren, der bis 1. Dezember gewährt wird – ein guter Tipp für alle, denen Weihnachten zu plötzlich da ist... Die Vertreter der gGmbH Neue Eutiner Festspiele – Intendantin Dominique Caron, Geschäftsführerin Sabine Kuhnert und Arend Knoop, technischer Leiter – stellten in der vergangenen Woche das neue Festspielprogramm und einen veränderten Kurs vor. Zwar müssen Opernfreunde auf eine ebensolche Inszenierung verzichten, dürfen aber auf „Die Fledermaus“ umso gespannter sein. Neben der beliebten Operette sind vier Sonderveranstaltungen geplant, die während der Spielzeit besondere Akzente setzen sollen. Das Konzept zielt auf Publikumswirksamkeit: Es gilt, pro Vorstellung 1800 Platzkarten zu verkaufen. „Wir können nicht das tun, was uns am meisten Spaß macht“, erklärte Dominique Caron mit Blick auf die Kosten sowie auch auf die nahe Konkurrenz der Bühnen in Kiel, Lübeck und Schwerin. Hintergrund: Der Oper „Der Vogelhändler“ war in dieser Saison während der regnerischen Sommerwochen wenig Erfolg beschieden. Nun soll „Die Fledermaus“, so die Hoffnung, Musikfreunde buchstäblich ins Schwärmen bringen und die Sitzreihen füllen. Dominique Caron hat das musikalisch anspruchsvolle Werk in der Vergangenheit schon einmal inszeniert und freut sich auf die musikalisch-künstlerische Herausforderung, die Solisten und Musikern viel Können abverlange. „Die Fledermaus ist für mich eher wie eine Oper“, beschreibt Dominique Caron das rund dreistündige Werk mit einer Fülle tänzerisch beschwingter Melodien. „Eines der ironischsten und vergnügungssüchtigsten Werke“, sagt sie, „und auch das Schwerste in diesem Metier.“ Bei den Aufführungen wechselten die beiden Dirigenten Romely Pfund und Leo Siberski sich ab, die Vorstellungen sind aufgeteilt. „Beide geben so ihre eigenen künstlerischen Gedanken dazu“, verdeutlichte Dominique Caron. Beliebte und berührende Melodien und echte Klassiker stehen auch im Mittelpunkt der Sonderveranstaltungen. Werke für Chor, Orchester und Solisten sind bei der „Romantischen Reise von Weber bis Wagner“ zu erleben. Ein Kaleidoskop der beliebtesten Melodien der Wiener Zeit bietet zudem „Die wunderbare Welt der Operette“, beide Aufführungen dirigiert Romely Pfund. Zum „Gala-Abend am Eutiner See“, den Dominique Caron leiten wird, werden als besonderer Ohrenschmaus italienische und deutsche Opernklassiker in Szenen serviert, Chor und Solisten inbegriffen. Und mit der Uraufführung „Die Wolfsschlucht“ beschreiten die Festspiele sogar ganz ungewohnte neue Pfade, die sich jenseits des sprichwörtlichen Tellerrands befinden und dem Vorhaben, den Altersschnitt des Publikums zu drosseln, Rechnung tragen soll. „Der Freischütz meets Rock! Die wahre Geschichte von Max und Agathe“, verspricht das Crossover unter der Leitung von Leo Siberski. Bei dieser Aufführung werde die Geschichte unter der Einarbeitung moderner Untertöne neu aufgerollt und etwas anders präsentiert. Eine interessante Deutung von Webers „Freischütz“, bei der etwa die Figur der Agathe mehr in der Pop-Welt angesiedelt sei und ein ungewöhnliches Experiment mit Wiederholungspotenzial: Wenn der Kartenvorverkauf im Winterhalbjahr auf baldigen Ausverkauf hindeuten sollte, könne ein weiterer Veranstaltungstermin avisiert werden, so Dominique Caron. Nach der Spielzeit ist vor der Spielzeit und so werden bereits Vorkehrungen getroffen. Unter diese fallen sowohl Reparaturen der Lampen und der Tontechnik, als auch die Planung für den Kulissenbau, der ab Januar starten werde, erklärte Arend Knoop. Für rund 20.000 Euro sei die Kabellage auf den Stand der neuesten Sicherheitsvorschriften gebracht worden, zudem sei das Mischpult in der Tontechnik auf Computer umgestellt worden, so dass 2017 keine weiteren Ausgaben für die Licht- und Tontechnik zu erwarten seien. Als marode habe sich allerdings der Kulissenunterbau erwiesen. Der müsse in rund zwei bis drei Jahren erneuert werden. „Und dann stehen Investitionen bis zu 25000 Euro im Raum“, blickte Knoop voraus. „Deshalb müssen wir 2017 mit viel geringeren Mitteln über die Bühne kommen.“ Zumal in der Technik Vieles zu hohen Mietpreisen angeliehen werden müsse, was angesichts der rasant voranschreitenden technischen Entwicklung gar nicht angeschafft werden könne. Aus Kostengründen sei auch das Kartenhäuschen am Jungfernstieg aufgegeben worden. Die Abwicklung des Kartenverkaufs beschränkt sich damit auf die Kartenzentrale in der Opernscheune. Kartenbestellungen erfolgen am besten telefonisch unter 04521-80010 (Fax 04521-800111) und per Email unter ticket@eutiner-festspiele.de – bis zum 1. Dezember gibt es 15 Prozent Rabatt!



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