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Bürgermeisterkandidat Sven Markus Kockel: Ein Timmendorfer für Timmendorfer Strand

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Rechtsanwalt Sven Markus Kockel („Ein Timmendorfer für Timmendorfer Strand“) bewirbt sich um das Bürgermeisteramt. (Foto: hfr)

Rechtsanwalt Sven Markus Kockel („Ein Timmendorfer für Timmendorfer Strand“) bewirbt sich um das Bürgermeisteramt. (Foto: hfr)

Timmendorfer Strand. Sven Markus Kockel lebt seit 35 Jahren mit nur kurzen Ausbildungsunterbrechungen im Gemeindegebiet. Nach der Schule neun Jahre als Gastronomieunternehmer, später als Gästeführer, Unternehmer und mittlerweile als selbstständiger Rechtsanwalt verfügt er neben der Befähigung zum höheren Dienst über fundiertes Detailwissen hinsichtlich der Gemeinde und kennt ihre Besonderheiten.
 

„Ich bin in keinem Verein, keiner Partei und habe keine Seilschaften hier. Ich bezahle meinen Wahlkampf aus eigener Tasche und bin gerne unabhängig. Als Volljurist habe ich die Befähigung zum höheren Dienst, die mit Blick auf die anspruchsvolle Rathausarbeit in dem Großunternehmen Timmendorfer Strand unverzichtbar ist. Eine vernünftige und fehlerfreie Führung der Verwaltung ist nur mit den entsprechenden Kenntnissen im kommunalen Verwaltungsrecht möglich. Zudem erfordert eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Gemeindevertretung auf Augenhöhe große Kompetenz. Die vorhandenen Qualitäten und den Willen jedes Einzelnen abzurufen und gemeinsam zu einen, das ist eine Aufgabe, die nur dann lösbar ist, wenn man es gewohnt ist, selbst auf höchstem Niveau Entscheidungen zu treffen und Lösungen zu finden. Strukturiertes fehlerfreies Arbeiten kann man nicht erst im Amt lernen und dabei auf Hilfe und Vertrauensvorschuss von Gemeindevertretung, Mitarbeitern und Bürgern hoffen. Es müssen beim Amtsantritt die Fachkompetenzen sicher vorliegen, damit man vernünftig starten kann und der frische Elan bei allen nicht wieder sofort dahin ist,“ sagt Kockel.
 

Sein Programm ist geprägt von einer Neugewichtung der Ortsinteressen zu Gunsten von Bürgern und Natur. Die weitere Überbetonung des Tourismus zu Lasten der Bürger und Natur sei daher sofort zu beenden, ohne die bestehenden Qualitäts- und Traditionsbetriebe sowie die vorhandenen Kapazitäten zu schwächen oder zu behindern. Hinsichtlich weiterer Ferien- und Zweitwohnungen fordert Kockel jedoch einen sofortigen Stopp, um jede weitere Verdrängung der Dauerbevölkerung zu unterbinden und die letzten ortstypischen Gebäude zu retten. Nach Vorbild der Regelungen in Berlin oder Barcelona will Kockel verbindliche örtliche Satzungen gegen die „Syltisierung“ in der Gemeinde und für echte Bleibechancen der Einheimischen in allen Altersklassen durch eine Mindestquote Dauerwohnen schaffen. Um langfristig besseren Einfluss auf die Ortsentwicklung nehmen zu können, will Kockel zudem die Erbpacht mehr nutzen.
 

Flankiert werden sollen diese Maßnahmen mit der zulässigen Verdoppelung der Zweitwohnungssteuer, ebenso sieht Kockel gerade im Bereich der größeren gewerblichen Ferienvermietung und in den Branchen, die intensiv vom Tourismus profitieren einen Justierungsbedarf bei der Fremdenverkehrsabgabe und der Gewerbesteuer. Durch die vorgenannten Mehreinnahmen in Millionenhöhe seien neue preisbewusste Investitionen vorrangig für die Gemeindebürger finanzierbar. So müssten Straßenausbaubeiträge nicht mehr erhoben werden, Investitionen für Senioren und die Barrierefreiheit im Gemeindegebiet seien leichter möglich, das Eigenkapital für Grundstücke und Bauprojekte im Bürgersinne, wie zum Beispiel Seniorenpflege-, Jugend- und Mehrgenerationswohnen wäre kontinuierlich verfügbar und auch klassische Zuschussprojekte, wie der moderne ÖPNV und Bürgerbusse oder die Schulinfrastruktur und bessere Ausrüstungsqualität ließen sich entspannter leisten. „Wenn dann noch die Liegenschaften vernünftig genutzt werden, unüberlegte Leuchtturmprojekte ausbleiben und alle im Gemeinwohlinteresse ohne Parteischeuklappen handeln, dann werden wir schon bald wieder sehr gut da stehen,“ ist sich Kockel sicher, der in Zukunft besser und auch selbstbewusster mit den Nachbargemeinden, insbesondere in den Bereichen Schule, Jugend, Verkehr, Sicherheit und Tourismus zusammen arbeiten möchte.
Ein intelligentes Verkehrskonzept soll nach Kockels Vorstellungen zudem Abgas, Lärm und Blechlawinen zunehmend aus den Ortszentren heraushalten, dazu soll auch der Tagesgästeverkehr durch eine Verknappung von kostenfreien Parkplätzen für Tagesbesucher und ein moderner attraktiver Shuttleservice mit Partnerangeboten und Vergünstigungen beitragen. Für Gemeindebürger will er Bürgerbusse, Anwohnerparkausweise und Transferberechtigungen einführen. Tempo 30 im gesamten Gemeindegebiet und die Sperrung der zentralsten Ortszentren für den Massenverkehr zu Hochzeiten im Sommer und an Feiertagen sollen der Sicherheit und auch der Natur dienen, derer Interessen er zusätzlich mit Photovoltaik, Elektromobilität und Ökostrom gerecht werden will. Das Wahlprogramm ist im Internet unter www.tdf-strand-buergermeister.de zu finden.



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