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Einweihung des neuen Feuerwehrhauses Ratekau 2018

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Ortswehrführer Markus Thiel: „Es hat sich gelohnt!“
 
Ratekau. Mit einigen Wochen Verzögerung war es nun endlich soweit: Vor kurzem konnte die Freiwillige Feuerwehr Ratekau ihr neues Feuerwehrhaus an der Bäderstraße 46a offiziell einweihen. Unter den Augen seines obersten Dienstherrn Bürgermeister Thomas Keller hieß Ortswehrführer Markus Thiel unter den rund 170 geladenen Gästen, dabei neben Bürgervorsteherin Gabriele Spiller, Kreiswehrführer Thorsten Plath, Ratekaus Gemeindewehrführer Dennis Puls mit Stellvertreter Thomas Harnack sowie zahlreiche Vertreter aus umliegenden Institutionen, Vereinen, Verbänden, Politik und Verwaltung sowie aus Nachbarwehren willkommen. „Heute ist ein ganz besonderer und geschichtsreicher Tag für die Gemeinde Ratekau. Als ganz besondere Gäste möchte ich die Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr Ratekau begrüßen, die seit kurzem unsere neue Wache mit Leben füllen.“ Die Feuerwehr Ratekau beziehe voller Stolz das vierte Feuerwehrhaus in ihrer Geschichte, ging Thiel kurz auf die Historie seiner Wehr mit dem zuletzt viel zu kleinen Feuerwehrhaus ein. „Gerade bei Einsätzen wurde es hinter den Fahrzeugen beim Ausrüsten eng. Das ist nun endlich vorbei. Nach jahrelanger Planung und monatelanger Bauphase können wir uns heute über die Fertigstellung unseres neuen Feuerwehrhauses freuen.“ Mit viel Arbeit und Fleiß sei diese Wache entstanden.
 
„Neben den zeitintensiven Maler- und Fliesenarbeiten, das Anlegen der Außenanlagen, den Feinheiten der Elektronik mit dem Alarmierungssystem oder der EDV-Anlage, konnten wir mit Geldern, die durch Spenden, durch diverse Aktivitäten und durch unseren Feuerwehrball entstanden sind, eine tolle Küche finanzieren. Wir haben uns für die Alarmierungsübertragung neue Flachbildschirme anschaffen können und profitierten durch die Auflösung der Deutschen Bank, indem wir dadurch viele Büromöbel erhielten“, blickte Thiel auf die letzten Monate zurück. „Jetzt haben wir eine moderne und nach neuesten Unfallvorschriften gebaute Wache, die nicht nur die Effektivität der Wehr fördert, sondern auch eine enorme Motivationssteigerung für die durchweg ehrenamtliche Tätigkeit der Einsatzkräfte bewirken wird. Wir sind stolz und glücklich über das heute übergebene neue Feuerwehrhaus.“ Im Namen der Feuerwehr Ratekau bedankte er sich dafür bei Bürgermeister Thomas Keller, Bauamtsleiterin Karin John sowie beim zuständigen Architekturbüro Bauform. Thiel: „Ein Dankeschön geht auch an unseren Gemeindewehrführer Dennis Puls , der immer ein offenens Ohr für uns hatte. Danke an alle Entscheider aus Politik und Verwaltung und an die beteiligten Handwerksfirmen. Nicht zu vergessen ein großes ,Danke’ an alle Freunde und Sponsoren, die uns finanziell unterstützt haben oder mit Rat und Tat zur Seite standen.“ Zum Schluss bedankte er sich ganz besonders bei seinen Kameradinnen und Kameraden und Ehrenmitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Ratekau sowie bei den Lebenspartnern für die in den letzten Monaten geleistete Arbeit. „Ihr habt neben den Einsätzen, Diensten, Versammlungen und Veranstaltungen einen tollen Job gemacht. Wir können voller Stolz sagen: ,Es hat sich gelohnt!’“.
 
Kostenrahmen eingehalten dank Eigenleistung Ratekau
 
„Wir haben fertig“ lehnte Thomas Keller an die legendären Schlussworte Giovanni Trapattonis an. Im Gegensatz zum ehemaligen Bayern- Coach und seiner Wutrede hatte Ratekaus Verwaltungschef jedoch überwiegend lobende Worte vorbereitet. Dabei erinnerte er zunächst an jene Zeit, als das nunmehr fertig gestellte Feuerwehrhaus noch Vision gewesen war. „Die Feuerwehrunfallkasse hatte uns seinerzeit informiert, dass das Feuerwehrhaus in der Poststraße nicht mehr den heutigen Anforderungen entspreche“, blickte Keller zurück. Schnell hätten die verantwortlichen Stellen darauf reagiert und bereits 2013 den Gemeindebeschluss für einen Neubau gefasst. „Allerdings hatten wir kaum Möglichkeiten, ein geeignetes Grundstück zu finden – in der Größe und dann natürlich auch noch für alle Kameraden gut zu erreichen, sprich zentral gelegen“, so der Bürgermeister. „Wir mussten viele Gespräche führen. Umso dankbarer sind wir der Cesar-Klein-Schule für deren Entgegenkommen.“ Dann sei alles sehr schnell gegangen. Im September 2014 wurde die Bauleitplanung aufgenommen und gerade einmal ein halbes Jahr später abgeschlossen. „Wir hätten gerne auch kostengünstiger gebaut, aber ein Fertigbau am Ortseingang kam für uns schon aus unserer städtebaulichen Verantwortung heraus nicht infrage. „So wurde das Gebäude als Massivbau geplant. Kosten: 1,5 Millionen Euro.
 
Der erste Spatenstich erfolgte im November 2015, eigentlicher Baubeginn nach dem Winter war im Mai 2016. „Gerne wären wir früher fertig gewesen. Der Winter und notwendige Mängelbeseitigungen haben uns da jedoch einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber ich denke, eineinhalb Jahre Bauzeit für ein derartiges Vorhaben liegen im Rahmen.“ Im vorgegebenen Rahmen seien auch die Kosten geblieben. „Ohne eure Eigenleistungen hätten wir die vorgegebenen 1,5 Millionen Euro nicht gehalten. Von der Planung über die Bauaufsicht bis hin zu den Arbeitsleistungen habt ihr euch von Anfang an an dem Neubau beteiligt“, richtete Keller ein großes Dankeschön an Wehrführer Markus Thiel und dessen Mannschaft. Für die Gemeinde Ratekau sei dies nach Luschendorf und Techau das dritte Feuerwehrhaus, das in den letzten Jahren neu errichtet wurde. „Es wird sicherlich auch nicht das letzte sein“, richtete Keller seinen Blick auf die Ostgemeinde und nach Sereetz. Zudem sagte er: „Maßnahmen wie diese sind kein Geschenk an die Feuerwehr. Es sind notwendige Investitionen in die Sicherheit. Und unser Beitrag, die Feuerwehren zu unterstützen“. Dazu gehörten auch die nun anstehenden Anschaffungen eines neuen Mannschaftstransportwagens und eines neuen Löschfahrzeuges (LF10) für die Feuerwehr Ratekau. Am Ende seiner Rede ging Keller noch auf Thiels Vorhaben ein, eine Jugendfeuerwehr in Ratekau einzurichten. „Damit hätten wir dann vier Jugendfeuerwehren in der Gemeinde. Eine gute Maßnahme.“ Denn die Jugend sei die Zukunft der Feuerwehr. „Ich bin mir sicher, die Freiwillige Feuerwehr wird sich weiter positiv entwickeln“, so Keller.
 
Kreisbrandmeister Thorsten Plath: „Grandiose Leistung“
 
Ratekau. Die Grüße der 131 Ortswehren und 42 Jugendfeuerwehren des Kreises Ostholstein überbrachte Kreisbrandmeister Thorsten Plath. „So eine Baumaßnahmen erlebt man im Leben eines Feuerwehrmannes oder einer Feuerwehrfrau nur einmal“, sagte er. „Hier wurde fortschrittlich gedacht“, lobte er die Idee, dass der Atemschutzbereich des neuen Gebäudes künftig von allen Ortswehren über einen zentralen Eingang genutzt werden kann. Respekt habe er auch vor der „grandiosen Leistung“ der Mitglieder der Wehr. „Ich spreche hier von der Eigenleistung. Eure persönliche Zeit, die ihr hier eingebracht habt. Auch das zeigt, dass Ihr Euch mit dem Feuerwehrhaus identifziert.“ Sein Urteil zum Neubau: „Hut ab! Das gefällt!“ Ganz besonders hob Ostholsteins Feuerwehrchef zudem Ortswehrführer Markus Thiel hervor. „Das hier ist unverkennbar dein Stil.“ Seine gestalterischen Ideen und sein Organisationstalent hätten der Gemeinde Ratekau vieles erspart. „Allein das ist mit Geld gar nicht gegenzurechnen“, so Plath, der sich abschließend an die Vertreter der Politik und Verwaltung wandte: „Vielen Dank, dass Sie es verstanden haben, dass dies gut angelegtes Geld zum Wohle der Bürger ist.“
 
Großes Lob vom Gemeindewehrführer für Markus Thiel
 
Ratekau. Erst einmal auf die technischen Möglichkeiten des „hochmodernen und architektonisch hochwertigen Feuerwehrhauses“ ging Gemeindewehrführer Dennis Puls ein. Der Neubau sei so konzipiert, dass auch ein weiterer Ausbau noch möglich sei, die Räume schon so dimensioniert, dass die neu zu gründende Jugendfeuerwehr hier jederzeit einziehen könne. Überhaupt sei der Neubau ein Umschlagplatz für alle Ratekauer Wehren, der insbesondere für Flächenlagen wie Sturm oder Hochwasser mit einer separaten EDV-Anlage als Standort der Einsatzleitung diene. Auch Puls dankte der Gemeinde und der Politik für die Realisierung des Neubaus. Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ratekau lobte er für deren Eigenleistung: „Ihr habt ganz viel Zeit und Schweiß neben eurem ,normalen’ Familienleben und dem ,normalen’ Feuerwehr- Alltag in unzähligen Stunden in dieses Gerätehaus investiert.“ Zu Ortswehrführer Markus Thiel sagte er: „Immer mittwochs haben die Baubesprechungen stattgefunden. Keine ohne Dich. Und das über einen Zeitraum von über einem Jahr. Du hast Dich um alle Angelegenheiten gekümmert und selbst Dinge geregelt, die eigentlich nicht zu den Aufgaben eines Ortswehrführers gehören. Ich spreche vor allem Dir und Deiner Familie meinen Respekt und Dank aus.“
 
Ratekaus Ehrenbürger: Helmut Cornels spendet 1.000 Euro
 
Ratekau. Eine große Überraschung hatte Ratekaus Ehrenbürger Helmut Cornels mit ins neue Feuerwehrhaus gebracht. Zur Pflege der ohnehin guten Kameradschaft der Freiwilligen Feuerwehr Ratekau sagte er Markus Thiel und seiner Mannschaft eine Geldspende in Höhe von 1.000 Euro zu. „Mein Vater war in der Freiwilligen Feuerwehr. Ich selbst wäre es auch immer gerne gewesen, habe es aber nie geschafft, weil ich beruflich bedingt häufig an unterschiedlichen Standorten tätig war. Aus diesem Grund möchte ich Euch jetzt mit dieser Spende unterstützen“, so Cornels. Kurz nach dem Festwochenende stattete der 91-Jährige Helmut Cornels Markus Thiel einen spontanen Besuch bei der Arbeit ab und übergab ihm die versprochene Summe in bar.
 
60 Jahre Feuerwehr: „Manni“ Manfred Reinholdt geehrt
 
Ratekau. Im Rahmen der offiziellen Einweihung des neuen Feuerwehrhauses wurden am Ende der Veranstaltung auch Ehrungen für langjährige Zugehörigkeit in der Freiwilligen Feuerwehr vorgenommen. So zeichnete Ratekaus Orstwehrführer gemeinsam mit Gemeindewehrführer Dennis Puls den Löschmeister Falk Helbich für 25 Jahre Mitgliedschaft aus. Das silberne Ehrenzeichen nahm zudem das Ehrenmitglied Egon Wendorff entgegen. Wendorff gehört der Wehr seit September 1977 an und wurde entsprechend für 40 Jahre Zugehörigkeit geehrt. Die letzte und wohl bedeutenste Auszeichnung gab es für Manfred Reinholdt, Ehrenmitglied, Ehrenwehrführer und Ehrenkreiswehrführer.
 
„Es ist mir eine ganz besondere Ehre, dass ich Dich heute auszeichnen darf, lieber Manni. Als Du in die Feuerwehr eingetreten bist, war ich noch nicht einmal auf der Welt“, so Markus Thiel, der das Wort anschließend an Kreiswehrführer Thorsten Plath weitergab. Der wiederum lobte Manfred Reinholdt für dessen Umsicht und „klare Kante“ in Sachen Feuerwehr. Für seine 60-jährige Mitgliedschaft nahm „Manni“ Reinholdt von Markus Thiel und Thorsten Plath die entsprechende Urkunde, Blumen und einem Präsentkorb entgegen.
 
Schlusswort vor Schlüsselübergabe
 
Ratekau. Architekt Jörn Jahnke erinnerte an die anfängliche Planung des neuen Feuerwehrhauses und ließ ebenfalls nicht unerwähnt, dass die größte Schwierigkeit darin gelegen habe, überhaupt ein passendes Grundstück zu finden. Im Laufe seiner Rede ging er schließlich auf die technische Ausstattung des neuen Domizils der Freiwilligen Feuerwehr Ratekau ein. „Das neue Feuerwehrhaus bietet insgesamt 44 Kameradinnen und Kameraden Platz. Im Obergeschoss befindet sich ein rund 75 Quadratmeter großer Schulungsraum, unten in der Halle und vor dem Gebäude Platz für drei Feuerwehrfahrzeuge.“ Außerdem sei das Haus mit einer Atemschutzwerkstatt und Flächen für die noch zu gründende Jugendfeuerwehr ausgestattet. Bei der Gebäudesprache habe man sich an der benachbarten Cesar-Klein-Schule orientiert. Vor der abschließenden, symbolischen Schlüsselübergabe bestätigte Jahnke, dass man bei den Kosten voll im Soll liege. „Die exakte Summe beträgt 1,492 Millionen Euro“, so der Architekt.
 
In der Anfangsplanung von 2015 war von 1,5 Millionen ausgegangen worden. Nachdem Pastorin Anke Dittmann in ihren Worten dem neuen Haus göttlichen Beistand gewünscht hatte, durften sich die Gäste im Anschlusss über deftige Grünkohl-Köstlichkeiten freuen. Die Bewirtung übernahmen dabei die befreundeten Kameraden vom Malteser Hilfsdienst aus Timmendorfer Strand.
 
 
 
 
 
 
 



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