Ireen Nussbaum
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Gemeinsam Schläger schwingen für guten Zweck -3.200 Euro für palliative Arbeit

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Mit Konzentration, Koordination und Können kämpften die leidenschaftlichen Golfer für den Hospizverein „Beistand am Lebensende“.

Mit Konzentration, Koordination und Können kämpften die leidenschaftlichen Golfer für den Hospizverein „Beistand am Lebensende“.

Neustadt. Es gleicht einem Familientreffen, wenn die Vorstandsmitglieder des Hospizvereins „Beistand am Lebensende“ und die passionierten Golferinnen des Brodauer Golfclubs aufeinandertreffen: eine herzliche Umarmung, einfühlsame Worte. Gemeinsam sitzen sie im Café und reden über die palliative Arbeit und die vergangene Golfsaison. Eine gewisse Vertrautheit erfüllt den Raum.
 
Doch was verbindet ein Hospizverein mit einem Golfclub? Susanne Graap verlor ihre Mutter vor einigen Jahren auf der Palliativstation des St. Elisabeth-Krankenhauses in Eutin. Zum ersten Mal kam sie in Kontakt mit einer palliativen Einrichtung: „Auch wenn das Sterben zum Leben dazugehört, trifft er uns oft unvorbereitet und hinterlässt immer eine Lücke in unserem Leben. Vielen Menschen macht es Angst endgültig loszulassen und den Tod zu akzeptieren. Sie fürchten den Verlust, die innere Leere und die schmerzhafte Gewissheit, dass die Person nie wieder zurückkehren wird. Es ist wichtig sich seiner Trauer zu stellen“, ermutigte sie. Diese intensivmedizinische Versorgung habe ihre Familie unglaublich entlastet und ihrer Mutter eine liebevolle und friedliche Begleitung in dieser schweren Zeit ermöglicht. „Die Arbeit der Ärzte, Pfleger, Krankenschwestern, Unterhalter, Vorleser, Handhalter und Kümmerer hat mich so sehr beeindruckt, dass die Idee der Sternenkette, einem Charity-Golf-Turnier, entstand.“ Seitdem engagiert sich Susanne Graap in diesem Bereich.
 
Bei diesem wohltätigen Turnier spielen begeisterte Golfer aus ganz Deutschland von April bis Oktober regelmäßig in ihren Clubs und zahlen ein „Startgeld“, das direkt in den Spendentopf fließt. Im Herbst treffen sich dann alle teilnehmenden Golf-Clubs zum Finalturnier auf der Golfanlage Seeschlösschen in Timmendorfer Strand und kämpfen um die Summe aller Einnahmen und Spenden. Um die Aktion zu unterstützen, verzichtete die Golfanlage auch in diesem Jahr auf das Greenfee und stellte die Anlage kostenlos zur Verfügung. Insgesamt wurden 16.000 Euro erspielt, von denen 3.200 Euro dem Neustädter Verein „Beistand am Lebensende“ zugutekommen. Erstmals haben die „Brodauer Mädels“ Marina Waack, Simone Brandl-Osenbrügge, Steffi Buhtz, Beatrice Maxrath, Christine Behrens, Ulrike Hess, Cornelia Hessler, Dagmar Kampig, Silvia Optelaak und Anita Niepel gemeinsam mit dem Herrenflight mit Michael Waack, Azer Bislimaj, Andreas Graap und Joachim Zülow für den Hospizverein gespielt.
 
„Liebe- und respektvoll gehen die Trauerbegleiter mit den Betroffenen und verzweifelten Angehörigen um und verbessern ihre Lebensqualität wesentlich. Sie nehmen sich Zeit für Gespräche und gehen auf deren Wünsche und Bedürfnisse ein. Sie lassen die Menschen auf ihrem letzten Weg nicht alleine, sondern wärmen sie mit menschlicher Nähe und Zuwendung“, begründet die Initiatorin die finanzielle Zuwendung. Diese werde der Verein für die Einrichtung seiner neuen Räumlichkeit Am Holm 30 nutzen. „Mit dem Umzug haben wir uns räumlich vergrößert. Nun haben wir genug Platz, um die Qualifizierungskurse, die regelmäßigen Treffen der Hospizhelfer und auch das Trauercafé, das zwischenzeitlich in die Königstraße verlegt wurde, wieder in den Räumen des Hospizvereins stattfinden zu lassen. Es fehlen uns jedoch noch Einrichtungsgegenstände wie Gardinen und Teppiche“, so die Kassenwartin und Trauerbegleiterin Margarita Hüpping. (inu)



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